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Natürlich steht es Euch frei, direkter einzugreifen. Packt etwa einen Mii am Kragen und setzt ihn bei einem anderen ab, um sie so zum Gespräch zu animieren, aus dem vielleicht eine Freundschaft und später noch mehr entstehen kann. Wenn ein Mii Euch mit einem Symbol zu verstehen gibt, dass er Hunger hat, mit Euch spielen möchte, sich frische Klamotten oder Tapeten wünscht oder um Beziehungshilfe fragt, könnt Ihr all das beisteuern. Stets ist dabei ungewiss, wie die Reaktionen ausfallen werden, denn Eure Schützlinge haben Persönlichkeit und eigenen Willen. So kommt es auch mal vor, dass Beziehungen wieder in die Brüche gehen oder sich bei Ehen kein Nachwuchs einstellen mag. Ebenso könnt Ihr niemanden zwingen, eine Wohngemeinschaft zu gründen – zwar dürfen sich nun bis zu acht Miis ein Haus teilen, aber die Initiative dafür muss von ihnen selbst ausgehen.
Alle weiteren kleinen und großen Änderungen von Wo Träume wahr werden aufzuführen, würde den Platz sprengen, deshalb sei hier eine Auswahl genannt. In vielen Aspekten habt Ihr jetzt deutlich mehr kreative Freiheiten nicht nur während der Charaktererstellung (siehe Kasten). Bei jedem Mii-Stufenaufstieg dürft Ihr ihnen kleine Marotten und Gesten etwa beim Grüßen, Spazieren oder Essen zuweisen, was noch mehr Individualität liefert. Im Lauf der Zeit steuert Ihr zunehmend mehr eigene Schlagworte und Begriffe bei, die Eure Schützlinge dann prompt als Themen für ihre Gespräche untereinander verwenden – zensiert wird dabei erstaunlicherweise nichts. Auch beharrt Nintendo anders als im Vorgänger nicht auf traditionellen Geschlechterrollen: Bei jedem Mii könnt Ihr entscheiden, ob es männlich, weiblich oder nicht-binär ist und mit welcher Gruppe romantische Beziehungen möglich sind. Diese Linie wird konsequent durchgezogen, auch bei Ehen und Nachwuchs. Der Storch macht keinen Unterschied, wem er ein Baby bringt. Ob solcherlei neue Freizügigkeiten der Grund dafür sind, dass Nintendo bei diesem Tomodachi Life den Mii-Austausch über QR-Code oder Internet gestrichen hat, lässt sich nur spekulieren. Schade ist es trotzdem, zumal damit auch keine Besucher wie auf dem 3DS mehr empfangen werden können.
Ansonsten gibt es technisch wenig zu klagen: Das Geschehenen wird farbenfroh und flüssig wiedergegeben, die quäkigen Synthiestimmen und kleinen Melodien erklingen klar. Warum im Handheld-Modus der Touchscreen nicht für die gesamte Bedienung, sondern (fast) nur in Editoren genutzt werden kann, bleibt derweil ein weiteres Rätsel.








