Tony Hawk’s Pro Skater 1 + 2 – im Test (PS4)

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Eine große Rolle spielt die zeitgemäße Technik: Tony Hawk’s Pro Skater 1 + 2 ist der erste Titel in Activisions Revival-Riege, der mit schicken 60 Bildern pro ­Sekunde (und 4K auf entsprechenden Fernsehern) aufwartet, die fast immer stabil gehalten werden, sofern Ihr nicht gerade zu zweit im Splitscreen antretet. Die Architektur der seinerzeit zwangsläufig recht kargen Umgebungen wurde beibehalten und sorgt damit bei jedem Veteranen für ein sofortiges Aha-Erlebnis. Aber davon abgesehen sind sie kaum noch wiederzuerkennen: Polygon-­Modelle, Texturen, zahlreiche neue Details oder gänzlich umgekrempelte Plätze sorgen dafür, dass alles zwar nicht unbedingt sensationell, aber auf jeden Fall stimmig und zeitgemäß aussieht.

Gleiches gilt für die Sportler: Die damalige Herrenriege und die eine Dame sind komplett wieder mit dabei, sie werden von ein paar alten Kollegen und einigen Jungspunden der heutigen Generation begleitet. Und während sie auf den Rollbrettern dank konsequent aufgefrischter Animationen immer noch so gelenkig und geschmeidig sind, entspricht Ihr Aussehen dem Jetzt-Zustand – mit den sichtlich gealterten Tony & Co. schließt man aber gerne wieder Bekanntschaft. Nicht vergessen werden darf der vielseitige Soundtrack: Nahezu alle Hymnen, die seinerzeit so passend die Skater-Action anheizten, wurden erneut lizenziert. Dazu gesellt sich ein satter Schwung neuer Songs, die sich stilistisch nahezu nahtlos einfügen – fast 60 Titel dröhnen Euch so gelungen ins Ohr.

Kernstück der Neuauflage sind die beiden separaten Kampagnen nach etabliertem System: Wie gehabt geht es darum, pro Level in zweiminütigen Läufen verschiedene Mini-Aufgaben (Mindestpunktzahlen, das Sammeln bestimmter Objekte und mehr) zu erfüllen, um so allmählich die späteren Umgebungen freizuschalten. Auch diese Ziele wurden direkt übernommen, bei Teil 1 aber noch neue eingefügt, weil der damals nur sehr rudimentär damit ausgestattet war. Parallel sammelt Ihr Erfahrungspunkte und Geld, indem Ihr für jeden Skater eigene, ­levelübergreifende Challenges erledigt – mehrere hundert kommen so zusammen. Von den Belohnungen gönnt Ihr Euch andere Outfits oder etwa mehr ausrüstbare Spezialtricks. Und natürlich stehen Mehrspieler-Modi im Spitscreen zu zweit wie auch online (zu acht) auf dem Programm.

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torcid
5. November 2020 14:13

Man sollte auf jeden Fall noch erwähnen, dass es sich mit Steuerkreuz der Ps4 wesentlich präziser steuern lässt als mit Stick der One. Gut bei der One könnte man sicher auch auf Steuerkreuz wechseln, aber das der Ps4 ist einfach viel besser und liegt auch an der richtigen Stelle. Auf jeden Fall ein in allen Belangen gelungenes Remake. Ein Remaster ist es nämlich nicht, ein Remake!

Mayhem
5. November 2020 14:06

Da kann ich Ulrich nur zustimmen. Ein fast perfektes Remaster.

Max Snake
5. November 2020 13:35

Behalte es im Auge.