Tropico 3 – im Klassik-Test (360)

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Als Diktator herrscht Ihr mit strenger Hand über ein Insel­paradies. Schließlich müsst Ihr nicht nur ein launenhaftes Volk aus Natio­nalisten, religiösen Fanatikern und demonstrierfreudigen Plantagen­arbeitern regieren, sondern nebenbei auch Eure Privatkasse füllen.

Die Aufbau-Simulation Tropico 3 ist komplex und leugnet nicht ihre PC-Herkunft – verschachtelte Menüs, Texttafeln und ausufernde Statistik-Bildschirme. Diese sind kein schnödes Beiwerk, sondern essenziell für funktionierende Wirtschaftskreisläufe. So erkennt Ihr, auf welchem Gebiet die Exportschlager Kaffee, Ananas oder Tabak besonders gut wachsen, wie es um die Umweltverschmutzung bestellt ist und welche Bedürfnisse Eurer Insulaner derzeit zu kurz kommen. Sind Eure Bürger verärgert, demonstrieren sie auf offener Straße und verlassen im schlimmsten Fall die Insel. Nachschub an Arbeitskraft werbt Ihr über das entsprechende Ministerium an, 60 weitere Bauten wie Hotels, Propagandatürme sowie Militärlager oder Konservenfabriken errichtet Ihr frei auf dem Eiland. Eure Entscheidungen wirken sich zeitversetzt aus, Farmen erzeugen nach drei Jahren Profit und die bessere Gesundheitsvorsorge erkennen Eure Landsmänner erst, wenn sie ins neue Hospital latschen – für geringen Leerlauf spult Ihr die Zeit vor. Warum das Tutorial solche Zusammenhänge nur anreißt und im weiteren Spielverlauf auf Tipps verzichtet wird, ist unverständlich. Die Einarbeitungszeit fällt entsprechend hoch aus, auch weil die Kampagne aus 15 zusammenhangslosen Einzelmissionen besteht, die sich nur in Start-Sieg-Bedingungen unterscheiden. Der rote Story-Faden fehlt, immerhin sind die Karibik-Inseln zufallsgeneriert.

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