Valkyria Chronicles – im Klassik-Test (PS3)

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Der außergewöhnliche Strategie­titel Valkyria Chronicles spielt in einem alternativen Europa um 1930: Die Truppen des östlichen Imperiums treffen auf die atlantische Förderation, Schauplatz der Kämpfe ist das Land Gallia. Dieses Fleckchen Erde gleicht optisch Holland, dort schließt Ihr Euch dem Widerstand an und führt Truppen in die Schlacht. Zunächst kommandiert Ihr nur einzelne Wachsoldaten, später auch mächtige Panzer und allerlei Spezialeinheiten wie Scharfschützen. In den 23 ­Story-Missionen stoßen insgesamt 50 ­Figuren mit individuellen Talenten zu Eurer Truppe, die sich allesamt nach Belieben ausrüsten lassen. Außerdem gibt es einen Scharmützel­modus, in dem Ihr weitere Schlachten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen spielen dürft. Fans imposanter Optiken erfreuen sich an der als Bilderbuch inszenierten Handlung und der ungewöhnlichen Cel-Shading-Grafik im malerischen Wasserfarbenstil.

Ebenso ungewöhnlich wie die Aufmachung ist der Ablauf der Gefechte: Ihr überblickt das Terrain auf der taktischen Karte und rückt mit den Einheiten rundenweise vor. Das wiederum geschieht in Echtzeit. Man sprintet mit jedem Soldaten von Deckung zu Deckung und sucht geeignete Schusspositionen. Gezielt wird manuell über Kimme und Korn, dabei kann man auch wunde Punkte wie etwa Kopf oder Benzintank anvisieren – ob die Salve allerdings tatsächlich trifft, liegt dann in der Hand Eurer Soldaten. Die Bewegungsfreiheit wird per Aktionsbalken gemessen, den man voll ausnutzen kann: Eure Soldaten dürfen also innerhalb eines Zuges etwa ein paar Schritte laufen, dann feuern und weiter zu einer befestigten Stellung sprinten. Dabei steuert man nicht nur in Echtzeit, alle Figuren reagieren jederzeit auf wechselnde Bedingungen: Sobald ihnen ein Gegner vor die Flinte läuft, eröffnen sie das Feuer – egal, wer gerade am Zug ist. Deshalb müsst Ihr bei Euren taktischen Überlegungen sowohl Runden- als auch Echtzeitlogik berücksichtigen. Strategische Vielfalt garantieren zudem die vielen Waffengattungen, der Einsatz von Panzern und Rettungsaufgaben – verwundete Kameraden lassen sich z.B. innerhalb von drei Runden verarzten. Jede Einheit bevorzugt verschiedene Umgebungen, manche Soldaten erweisen sich im Häuserkampf, andere auf offenem Feld als effektiver: Sie entwickeln sich und können an Eure Taktik angepasst werden. Das Terrain birgt ebenfalls taktische Elemente; walzt Sandsackmauern mit dem Panzer nieder und nimmt dem Feind so die Deckung.

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belborn
I, MANIAC
belborn

Man muss aber auch sagen was die Japaner in der Generation abgelieferten.Und das sie ihre Marken verwestlicht haben und damit wenig Erfolg hatten ist nicht der Fehler der Anderen.
Ja,die Call of Dutysierung nahm da ihren Anfang.Aber es gab soviel anderes zu zocken(endlich PC RPG Umsetzungen),so das ich bis heute noch keines angespielt habe(Doch,irgendein Mobile auf der Vita)

bad_conker
I, MANIAC
bad_conker

Lege das Spiel immer noch von Zeit zu Zeit rein, da mich das Scribble-Setting und die Story immer wieder faszinieren. Hatte auch durch die nicht vorhandene Deutsche Lokalisation, echt meine English-Skills verbessert um der Story folgen zu können.

Rudi Ratlos
I, MANIAC
Rudi Ratlos

Schräg, dass das Spiel keine Trophäen hat. Muss noch die letzte Mission spielen, aber dafür müsste ich die Fat Lady erstmal entstauben und wieder aufbauen…

xarjaz
I, MANIAC
xarjaz

PS3/360 war “leider” die Generation der “Call of Dutyfizierung” für die Konsolen. Online war das Maß der Dinge und da waren/sind die Japaner weit hinterher (von den Deutschen ganz zu schweigen). Für JRPG-Fans waren es definitiv magere Jahre. Trotzdem erinnere ich mich gern die PS3, weil dafür der Westen das narrativ starke 3D Abenteuer aufs nächste Level gehoben hat, mit Serien wie RDR, Uncharted, Last of Us…

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

@belborn Amerikaner macht hier den Ton. Es gab zu viel Shootern, Japaner müssen an den Westen orientieren. Weniger frische oder unkonventionelle Ideen um ein paar Beispiele zu sagen. Spricht unseren Geschmäcker hat sich verändert.

belborn
I, MANIAC
belborn

Eines der wenigen PS3 Exklusive die ich gern auf der 360 gesehen hätte.Das überrascht mich @Thomas Nickel.Warum war das so?
Für mich war es die beste Gen nach der 16Bit(SNES)
Die “WestRPGs” haben mich die Japaner fast vergessen lassen.Für die gab es ja noch die PSP/DS.

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Hatte erst im Juli 2011 zugelegt. Dennoch ein schönes Spiel.

Thomas Nickel
Autor

Eines meiner wenigen persönlichen Highlights in einer für mich selbst weitgehend sehr, sehr schlechten Generation.