Velvet Assassin – im Klassik-Test (360)

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Die hübsche Spionin und ­Velvet Assassin-Protagonistin Violette Summer wandelt auf ­Solid Snakes Schleichpfaden. Allerdings besitzt sie eine geschichtliche Vorgängerin (Violette Szabo), welche im Zweiten Weltkrieg Agentin des britischen Nachrichten­dienstes war und ein trauriges Ende fand.

Schon die erste­ Mis­sion gestaltet sich atmosphärisch: Aus der Third-Person-Ansicht dirigiert Ihr Violette durch eine gold-orangene Herbstlandschaft, ­dynamische Beleuchtung und schöne Texturen schaffen eine herrliche Stimmung. Für die 1940er-Jahre typisch, ­verfügt Ihr über keinerlei technischen Schnickschnack – zieht mit Taschenlampe, Messer und diversen Schusswaffen aus jener Epoche gegen das Dritte Reich. Durch Schlüssellöcher spähend, im Schatten, Gebüsch oder hinter Kisten lauernd, wartet Ihr auf Eure Chance, den Gegner zu überwältigen. Wechselt in den ’Morphium’-­Modus (dann friert kurz die Zeit ein), um schwere Passagen zu meistern, von denen es viele gibt. Verglichen mit Genre-Konkurrenten wie Metal Gear Solid oder Splinter Cell sind Eure Handlungen in Velvet Assassin eingeschränkter: Da Ihr jede Situation nur auf eine Art lösen könnt, ist der Schwierigkeitsgrad hoch. Die Heldin wertet Ihr im Laufe des Spiels auf, das Verbessern der Spielfigur gestaltet sich aber zäh. Anfangs geht Ihr nach zwei, drei Treffern zu Boden – erst durch das Ergattern von Erfahrungspunkten, die Ihr beim Ausführen von ’Silent Kills’ oder durch das Aufstöbern von ’Sammler­stücken’ erhaltet, wird ­Violette robuster. Wer sich an diesem langwierigen Prozedere nicht stört und über die Stimmklon-Gegner ­hinwegsieht, erfreut sich an einer interessant erzählten Geschichte.

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