
Meinung
Tobias Hildesheim meint: Es gibt Spiele, die sind objektiv betrachtet purer Durchschnitt: Sie langweilen mit den immergleichen Kämpfen, schwankender Texturqualität und abwechslungsarmem Missionsdesign. Gleichzeitig begeistern sie durch toll umgesetzte Charaktermodelle, viele kleine wohlbekannte Details und ein Mittendrin-Gefühl, das man sich so lange gewünscht hat – falls man in seiner Jugend Space-Marine-Miniaturen anpinselte und seine Truppen auf einem selbstgebauten Spieltisch aufstellte. Space Marine ist so ein Fall. Ein Spiel für Fans des Warhammer-Universums, die näher herangehen und ihren Helden über den Schulterpanzer blicken wollen. Ich selbst gehörte in meiner Schulzeit viele Jahre zu dieser Fraktion, deswegen kann ich über die zahlreichen Schwächen hinwegsehen und mich freuen, viele Bauwerke, Umgebungsdetails, Sprüche und Waffen wiederzuerkennen und den Feinden der Menschheit mal so richtig zu zeigen, wo der Energiehammer hängt. Ich hätte mir nur mehr Wucht im Fernkampf gewünscht. Und ein paar Missionen in einem Land-Raider-Kampfpanzer oder einem Thunderhawk-Landungsschiff…










