Williams Pinball Classics – im Test (360)

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Überraschung: Stolze zwei Jahre nach der USA-Veröffentlichung schaffen es die Williams Pinball Classics doch noch nach Deutschland – und wirken prompt bereits altbacken. Das gilt nicht nur für die biedere Inszenierung inklusive virtueller Spielhalle: Mit der Ballphysik wäre man 2009 vielleicht noch rundum glücklich gewesen, heutzutage überzeugen auch Download-Titel wie Pinball FX 2 in dieser Hinsicht deutlich mehr. Bei den Williams-Tischen beschleicht Euch nämlich das kuriose Gefühl, dass die Silberkugel einerseits eine Spur zu schwer und zu träge ist, andererseits in voller Fahrt aber zu elastisch von Banden und Bumpern abprallt. Das macht die Partien latent hektisch und unruhig, immerhin verhält sich Euer Spielgerät aber auf allen Tischen gleich – wer sich dran gewöhnen will, kann das auch.

13 Geräte aus drei Dekaden stehen zur Wahl, die in puncto Layout überwiegend unspektakulär ausfallen: Rampen oder ungewöhnliche Gimmicks findet Ihr kaum, meist sind lediglich zwei Flipperarme vorhanden. Die optische Gestaltung ist meist grobschlächtig und mitunter unangenehm grellbunt. Zudem solltet Ihr Geduld mitbringen, denn zum Spielen der meisten Geräte benötigt Ihr Credits, die nur durch das Erfüllen von Zielen bei Matches gewonnen werden können.

+ historisch wertvolle Tische
+ ordentliche Menge an Geräten
+ exakte Nachbildungen

– Ballphysik fühlt sich etwas merkwürdig an
– Tischoptik sieht für heutige Zeit nicht besonders ästhetisch aus
– Layouts meist eher unspektakulär
– ‘Credits’-Frispiellogik unnötig aufgesetzt

Ulrich Steppberger meint: Virtuelle Flipper packe ich zwischendurch immer wieder gerne in meine Konsolen, aber die Williams Pinball Classics lassen mich kalt. Historische Exaktheit ist schön und gut, doch wenn die Originaltische unspektakulär sind, leidet die Motivation. An die merkwürdige Ballphysik kann man sich ebenso gewöhnen wie an das unnötig zeitraubende Credits-Sammeln, um irgendwann mal Freispiele zu aktivieren. Doch spannend ist das alles nicht, zumal im Download-Bereich mit Pinball FX 2 eine wesentlich flottere Alternative lockt.

Umfangreiche und authentische Flippersammlung, der es an Spektakel und realistischer Ballphysik mangelt.

Singleplayer62
Multiplayer
Grafik
Sound
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Doublefine
4. September 2012 10:48

Kann mich eure Kritik ebenfalls nicht anschließen. Wer sich dieses Spiel kauft weiß was er erwartet und genau dies bekommt er auch! Die Kugel fühlt sich wirklich ein leichter an als am wirklichen Tisch. Was sich grade bei Transfers bemerkbar macht. Aber es ist eine sehr gute und liebevolle Umsetzung des realen Vorbilds. Einzig und allein anzumerken als Kritik, der Zielgruppe bezüglich, ist die Tatsache das man sich die Tische nicht angucken kann. Wer Flipper liebt, liebt die Details! Eben diese sind zwar sehr gut umgesetzt aber der Fetisch wird nicht bedient. Für jeden der dem Wahn verfallen ist eine absolut uneingeschränkte Kaufempfelung! Wer kann sich schon Tales of the arabian nights, Funhouse, Medievil Madness, No good Goofers ins Wohnzimmer stellen?! Die Wenigsten und neben diesen Meisterwerken beinhaltet die Collection noch 9weitere teils historische Tische.

SxyxS
31. August 2011 21:26

die Kugelphysik ist tatsächlich ein Anlass zur Kritik u sollte gepatcht werden allerdings ist die Ästhetik von Flippertischen als Kritikpunkt haarstäubend(entfernen).Ich glaube es ist bisher noch niemand auf die Idee gekommen die Ästhetik älterer Autos bei Forza u GT zu kritisieren(u dort ist der Unterschied von neu zu alt noch grösser als bei Flippertischen) .Ich persönlich würde mal sagen ein 75%-ist nicht nicht so spektakulär wie die ZEN Reihe(die den Luxus hat weil deren Flipper in echt nicht existieren),dafür bleibt aber die Kugel länger im Spiel u es ist viel leichter an Highscores zu kommen als an den echten Tischen weil die Kugel,wenn sie die Lampen hochläuft dabei überhaupt nicht langsamer wird.

Seppatoni
31. August 2011 13:18

Ich kann mich der Wertung nicht anschliessen, mir gefällt der Titel bisher sehr gut. Die Freispiele der Credits-benötigenden Tische sind schnell beisammen (ein paar Anläufe im Turnier-Modus schon hat man ein paar 100 Credits erspielt) und auch die Original-Tische sind toll umgesetzt worden.Zwar sind diese nicht so attraktiv wie beispielsweise bei der Gottlieb-Collection, aber machen dennoch eine Menge Spass, um für viele Stunden bei Laune zu halten. Und wer sich im Turnier-Modus wacker schlägt, kann mit Jive Time einen weiteren Tisch freispielen.