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Ansonsten wurde das Sortiment an Nebenaktivitäten kräftig aufgemöbelt. In der Spielhalle sind jetzt viele Automaten zu finden (siehe Kasten), es gibt deutlich mehr Minigeschichten zu erleben und auch an umfangreicheren Betätigungen mangelt es nicht. So seid Ihr nun wesentlich aktiver in den Betrieb des Waisenhauses eingebunden: Pflanzt und erntet Gemüse, fangt Fische, bereitet Mahlzeiten, helft bei der Hausaufgabe, näht Gegenstände und einiges mehr, um den Alltag zu gewährleisten und Eure Beziehungen zu den jungen Schützlingen zu vertiefen. Anderswo werdet Ihr kurzerhand von einer weiblichen Bikergang rekrutiert und sucht für sie neue Mitglieder, um dann in kurzen wie launigen Massenkeilereien Rivalen mit niederen Motiven eine Lehre zu erteilen. Und gleich zu Beginn spannt Euch die Betreiberin eines Handy-Dienstes ein, um ihr soziales Netzwerk aufzubauen, indem Ihr auf der Straße Kunden per Funk anpeilt. All das ist gleichermaßen kurzweilig und unterhaltsam gemacht sowie (nach der obligatorischen Einführung) weitgehend optional. Yakuza-Veteranen erkennen allerdings schnell, dass es sich großteils lediglich um – durchaus gewitzte – Variationen von Aktivitäten handelt, die etwa in Infinite Wealth, Pirate Yakuza in Hawaii oder anderen neueren Teilen auch schon existierten. Im Gegenzug weggefallen ist dafür alles, was einst im Rotlicht-Milieu zu finden war, aber die langwierigen Hostessen-Dates und das fummelige Massage-Minispiel vermisst man nicht wirklich.
Wie anfangs erwähnt, gibt es mit Dark Ties eine zweite, separate Kampagne, bei der Ihr in die Rolle des (in Japan offenbar recht populären) Antagonisten Yoshitaka Mine schlüpft und mehr über seinen Charakter erfahrt. Anders als Majimas Auftritt in Kiwami 2 kann diese von Beginn an direkt ausgewählt werden, spoilert dann aber das (übrigens in einem Punkt signifikant geänderte) Finale der Hauptstory. Spielerisch ändert sich hier nur überschaubar etwas: Mine hat seinen eigenen Kampfstil und ist lediglich in Kamurocho unterwegs, bekommt dafür jedoch zwei eigene Nebenaktivitäten. So erledigt er kleine Aufträge, um den Ruf seines Chefs aufzumöbeln oder wagt sich in die Dungeons der ”Hell’s Arena”, wo Zeitdruck, aggressive Gegner und Fallen für mehr Druck sorgen als beispielsweise in der Infinite Wealth-Variante des Konzepts.
Kurz noch zur Technik: ”Yakuza Kiwami 3” sieht dank hoher Auflösung und stabilen 60 fps so gut aus wie erwartet, auch deutsche Texte und englische Sprecher stehen wieder zur Wahl.









Viel zu gnädige Bewertung für diesen durch Grind gestreckten und inhaltlich entfremdeten Clusterfuck, dem man die Brüche durch die neuen Dialoge / Szenen selbst dann anmerkt, wenn man das Original gar nicht kennt.
In Segas Denke muss Yakuza offenbar unbedingt in ein Crossover-fähiges Format zu Sonic, Persona und co. gepresst werden. Und wenn sie die Serie dafür auf den Kopf stellen müssen.
Y7: Like A Dragon läutete den Stilbruch ein, aber zumindest erkannte man im Storytelling noch die Handschrift des Studios. Mittlerweile ist das Franchise komplett verdünmlicht.
Ich habe es mangels anderer Highlights – und weil das Original am Gameplay krankte – am Ende der Story halber durchgespielt … aber was ich da an Ballast dazu aufgedrückt bekam, dafür hätte mich Sega eigentlich rückvergüten müssen.