
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Ich bin sicher nicht der Einzige, der sich gefragt hat, ob es ein Kiwami 3 wirklich gebraucht hat. Eine definitive Antwort kann ich auch jetzt nicht geben, aber zwei Sachen sind gewiss: Das Original – selbst in seiner Remastered-Form von 2020 – möchte ich heute nicht mehr spielen. Die jetzige Neuauflage ist dafür angenehm zeitgemäß und hat eine ganze Menge auf dem Kasten. Auf einige der neuen Storyausschmückungen hätte ich verzichten können und nicht alle Nebenaufgaben zünden gleich gut, aber das Gesamtgefüge passt prima zusammen und fühlt sich frischer an, als ich erwartet hätte. Gerade die Änderungen am Kampfsystem funktionieren so stimmig, dass mir die Kloppereien ungewohnt viel Spaß gemacht haben. Dass die Technik sich keine Blöße gibt und sämtliche relevanten Charaktere ein sehenswertes Facelifting bekommen haben, rundet den Gesamteindruck gelungen ab. Mines Dark Ties-Kampagne finde ich weniger spannend, aber sie schlägt sich ordentlich. Und dass Yakuza-typisch die meisten Minispiele und Nebenaktivitäten Recycling von schon etablierten Ideen sind, nimmt man als Fan der Serie gelassen hin. Unterm Strich vergebe ich für Kiwami 3 darum ohne Bedenken eine Kaufempfehlung.









Viel zu gnädige Bewertung für diesen durch Grind gestreckten und inhaltlich entfremdeten Clusterfuck, dem man die Brüche durch die neuen Dialoge / Szenen selbst dann anmerkt, wenn man das Original gar nicht kennt.
In Segas Denke muss Yakuza offenbar unbedingt in ein Crossover-fähiges Format zu Sonic, Persona und co. gepresst werden. Und wenn sie die Serie dafür auf den Kopf stellen müssen.
Y7: Like A Dragon läutete den Stilbruch ein, aber zumindest erkannte man im Storytelling noch die Handschrift des Studios. Mittlerweile ist das Franchise komplett verdünmlicht.
Ich habe es mangels anderer Highlights – und weil das Original am Gameplay krankte – am Ende der Story halber durchgespielt … aber was ich da an Ballast dazu aufgedrückt bekam, dafür hätte mich Sega eigentlich rückvergüten müssen.