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Das macht das grafisch eigentlich oft etwas dröge Balduq zum spannenden Abenteuerspielplatz und weckt den Entdeckerinstinkt – zwischen Haupt- und Nebenmissionen sammelt Ihr blaue Blüten, bringt frisch gekochtes Essen in die Kathedrale, haltet Ausschau nach Graffiti, Bonuskämpfen, hübschen Aussichten und versteckten Schatztruhen.
Da ist es gut, dass nicht ganz Balduq von Anfang an frei begehbar ist. Immer wieder halten geheimnisvolle Barrieren Adol von anderen Stadtteilen ab, erst mit ein paar absolvierten Subquests und einem kleinen Grimwald-Nox-Kampf werden sie zugänglich. So lernt Ihr die Stadt nach und nach kennen und schon bald findet Ihr Euch problemlos in den unterschiedlichen Vierteln zurecht. Das führt aber auch zu einer gewissen Berechenbarkeit in den Kapiteln, sind die doch fast alle sehr ähnlich aufgebaut.
Was zunächst nach optionalen Nebenaufgaben aussieht, entpuppt sich schnell als Pflichtprogramm – Ihr macht also Subquests, öffnet den neuen Stadtteil, erforscht ihn, folgt dem nächsten Teil der Story und schnetzelt Euch schließlich durch einen Dungeon samt Bosskämpfen. Doch dank sympathischer Figuren, einem tatsächlich spannenden Plot und einem – je nach Hardware – ordentlichen bis butterweichen Spielgefühl nehmt Ihr sowieso freiwillig jede Nebenaufgabe und jeden Interaktionsfetzen mit.
Allen Versionen gemeinsam ist der saubere, aber auch eher unspektakuläre Look des Abenteuers. Balduq ist ein clever und durchdacht designtes Setting, das ohne Ladezeiten daherkommt und dank der neuen Fähigkeiten rasend schnell durchquert werden kann. Doch gleichzeitig fällt die Stadt mit ihren vielen rechten Winkeln und grauen Mauern grafisch ein gutes Stück simpler aus als zuletzt die tropische Insel aus Ys VIII. Und während wir uns bei späteren Ausflügen nach draußen über grüne Wiesen und eine kleine Bergbesteigung freuen, sind die Dungeons fast durchgehend wieder unter Tage.
In Sachen Performance werden 60 Bilder pro Sekunde angepeilt, aber nur wenn Ihr auf der PS5 ins Abenteuer zieht, werden diese auch durchgehend erreicht. Die alte Konsolen-Genenration dagegen geht gelegentlich mal in die Knie – allzu störend ist das aber nicht. Musikalisch tobt sich Falcoms Soundteam wieder aus: Ruhige Klänge beim Erforschen von Balduq wechseln sich mit wilden E-Gitarren im Kampf oder im Dungeon ab – auch hier bleibt sich Ys treu.









Ich bin mal auf den Switch-Port gespannt, obwohl mich das Setting jetzt nicht so sehr reizt und mir im Vorgänger deutlich besser gefiel.
Naja mit Bravley Default II, MH Rise oder Shin Megami Tensei III bin ich für die Switch erstmal genug mit hochwertigen Games eingedeckt, da kann ich entspannt warten und werde dem Spiel gegebenenfalls später mal ne Chance geben.
Ja schon gut, schon gut, ich hole es mir bald. Versprochen. Selbst die Redaktion aus Game Two sind auch angetan.