
Gestern nacht um kurz nach eins schalte ich meine Xbox 360 an und denke mir: "Ich versuch' mich mal noch an der zweiten Extrem-Strecke des neuen Trials HD DLCs..."
Obwohl ich das Spiel bereits unzählige Stunden gezockt habe und ihm so manche lust- aber auch schmerzvolle Stunde verdanke, ahne ich nicht, auf was für einen Nervenkrimi ich mich da einlasse. Ich spiele die zweite der drei neuen Extrem-Strecken – wenn ich mich recht erinnere ist das die 'Pilgerfahrt'. Ist ganz einfach zu finden: Wer für 400 Punkte den Big Thrills-DLC gekauft hat, der wählt einfach die zweite Extrem-Strecke von unten an.
Die folgenden Bilder stammen übrigens aus dem Replay des Trials HD-Fahrers RedRider686, der es im Gegensatz zu mir wirklich kann – zu bewundern in diesem YouTube-Video.
Aber zurück zu meiner Leidengeschichte: Ich starte den Kurs und komme während der ersten fünf bis acht Minuten ganz ordentlich durch. Natürlich ist der Kurs anspruchsvoll und ich stürze viele Male in den Tod – aber der Schwierigkeitsgrad soll den Namen 'Extrem' ja nicht zu unrecht tragen...
Während der ersten Minuten hüpfe ich über kleine Holzplattformen und freue mich über jeden neuen Checkpoint. Und so sieht's hier ungefähr aus:

Dann warten die letzten drei Hindernisse – vorrauschauend wie ich bin, hatte ich mir nach meinem letzten Scheitern auf der Strecke schon mal ein Replay eines anderen Fahrers angeschaut. Das erste ist ein vermeintlich leichter Sprung auf einen Balken und danach auf die Rampe. Wichtig ist, dass man den Balken mit dem Hinterrad erwischt – nur dann bekommt Ihr das nötige Tempo für den folgenden Hüpfer. Die Stelle, die mir bei meinem ersten Anlauf Anfang der Woche wenig Probleme bereitet hatte und z.B. RedRider686 gar keine (siehe obiges Video), kostet mich jetzt über zehn Minuten. Zum Haareraufen! Erst danach habe ich dieses Hindernis geschafft:

Weiter geht's mit einer steilen und seeeehr lange Rampe (siehe Bild unter diesem Absatz): Für Anfänger ist eine solche Steigung absolut unmöglich – für mich während der erste Versuche auch! Dann finde ich heraus, dass ich durch eine Gewichtsverlagerung nach vorne den nötigen Druck auf den Hinterreifen bekomme. Nachdem ich das begriffen habe, erfordert die Umsetzung und die schwierige Landung oben (ohne Zurückplumpsen!) zwar zahlreiche Versuche, doch nach knapp 25 Minuten und über 300 Versuchen habe ich diese Stelle geschafft:

Wer Trials HD kennt, der weiß, dass man für jede Strecke 'nur' 30 Minuten und 500 Versuche brauchen darf. Danach fliegt man raus, die Checkpoints sind dahin und der Spaß beginnt von vorn. Die Versuche sind in diesem Fall nicht mein Problem – die kriege ich in der Restzeit nie und nimmer voll. Doch die nur noch fünf Minuten machen mir Angst. Dieses Hindernis wartet auf mich:

Ein simpler Sprung, eine Landung auf dem Hinterrad auf der rechten Rampe und dann ist es geschafft. Was RedRider686 natürlich im ersten Anlauf gelingt (wie könnte es auch anders sein), macht mir graue Haare. Die Minuten verstreichen, die Sekunden ticken. Ich weiß, was ich machen muss – aber ich schaff's nicht! Noch 1 Minute! Danke, liebe Entwickler, dass ihr die tickende Uhr so präsent in mein Blickfeld packt – das steigert den Druck nur unmerklich! Als ich die Sache eigentlich schon abgeschrieben habe und mich seelisch (und finanziell) darauf vorbereitet habe, gleich meinen Controller zur Zertrümmern, ein Hoffnungsschimmer: fast geschafft bei noch 20 Sekunden. Ich weiß, dass mir noch maximal drei Versuche bleiben. Der erste geht schief. Noch 14 Sekunden. Beim zweiten stürze ich hoffnungslos ab. Noch 8 Sekunden. Der letzte Versuch. Und – UNGELOGEN – diesmal schaffe ich es! Nach etwas mehr als 29 Minuten und 56 Sekunden – mit weniger als 4 Sekunden auf der Uhr. Das Hinterrad greift, ich kippe auf der rechten Rampe nicht nach hinten um und purzle kopfüber ins Ziel. Ach was: ins Glück!
Alle Schmerzen sind vergessen. ICH LIEBE TRIALS HD. Das Spiel ist sooo genial. Und morgen (aus heutiger Sicht: heute) geht's weiter...die letzte Extrem-Strecke wartet auch mich!

Ich habe in den letzten Wochen reichlich und gut gezockt. Viel arbeitsrelevantes, das ich für die M! Games getestet habe – und daneben noch viel anderes. Was hatten wir denn da?
Ich hab' Enslaved: Odyssey to the West durchgespielt. Ganz tolles Ding – mit prächtigem Art-Design und spannenden Figuren. Dann hab' ich für Wii den Lightgun-Shooter-Doppelpack Gunblade NY & L.A. Machineguns gekauft und mehrfach durchgeholzt – großartiges Spielhallen-Retrogefühl. Halo: Reach liegt schon einige Zeit zurück, gerne hätte ich aktuell noch mehr Zeit für den wunderbaren Mehrspieler-Modus. Ach ja: Quantum Theory liegt noch herum – dem würde ich trotz des ideenlosen Spielprinzips gerne noch eine Chance gehen. Kommt schließlich aus Japan, das Spiel.
Natürlich spiele ich nebenbei immer PES 2011 – vor allem nach getaner Arbeit ein Feierabend-Match gegen den Kollegen Kujawa. Und nachts dann noch ein Ründchen bei FIFA 11, gerne tolle ich auch nur mit Messi in der Arena herum und düpiere den Torwart. Ach ja: Kirby's Epic Yarn habe ich sehr genossen – ich freu' mich richtig drauf, das im Frühjahr zum PAL-Release nochmals durchzuspielen. Genauso Vanquish: Für den Test habe ich Mikamis Actionfeuerwerk selbstverständlich durchgespielt, derzeit lockt mich ein zweiter Anlauf. Aber woher die Zeit nehmen?
Gut, dass ich mit dem Schattenläufer und seinen Rätseln des dunklen Turms abgeschlossen habe – knapp zehn Stunden voller Hüpfereien und seichter Schalterrätsel haben mir gereicht. Fable III soll ja laut unserem Tester Max auch sehr spielenswert sein...vielleicht ja mal im Frühjahr, aktuell muss Molyneux' Rollenspiel warten. Genaus wie Fallout: New Vegas. Ebenso die Wii Party, die ich gerne mal an einem Samstag-Abend mit Freunden feiern würde. Medal of Honor kann ich zum Glück als abgehakt betrachten – die Kampagne war mit sechs Stunden ohnehin recht kurz, den Mehrspieler-Modus hab ich unterm Strich länger gespielt. Von Super Sribblenauts hat mir die gute Stunde gereicht, die mich Kollege Michael hat reinschnuppern lassen – wie er fand ich Teil 1 viel ausgereifter. Nächstes Spiel bitte!
Da kommt mir Namcos Lightgun-Trio gerade recht. Dazu brauche ich nicht mal PlayStation Move. Ich stecke einfach meine G-Con 3 an die PlayStation an und los geht's. Time Crisis: Razing Storm rockt die Hütte und die Fluch der Karibik-inspirierte Schießerei Deadstorm Pirates ist auch für die ein oder andere Mehrspieler-Runde gut. Wie praktisch, dass ich Time Crisis 4 schon als einzelnes Spiel im Regal stehen hab und das also schon kenne. Der nächste gute Bekannte auf meinem Spiele-Terminkalender ist Sonic: Wie Ihr der aktuellen M! entnehmen könnt, hat mich sein Retro-Comeback in Sonic the Hedgehog 4 nicht sonderlich begeistert – mit Sonic Colours, das für Wii und DS kommt, habe ich wesentlich mehr Spaß. Zwei unterschiedliche Spiele bedeuten aber auch zwei mal Spielzeit. Schwamm drüber – Sonic verdient meine Zeit!
Und schließlich hab' ich bis zum Release von Call of Duty: Black Ops ja noch ein paar Tage Zeit. Außerdem werd' ich die Solo-Kampagne sicher wieder an zwei Abenden geschafft haben - dann wartet ja 'nur' noch der gigantische Multiplayer-Modus. Wie klug von mir also, dass ich mir kürzlich ein günstiges Kane & Lynch 2 gekauft habe – trotz lahmen Spielablauf fand ich den Look so cool, dass ich den kurzen Actioner eigentlich noch durchzocken wollte. Das muss warten. Ebenso der zweite Durchlauf von Pang: Magical Michael für DS. Weil ich den Deutschland-Release (irgendwann dieser Tage) des Knobel-Revivals nicht abwarten konnte, hatte ich mir vor einigen Wochen die UK-Fassung bestellt und sie auch schon fleißig gezockt. Nur die geheimen Level – die hab' ich noch nicht alle geschafft.
God of War: Ghost of Sparta ist natürlich auch Pflichtprogramm. Zum Glück hat das Michael fürs letzte Heft schon getestet – ich kann das also schön in Ruhe daheim auf der Couch genießen. Auf der Couch? Klar. Zum einen spiele ich zuhause durchaus mit den Handhelds, zum anderen hab' ich zum Zugfahren doch gar keine Zeit. Wie auch? Die Tage erscheint ja noch Fist of the North Star: Ken's Rage. Endlich schafft es mal wieder ein Spiel zu meiner (fast) liebsten Anime-Franchise nach Deutschland. Und dann auch noch mit mehr Blut als in Japan. Pflichtkauf! Weniger Splatter, dafür mehr tolle Musik und perfekt designte Hüpfpassagen erwarte ich mir von Donkey Kong Country Returns, das Anfang Dezember ansteht. Ich weiß zwar noch nicht, wann ich es spiele – aber ich MUSS es spielen. Assassin's Creed Brotherhood muss noch ein bisschen warten. Mit Teil 2 hab ich locker 30 Stunden verbracht. Das hab ich auch mit der Bruderschaft vor, aber wohl leider nicht mehr in diesem Jahr. Beim Thema GoldenEye für Wii bin ich zwiegespalten – einerseits will ich wissen, wie die Jungs den Klassiker auf Vordermann gebracht haben, andererseits wird es ein SD-Shooter im Zeitalter vom Call of Duty-HD-Krachbumm schwer haben, mich von den Socken zu hauen.
Nun kommen wir fast schon zum Ende meines 4.Quartal-Spiele-Marathons: Das verträume Majin and the Fallen Realm von Game Republic will ich eigentlich auch unbedingt noch zocken. Ebenso Gran Turismo 5. Aber vielleicht habe ich ja Glück und Sony verschiebt den Rasertraum auf 2011. Zudem bin ich froh, dass mich nicht alle Games interessieren: Was wenn ich Star Wars: Force Unleashed 2, Castlevania: Lords of Shadow, 007: Blood Stone, Need for Speed: Hot Pursuit, Professor Layton, Rock Band 3, DJ Hero 2 und die ganzen coolen Download- und Indiegames jetzt auch noch spielen wollte?
Das bringt mich dann auch schon zum meinem abschließenden Fragenkatalog an Euch: Wie macht Ihr das? Welche Highlights holt Ihr Euch sofort, welche werden aufs nächste Jahr geschoben. Und ist dafür der aktuell noch hohe Preis der Spiele verantwortlich oder auch der Zeitmangel. Nehmt Ihr vielleicht sogar Urlaub fürs Zocken, verschiebt den Ski-Trip nach Österreich für Assassin's Creed und Call of Duty?

Am vergangenen Wochenende fanden auf der deutschen...pardon...spanischen Ferieninsel Mallorca die ersten Pro Evolution Soccer World Finals statt. Im malerisch gelegenen Küstenort Porto Petro tummelte sich auf Konamis Einladung hin die Weltelite der PES-Spieler. Erstmals waren bei der alljährlich stattfindenden Veranstaltung nicht nur Spitzenspieler aus Europa, sondern auch solche aus der ganzen Welt vertreten. Damit wurde aus der Europameisterschaft eine Weltmeisterschaft – oder eben die World Finals, wie das im Konami-Jargon heißt.

Bevor am Samstag die PES-Profis zum Pad griffen, duellierten sich die anwesenden Journalisten am Freitag Abend. Hier wurde schon mit PES 2011 gezockt – schließlich hatten wir ja alle schon eifrig die Testversion gespielt. Leider konnte ich die hohen Erwartungen (Vorrunde überstehen!) nicht erfüllen – ich musste mich meinem Ex-Kollegen Philip geschlagen geben. Der schied anschließend im Viertelfinale gegen den finnischen Redakteur Thomas aus – der wiederum gewann das Journalisten-Turnier.

Am nächsten Tag stellten sich PES-Oberboss Shingo 'Seabass' Takatsuka (der äußerst interessiert dreinblickende Japander links) und European Team Leader Jon Murphy (rechts) meinen bohrenden Fragen. Das Ergegnis gibt's in der nächsten M! Games. So viel sei aber schon verraten: Jon Murphy hält Ubisofts letztjährigen Arcade-Kick Pure Football für...ähm...nicht gut.

Am Samstag abend stand dann der Showdown der PES-Fanatiker an. Für Deutschland war ein in der Szene seit langem bekanntes, sympathisches Duo am Start: Sven 'S-Butcher' Wehmeier (links) und Dennis 'WiDe' Winkler (rechts). Natürlich wurde in diesem Turnier quasi als Saison-Abschluss noch mit Pro Evolution Soccer 2010 gespielt.

Gerade für Dennis, den amtierenden deutschen Meister, lief es bereits in der Vorrunde schlecht. Nach seinem Startsieg unterlag er dem Franzosen 'Quaker' in einem packenden Duell – und erwies sich als fairer Sportsmann, als er dem aggressiv herumbrüllenden Franzosen dennoch zum (verdienten) Sieg gratulierte. Weil auch Dennis' letztes Gruppenspiel gegen den israelischen Champ verloren ging, musste er bereits in der Gruppenphase die Koffer packen.

Für eine kurze Verschnaufpause sorgten die spanischen Konami-Mitarbeiter, die den Event ausrichteten. Sie hatten die Wärme, welche eine laufende PS3-Konsole abgibt, massiv unterschätzt. Bereits nach den ersten Matches überhitzten die in weißen Holzboxen versteckten PS3-Konsolen. Nachdem bei jeder Box aber der Deckel entfernt wurde, konnte das Turnier weitergehen. Viele Turnierteilnehmer nutzten die Unterbrechung für einen Blick nach draußen...

Der an einer kleinen Bucht gelegene Austragungsort Porto Petro bot einige wunderschöne Ausblicke. Und auch die spanische Moderatorin...

...war ziemlich hübsch anzusehen. Die Dame leitete kompetent durch den Abend, wurde geschätzte 5.000 Mal fotografiert und hatte – dank Mikrophon und lautem Stimmorgan – die Zockermeute stets fest im Griff.

'S-Butcher', aktueller deutscher PES-Vizemeister, erwischte einen weit besseren Abend als sein Kumpel 'WiDe'. In der Vorrunde fegte er u.a. den koreanischen Meister vom Platz, auch im Achtelfinale und Viertelfinale (hier bei seinem Match gegen den englischen 'Footiemaster') war der Deutsche siegreich. Im übrigen überraschte uns das schlechte Abschneiden der Asien-Fraktion doch ein wenig: Alle Teilnehmer aus Japan, Korea und China schieden bereits in der Vorrunde aus.

Im Semifinale traf 'S-Butcher' auf den Portugiesen 'Christopher' – der erhielt beim Einstellen der Taktik die letzten Tipps von einem französichen Kumpel und setzte sich dann überraschend deutlich mit 5:1 gegen 'S-Butcher' durch.

Im anderen Halfinale verzauberte uns der erst 13jährige Italiener 'Ettorito97', der zusammen mit seinem PES-verrückten Papa angereist war. Uns verriet der stolze Vater, dass er schon seit drei Jahren keine Chance mehr gegen den Sohnemann hat. 'Ettorito97' besiegte seinen Gegenspieler 'The Greek' aus England mit 4:2 und zog ins Finale gegen 'Christopher' aus Portugal ein.

Das Finale gewann der Portugiese Christopher Morais knapp mit 2:1. Anschließend freute er sich nicht nur über den Titel 'PES-Weltmeister' sondern auch über einen Gutschein für ein luxuriöses Fußball-Wochenende – überreicht von Takatsuka und Murphy. Leider hatte auch der schon vorher unangenehm ausgefallene Schreihals 'Quaker' (siehe oben) seinen Autritt beim Finale, als er jede missglückte Aktion des 13jährigen Gegners von 'Christopher' laut beklatschte – Fairplay sieht anders aus.

Verdient hatte 'Christopher' seinen Sieg aber allemal. Der Portugiese hatte während seiner sieben Matches zahllose perfekte Spielzüge, Tricks und Tore gezeigt – hier kommt ein M!-Redakteur, der seit 10 Jahren leidenschaftlich Pro Evolution Soccer spielt, aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kein Wunder also, dass 'Christopher' beim Sieger-Interview etwas erschöpft aussah...
Unser Fazit der PES World Finals: eine schöne Location, ein spannendes Turnier mit vielhochklassigem Fußball und ein PES-Produzent, der offensichtlich plante, den frischgebackenen Weltmeister samt Moderatorin mit dem Siegerscheck zu erschlagen. Oder wie deutet Ihr dieses letzte Foto von unserem Mallorca-Wochenende?


Barbie als letzte nicht-männliche Protagonistin in einem Activision-Spiel? True Crime: Hongkong war als Black Lotus samt weiblicher Heldin geplant? Spiele mit Damen in Hauptrollen verkaufen sich schlecht?
Nachdem ich diesen interessanten Artikel der ebenso seriösen wie glaubwürdigen US-Kollegen von gamasutra.com gelesen habe, muss ich doch mal wieder den Kopf schütteln über so manche Leitlinie von Activisions Firmenpolitik.
Für alle, die Leigh Alexanders Ausführungen nicht kennen, hier die Essenz: gamasutra.com hat mit mehreren ehemaligen Mitarbeitern von Activision gesprochen und pikante Details über die Rolle der Frauenwelt in Activision-Spielen erfahren. So startete zum Beispiel das jetzt bei United Front Games in Entwicklung befindliche True Crime: Hongkong als Black Lotus in den Köpfen der Treyarch-Mitarbeiter. Weil Activision das Konzept einer weiblichen, von Schauspielerin Lucy Liu inspirierten Protagonistin aber scheinbar missfiel bzw. man dessen Chancen auf dem Markt für gering einstufte, wurde beschlossen, den Titel in eine True Crime-Fortsetzung mit männlichem Hero umzuwandeln.
Grund für Activisions Abneigung gegenüber weiblichen Spielehelden sind scheinbar einmal mehr monetäre Gründe: Fokus-Tests hätten ergeben, dass die Spielergemeinde weniger an Titeln mit Frauenpower interessiert sind. Die mäßigen Verkaufserfolge von Bayonetta oder Wet werden als Belege für diese These aufgeführt.
Der ehemalige Raven Software Designer Manveer Heir (Raven gehört Activision) fordert mehr Diversität, mehr Abwechslung bei den Spielkonzepten und Spielfiguren – der meist männliche weiße Held sei ausgereizt. Zu seinem Glück arbeitet Heir jetzt bei BioWare – seit vielen Jahren ist die kanadische RPG-Schmiede für starke Frauenrollen und geschlechtliche Gleichberechtigung in ihren Titeln bekannt.
Ich kann über Activisions Abneigung gegenüber Spieleheldinnen (die gamasutra.com durchaus glaubhaft verargumentiert) bzw. über die allgemeine Unterversorgung mit weiblichen Spiele-Ikonen nur den Kopf schütteln. Lara Croft hat's doch vorgemacht, dass auch digitale Mädels die Massen mobilisieren können. Und eine Faith (Mirror's Edge), Nariko (Heavenly Sword) oder Vanessa Z. Schneider (P.N. 03) finde ich persönlich viel spannender als Call of Duty-Hackfresse Nr. 215, Gears of War-Muskelklötze in XXXL oder ein langweiliges Ex-Cop-Ungesicht wie in Dutzenden aktuellen Third-Person-Shootern. Und nein: Auch Mr. Uncharted Nathan Drake ist 'ne stinklangweilige Socke, die kein Mensch (egal ob Mann oder Frau) braucht.
Nicht zuletzt mein geliebtes Beat'em-Up-Gerne und dort vor allem SNK haben gezeigt, dass Charakterköpfinnen (man verzeihe mir den grammatikalischen Unsinn) gefragt sind. Und wenn Activision weiter glaubt, dass sich Spiele mit tragenden weiblichen Rollen schlecht verkaufen, dann sollen sie ruhig mal einen Blick auf die Final Fantasy-Serie richten – man muss kein großer Kenner japanischer Rollenspiele sein, um zu wissen, dass nicht zuletzt hier immer wieder starke Frauen mit von der Party (noch so ein schwaches Wortspiel...) sind.
Stimmt Ihr mir zu oder wollt Ihr nur Testosteron in Euren Spielen?
Kann eine Bayonetta mit Dante mithalten?
Ist Lara Croft noch cool?
Vor wenigen Tagen hat Sony Amerika eine neue Art der Spiele-Demo als Eintrag beim Patentamt angemeldet: Der Spieler erhält zunächst ein (fast) komplettes Spiel, das jedoch nach und nach wichtige Features einbüßt. Je nachdem wie oft Ihr die Demo zockt oder wie lange Ihr das Spiel daddelt, fallen bestimmte Optionen weg.

Modulschaft öffnen, Spiel einlegen, Powerknopf drücken – los geht's!
So war das damals bei NES & Konsorten: kein Konsolenmenü, kein Einstell- und Profildschungel, keine Ladezeiten. Einfach nur Spielen.
Erinnert Ihr Euch an diese Zeiten? Zeiten, in denen die Optionen eines Spiels aus "Easy – Medium – Hard" bestanden? Zeiten, in denen eine Zweispieler-Variante das höchste der Modi-Vielfalt war?

Letzte Woche haben wir Euch gebeten, die spielerischen Aufreger des letzten Jahres zu küren – welche Games haben an Euren Nerven gezerrt, welche Euer Spielspaßempfinden beleidigt.
Um es fairer zu gestalten, haben wir zwei Kategorien bestimmt: 1. echte Flops und 2. nicht erfüllte Erwartungen
(...weil z.B. Killzone 2 trotz so manchem Kritikpunkt nun mal kein Softwaremüll ist)
Und hier sind die Gewinner...
Echte Flops:
Wir haben für Euch die deutsche Tekken 6-Meisterschaft in München besucht (fand am 27. November statt) und mit der Kamera kräftig draufgehalten. Das Ergebnis seht Ihr hier in Form eines brandneuen Videoblogs – inklusive großer Siege, hochtrabender Reden und toller Tekken-Fights.
Das ausführliche Interview mit dem Deutschen Meister Erdal Özer findet Ihr in der kommenden M! Games, die am 31. Dezember erscheint.

Am Freitag, den 27. November, veranstaltet NamcoBandai in München die Deutsche Tekken-Meisterschaft. Tekken – Ihr wisst schon, das ist dieses nicht ganz unbekannte Prügelspiel, das seit (Konsolen-) Generationen für zerstörte Controller, zerbrochene Freundschaften und kilometerlange Juggle-Combos steht. Außerdem hat uns auch die neue Episode mit dem Namen Tekken 6 richtig gut gefallen (wie gut, das könnt Ihr hier nachlesen).
Meine Lips-Lieder sind weg. Verschwunden. Entführt. Ich will sie wiederhaben. Wie es dazu kam, das lest Ihr hier – auch wenn Euch das Spiel nicht interessiert, dieser Exkurs in die unverständlichen Untiefen des Lips-Universums könnte Euch gefallen.
Damit Ihr nicht gleich so verwirrt seid wie ich, hier erstmal die nüchterne Aufzählung der Fakten in ihrer korrekten zeitlichen Abfolge: