Of Orcs and Men – im Test (PS3)

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Game of Thrones-Entwickler Cyanide liefert ein zweites Rollenspiel gleicher Machart, diesmal spielt Ihr jedoch Monster: Orc und Goblin ziehen aus, um der Tyrannei der Menschen ein Ende zu bereiten. Dazu schließen sie sich in zahlreichen Quests dem Widerstand an und führen schließlich die Revolte zum Sieg. Der Ablauf ist wesentlich übersichtlicher als in anderen Rollenspielen: Ihr handelt und plaudert im Lager, um anschließend lineare Questlevels aufzumischen – zu entdecken gibt es hier wenig, Ihr stürmt mehr von Schlacht zu Schlacht. Diese sind allerdings spannend arrangiert, da Ihr allerlei Teamstrategien einsetzen dürft: Der Goblin kann sich z.B. anschleichen und gefährliche Widersacher meucheln, um die wütende Meute anschließend in die Arme des Orcs zu locken. Dieser darf seinen kleinen Freund auch werfen, um ganze Wachtrupps zu betäuben oder entlegene Plattformen zu erreichen. Ihr wechselt zwischen dem Heldenduo und programmiert per Zeitlupenmodus bis zu vier Manöver je Charakter: Bei den Kampftechniken wechselt der Orc zwischen offensiven und defensiven Megaattacken, während der Goblin mit dreckigen Tricks, Wurfmessern und Doppeldolch hantiert – auch Combomanöver mittels Gift und Verwundungen sind möglich. Die Kameraführung klappt im Vergleich zu Game of Thrones deutlich besser, die verzwickte Gegnerfixierung wurde jedoch nicht optimiert. Rollenspieler genießen prächtige Grafiken, die allerdings völlig interaktionsfrei sind: Je Level gibt es meist ein Item zu finden, das man nur in seltenen Fällen in einem Nebenraum suchen muss – die meisten Maps sind schnurgerade. Der Gipfel der Einfallslosigkeit ist die Währung ’Handelspunkte’ und die geistig abwesenden Passanten. Immerhin wird zwischen den Levels die Handlung anschaulich präsentiert, zumal Ihr auch Entscheidungen treffen dürft – der Zwist im ungleichen Heldenduo ist leider mehr zickig statt witzig in Szene gesetzt.

Oliver Ehrle meint: Opulente Kämpfe, stattliche Umgebung und kein Szenario von der Stange: Of Orcs and Men ist durchaus unterhaltsam, auch wenn das Drumherum mehr als karg ausfällt. Leider macht sich die Gegnerfixierung öfters selbstständig, was mich ordentlich fluchen lässt. Und auch aus dem Heldengespann hätte man mehr herausholen können, z.B. mit einem witzigen Sychronsprecherduo à la Bud Spencer und Terence Hill. So kommt das Abenteuer etwas trocken daher, zumal an allen Ecken und Enden an Interaktion gespart wurde und inhaltliche Überraschungen weitgehend ausbleiben.

  • zieht mit Monstern gegen Menschen
  • trickreiche Kämpfe mit Teamtaktiken
  • ergattert Boni und alternative Szenarien
  • interaktionsfreie Umgebung
  • auffallend geradlinige Levels

Misch die Menschen auf: lineares Monster-RPG mit verzwickter Gegnerfixierung, aber trotzdem spannenden Schlachten.

Singleplayer68
Multiplayer
Grafik
Sound
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