
| Spiel: | Binary Domain |
| Publisher: | Sega |
| Developer: | SEGA |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 3 / 2012 |
Wer Segas Actiontitel Binary Domain zum ersten Mal sieht, dem schießt vermutlich der Will-Smith-Kinofilm I, Robot ins Gedächtnis schließlich ist sowohl das Design der Umgebung als auch das der Roboter recht ähnlich. In Bewegung erinnert das Spiel an ein langsameres Vanquish. Wer das nicht gespielt hat, ersetze bei Gears of War die Locust durch Blechkübel und schon steht die Blaupause von Binary Domain. Euch erwartet ein zirka zehnstündiger Third-Person-Actiontrip ins Japan der Zukunft.
Als Mitglied einer sogenannten Rost-Crew sollt Ihr Beweise finden, dass der Amada-Konzern gegen die Neue Genfer Konvention verstoßen und heimlich humanoide Roboter erschaffen hat, die äußerlich nicht von Menschen zu unterscheiden sind. Diese Seelenlosen stellen nicht nur den Grund Eurer Mission dar, sondern auch ein wiederkehrendes Motiv, das die Spannung hochhält: Sind die Kollegen, die im Laufe des Spiels an Eurer Seite kämpfen, wirklich Menschen? Oder hat sich ein Blechagent des Feindes eingeschlichen?
Während Ihr Euch durch Fertigungshallen ballert, die morbide Unterstadt durchstreift, im Hafenbecken planscht, über die Autobahn rast oder futuristische Industriekomplexe vom Roboterpack säubert, stehen Euch fast immer ein bis drei KI-Kollegen zur Seite. Sie ballern mit, räumen die Feinde aber nie alleine ab. Ist die Luft rein, laden Eure Mitstreiter zu Plaudereien. Im Kampf gebt Ihr simple Kommandos wie Angreifen oder Deckung liegt Ihr verwundet am Boden und wollt keines Eurer Medipacks einwerfen, ruft Ihr sie zu Hilfe. Das funktioniert mittels übersichtlichem Kommando-Auswahlmenü oder passend zum Sci-Fi-Setting futuristisch via Sprachsteuerung.
Wie in Epics Xbox-360-Shooter sprintet Ihr per Knopfdruck übers Schlachtfeld, hechtet in alle Richtungen, flankt über Deckung oder duckt Euch dahinter in Sicherheit die Steuerung flutscht und lässt auch in puncto Zielgenauigkeit keine Wünsche offen. Ihr könnt den Robo-Gegnern Beine einzeln abschießen, Panzerteile wegsprengen oder die Rübe runterpusten. Gerade auf höheren Schwierigkeitsstufen ist das Schwächen und Verlangsamen der teils sehr zahlreichen Feinde der Schlüssel zum Sieg. Neben Eurem Standard-MG, das Ihr an Shops in vielen Kategorien aufrüstet, und einer Pistole könnt Ihr zusätzlich eine dicke Wumme tragen fernab von Genrestandards (Shotgun, Sniper Rifle) wird hier leider nichts Kreatives geboten. Nett ist dagegen die Option, Standardfeinde per Schockwelle zu zerbröseln bzw. schwere Brocken ins Wanken zu bringen.
Zusätzlich erwerbt Ihr in den fair über die Levels verteilten Cyber-Krämerläden zig verschiedene Nanomaschinen die weist Ihr Eurem Helden Dan oder Euren Kameraden zu, damit Ihr u.a. mehr aushaltet, Euch rascher erholt oder fixer nachladet.
Wer denkt, dass in Binary Domain abseits der teils langen und interessanten Zwischensequenzen nur geballert wird, hat recht: Nur wenige Quick-Time-Events (z.B. der Sprung vom brennenden Lkw-Anhänger) testen Eure Reflexe, kurze Fahr- bzw. Rutschpassagen lockern das Geschehen auf, sind aber spielerisch irrelevant. Die für heutige Verhältnisse zahlreichen Bossfights konfrontieren Euch mit einfallsreichen Ungetümen, die vom Hightech-Gorilla bis zum Transformers-ähnlichen Metallmonster auf Rädern reichen.
Während das Aussehen Eures Helden aus der US-Marine-Klonmaschine stammen könnte, glänzt der Shooter des Yakuza-Teams rund um Toshihiro Nagoshi (Daytona) und Masayoshi Kikuchi (Jet Set Radio) beim Design der künstlichen Figuren. Gestrenge Polizei-Androiden, naive Roboter-Empfangsdamen oder aggressive Killer im Terminator-Look verleihen dem Spiel Charakter die Krönung ist Euer Robo-KI-Kollege Cain, der ein Halstuch trägt und mit französischem Akzent parliert.
In grafischer Hinsicht ist Binary Domain oftmals arm an Details, dafür bleiben Ruckler aus und Roboter wie Umgebungen punkten mit schicken Oberflächen und Reflexionen.
Der Mehrspieler-Part von Binary Domain bietet zahlreiche Versus-Modi (von TDM über CTF bis KotH) und fünf Charakterklassen er schlägt sich ordentlich, macht aber im Gegensatz zum Solo-Modus keinen Stich gegen den Online-Part von Gears dazu sind die Shoot-outs zu behäbig. Die Horde-inspirierte Koop-Variante Invasion leider unter häuftigen Verbindungsfehlern.
- 6 Kapitel mit insgesamt 23 Abschnitten
- Ihr wählt Eure KI-Mitstreiter selbst aus
- Story nicht kooperativ spielbar
- automatische Heilung plus Not-Medipacks
- PS3-Version installiert 3,8 GB auf Festplatte
Matthias Schmid meint: Mann, hatte ich einen Spaß mit diesem Spiel! Dachte ich bei der Ankündigung noch Gähn, nur Roboterfeinde, sind mir die Blechbuben ans Herz gewachsen selten konnten Feinde derart effektvoll und spaßig zerlegt werden. Wenn die Metallteile durch die Gegend spritzen, sieht das klasse aus und fungiert hervorragend als Trefferrückmeldung. Die Story bildet einen netten Rahmen für die Dauerballereien, kratzt die spannende Materie ‘Roboter an der Grenze zur Menschlichkeit’ aber nur oberflächlich an. Die steife deutsche Sprachausgabe geht gerade noch in Ordnung, manch langatmige Baller-aus-dem-Auto-Szene stört den Spielfluss, manch hölzerne Animation das Auge. An anderer Stelle trumpfen die japanischen Entwickler mit sehenswert inszenierter Action und dramatischen Cutscenes auf.
Griffiger Sci-Fi-Shooter mit coolen Feinden und großartiger Trefferrückmeldung, der das Genre aber kein Yota weiterbringt.
| Singleplayer | ![]() | 80 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |












So hab das Spiel seit Heute auch durch und muss auch sagen, dass ich es besser bewerten würde… von mir wären es ca. 85%. Ja es ist ein Gears-Klon und das Deckungssystem funktioniert bei Gears deutlich besser. Aber ich finde die Character hier deutlich ansprechender. Die normalen Kämpfe sind bei Gears anspruchsvoller, allerdings ist bei BD für die großen Gegner wiederum mehr Anspruch gefragt. Man muss sich dauernd bewegen und sich auf die verschiedenen Angriffe einstellen. Auch die Story und das Design sagen mir bei BD mehr zu.Gears 3 würde ich persönlich eher 80% geben… so zur Orientierung… (finde den ersten Gears Teil am besten).Über den Multiplayer kann ich nichts sagen, spiele eher selten online.Ah ja.. der große Vorteil von Gears ist zudem der Story-Co-op Modus.Noch ein letzter Hinweis: Das erste Kapitel ist nicht wirklich für das Spiel repräsentativ. Das ist mit Abstand der schwächste Part vom Spiel.. und die Charaktere werfen einen blöden Spruch nach dem anderen raus.. wollte die Konsole schon nach dem ersten Kapitel aus machen.
Habs mir erst vor kurzem zugelegt und bin begeistert. Schade, dass heutzutage immer gleich herumgebruellt wird ‘Das ist doch bloß ein billiger Klon von Spiel X’… Sicher, Binary Domain hat von der Spielmechanik viel mit Gears gemein, aber das macht es noch lange nicht zu einem Klon, erst recht nicht zu einem billigen. Epic hat mit Gears das Rad auch nicht neu erfunden. Ich finde die Single Player Kampagne von Binary Domain sogar um laengen besser als die von Gears. Schade, dass laut VGChartz nur so wenig Exemplare verkauft wurden. Ich wuerde mich ueber eine Fortsetzung freuen.
Ich habe gestern die Demo gespielt und mir gefällt das Spiel sogar etwas besser als Gears of War. Die Robo-Gegner sind zwar nicht der Hit, aber abwechslungsreich genug und die Locust sind nicht unbedingt besser. Zudem gefällt es mir bei BD, dass die Team-Mates alle anders aussehen und nicht alle die typische Space Marine Optik von Gears haben, die einfach nur dick und bepackt in ihrer Rüstung aussehen. Zu allerletzt gefallen mir das arcadelastige Spielgefühl und die Umgebungsgrafik auch besser.Schade ist nur, dass es keinen Splitscreen Coop gibt 🙁
also ich war nach Dem Spielen der Demo schon voll begeistert, super Setting und spielt sich richtig Sega-typisch gut, werd es mir kaufen.Posted from PSVita 😀
@ Ulrich: Damit hast du latürnich recht, also, mit dem Podcast-Nicht-Gehört-haben.Und ohne Fragen bezüglich irgendwelcher “”Veröffentlichungspolitik”” weiß man/ich das halt nicht. Es gab ja mal sowas wie Feedback im Podcast. 😉
Das Szenario von Binary Domain ist phänomenal – und wurde auch von Toshihiro Nagoshi super umgesetzt. Hab das Game, gleich nachdem ich hier auf Maniac.de vom Hollow Child Trailer eine verpasst bekommen habe, bestellt. Bereue nichts und empfehle es jedem Sci-Fi Fan. Achso, noch was: “”I was pretty surprised by this multiplayer…””
[quote=Kaoru zero one]wie ich davon ausgehe das da spiel bald verdammt billig wird….wird vermutlich bald rotieren :)[/quote]dies.außerdem hat mir in der demo die hintergrundmusik ziemlich gut gefallen und nagoshi und sein team sind ohnehin kompetente entwickler.
Nein, Gears hat Michael gemacht, der ja auch immer gut auf Schwachstellen hinweist, ist ja áuch wichtig.Der BD Test war da etwas oberflächlicher.
Baran:Das heißt vor allem, dass du mindestens die letzten beiden Episoden nicht gehört hast, sonst würde sich die Frage erübrigen.Abgesehen davon hat die “”Veröffentlichungspolitik”” vom einen mit dem anderen nichts zu tun.
Ja, so versteht man/ich es besser.^^Wurden beide Tests den von der selben Person gemacht?Den Metascore erwähnte ich, weil es den Anschein erweckte, dass du die Prozentwertungen vergleichen wolltest.
Was meinst du mit Metascore?Ich würde aber sagen, dass beim lesen des BD Tests durchgängig eine positive einstellung zum Spiel zu erlesen war. Beim GoW3 Test hieß es dann: es ist zwar ein gutes Spiel aber das, das und das ist Kacke.Aber hast recht mit den Wertungen, so wie ich es jetzt formuliert habe, ist es vielleicht besser 😉
@ khaosDas Vergleichen von Wertungen ist mMn lächerlich.^^Es sagt zwar etwas (-> wenig) aus, ist aber immer noch eine individuelle Meinung.Wenn du sowas schon meinst vergleichen zu müssen, schau dir den Metascore oä an.
ich hatte die wahl zwischen asura ´s wrath und den sega-robos. da ich grad eher lust auf ne knallerei hatte (asura wird irgendwann nachgeholt) , entschied ich mich für binary domain.mir macht es spaß und es kommt halt auch dieses gewisse sega-flair auf. was mir auch sehr gefällt, sind die wirklich feinen gesichter der charaktere. da musste ich schon öfters an shen mue denken.von der action isses auch ok, auch wenn es jetzt nicht diese over the top-schiene wie vanquish fährt.kann es nur empfehlen-den uk import bekommt man ja dann recht günstig….
Das heißt also zukünftig, daß selbst die Veröffentlichungen von Tests auf der Webseite noch vor einer Besprechung im Cast kommen, sofern da der Titel überhaupt besprochen wird?
habe das spiel schon durch und würde es sogar besser bewerten. es ist zwar nicht so genial wie vanquish da die kämpfe eher in richtung gears of war gehen aber es hat schon sehr viel spass gemacht. die trefferrückmeldung bei den robotern ist schon was besonderes 🙂
wie ich davon ausgehe das da spiel bald verdammt billig wird….wird vermutlich bald rotieren 🙂
Im Vergleich zu den 86% von Gears 3 empfinde ich die 80er Wertung für Binary Domain als deutlich zu hoch.Zumal es sich hier wieder einmal um eine dreiste Kopie von Epics Shooter handelt, welche in so ziemlich allen Belangen nicht die Qualität der Gears Serie erreicht.Denkt man dann nocheinmal an den extrem umfangreichen Multiplayer von GoW3 erscheint mir ein Wertungsunterschied von nur 6% als deutlich zu wenig.