
| Spiel: | Dragon Fin Soup |
| Publisher: | Grimm Bros. |
| Developer: | Grimm Bros. |
| Genre: | Strategie |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4 |
| USK: | |
| Erschienen in: | 12 / 2015 |
Fast 120.000 US-Dollar kamen bei Kickstarter für Dragon Fin Soup zusammen. Versprochen wurde eine Mischung aus handlungsgetriebenem, rundenbasierten Taktik-Rollenspiel und knackig schwerem Roguelike mit krassem Humor und einer prozedural generierten Welt. Drinnen ist das zwar alles, wirklich gut fühlt sich davon aber nichts an.
Der Story-Modus erzählt die Geschichte einer Heldin zwischen Robin Hood und Rotkäppchen, die sich absichtlich in die Amnesie gesoffen hat, langsam jedoch von ihren Erinnerungen heimgesucht wird. Den (geklauten) Höhepunkt der klischeehaften Story gibt es direkt zu Beginn: Die Welt von Dragon Fin Soup befindet sich auf dem Rücken einer riesigen Weltraum-Schildkröte Discworld lässt grüßen. Das hat trotzdem was, ebenso wie die Option, ohne den genretypischen Permadeath zu spielen. Die deutsche Übersetzung ist gut, sowohl Sound als auch Musik sind stimmig und der Grafikstil erinnert an Giana Sisters: Twisted Dreams das wars dann aber auch mit dem Positiven. Denn die zufallsgenerierten Welten sind so langweilig wie die darin verorteten 08/15-Quests und zudem vollgestopft mit Vegetation: Ständig lauft Ihr gegen Büsche, Bäume oder Steine und müsst Euch den Weg freiprügeln. In Kombination mit der Pokémon-artigen Von-oben-und-gleichzeitig-von-vorne-Kamera torpediert die Umgebung die Kämpfe, da sie ständig Eure Heldin und ihre Feinde verdeckt. Für ein Spiel, in dem jeder Zug zählt, ist das inakzeptabel. Garniert wird die Katastrophentorte von fehlenden Tutorials, schrecklicher Menüsteuerung und Item-Einfalt.
Denis Kuckmann meint: Stellt Euch vor, Ihr spielt Tetris. Doch statt frontal auf die Steine zu blicken, seht Ihr das Spielfeld nur von oben so fühlt sich Dragon Fin Soup in etwa an. Das Spielprinzip setzt darauf, dass Ihr Euch Eurer Umgebung bewusst seid, die Laufrouten der Gegner einschätzen und Fluchtwege sowie Rückzugsorte erkennen könnt. Faktisch ist das allerdings meist nicht möglich: Die unpraktische Perspektive, teils neblige Umgebungen und die Sicht blockierende Objekte machen Dragon Fin Soup zum unfairen Glücksspiel. Dass sich die alternativen Spielmodi Unendliches Labyrinth und Überleben noch stärker auf Zufall und Kämpfe verlassen, wirkt da fast schon wie Selbstparodie.
Rundenbasiertes Fantasy-Strategie-Abenteuer, das viel falsch macht.
| Singleplayer | ![]() | 3 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |












Im ersten Moment dachte ich noch “”ach das sieht aber nett aus””. Aber ich Blödmann muss ja auch anfangen das Ding zu “”spielen””. Selbst Schuld.
Das Spiel gab es letzten Monat umsonst über PS+. Es ist wahrlich grausam. Man fragt sich wirklich ob sich die Schöpfer dieses Machwerks wenigstens einmal richtige Gedanken über schlüssiges Gamedesign gemacht haben. Ich glaube die wollten einfach nur auf der Kickstarter-Erfolgswelle reiten und ohne allzu grosse Mühe Geld generieren.
[quote=Denis Kuckmann]
Tolles Spiel – gerne mehr davon!
[/quote]…. nichts.
Tolles Spiel – gerne mehr davon!