
Seite 1
| Spiel: | Killing Floor 2 |
| Publisher: | Deep Silver |
| Developer: | Tripwire Interactive |
| Genre: | Ego-Shooter |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4 |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 1 / 2017 |
Die Zeiten ändern sich. Ein Paradebeispiel für diese Floskel ist der Teamshooter Killing Floor 2. Wurde der PC-exklusive Vorgänger 2009 noch indiziert, bekommt man Teil 2 ungeschnitten im deutschen Handel. Wer jetzt von einer generell reduzierten Gewaltdarstellung ausgeht, täuscht sich. Die “Zeds” genannten, zombieartigen Monster lassen sich in handliche Stücke schießen, schneiden und sägen und mit ihrem Blut färbt Ihr die Levels in bester Splatoon-Manier nach und nach rot. Nur dass es hier nicht reicht, die Wände zu dekorieren – um gegen die immer stärkeren Feindwellen zu bestehen und den Sieg davonzutragen, müsst Ihr im Team arbeiten, Euch mit guten Waffen versorgen und an vorteilhaften Orten verschanzen.
Das alles klingt nach Left 4 Dead und den Zombie-Modi der Call of Duty-Serie – die Parallelen sind unverkennbar. Türen lassen sich zuschweißen, um Feinde temporär aufzuhalten, zwischen den Wellen versorgt Ihr Euch mit verdientem Geld an Stationen mit neuen Waffen und Munition und wer stirbt, muss bis zum Ende der Welle warten, bis er wieder einsteigen darf. Zu Beginn entscheidet Ihr Euch für eine Charakterklasse, die Eure Startausrüstung bestimmt. Jede Klasse lässt sich darüber hinaus durch passende Aktionen (wie Abschüsse mit einer speziellen Waffenkategorie) aufleveln und gewährt Euch dann Boni. In den Schlachten auf zwölf verwinkelten Karten nehmt Ihr es dann zu sechst mit bis zu zehn Zed-Wellen auf, die mit immer mehr dicken Brocken gespickt sind: Zu den normalen Monstern gesellen sich nach und nach kreischende Sirenen, kotzende Dickwänste, Kettensägenkiller, unsichtbare Nahkämpfer und wütende Kolosse mit Stachelfäusten. Zum Abschluss wartet einer von zwei Bossen: Der Patriarch malträtiert Euch mit Minigun und Raketenwerfer und heilt sich zwischendurch, Dr. Volter wirft mit Gasgranaten und zapft Euch Energie ab.
Neben dem normalen Survival-Modus schlagt Ihr Euch in VS Survival auf die Seite der Zeds oder spielt die Maps allein – beides macht signifikant weniger Spaß als der Standardmodus.
Technisch ist das hektisch-brutale Treiben nur Mittelmaß: Einige der Monster sehen hübsch-hässlich aus, Animationen, Texturen und die Levels sind aber nicht zeitgemäß. Der Sound passt: Die Spezialmonster kündigen sich durch markante Geräusche an, die Waffen klingen gut und unterstützt wird das Treiben von harten Metal-Riffs.








