
Dieser Artikel stammt aus der M! 334 (Juli 2021).
USA • In Zeiten der Mega- und ”Bulk”-Übernahmen ist EAs jüngster Studio-Zukauf recht unauffällig, fast schon bescheiden: Für einen ungenannten Betrag (aber bestimmt weniger, als man letztes Jahr für Codemasters zahlte) übernimmt EA Anfang Mai das kanadische Studio Metalhead Software. Der Konzern holt sich damit nicht irgendwelche Entwickler, sondern stärkt seine Sportspiel-Vormacht auf dem Heimmarkt USA. Metalhead wurde 2009 gegründet und produziert seitdem ausschließlich Super Mega Baseball-Simulationen – die sind gut und für alle Konsolen erhältlich, aber bislang noch ohne offizielle Lizenz und für deutsche Joypad-Sportler wohl kaum von Interesse.
Mitbewerber Take 2 (der beim Codemasters-Deal zu kurz kam) wiederum vergrößert seine Entwicklungsressourcen Ende Mai durch Fußballprofis und zahlt für das serbische Studio Nordeus knapp 225 Millionen US-Dollar in Cash sowie 90 Millionen US-Dollar in Aktien. Das Team mit Sitz in Belgrad startete 2010, ist heute 180 Köpfe stark und produzierte bislang Smartphone-Titel, darunter die Top Eleven-Management-Simulation, für die José Mourinho seinen guten Namen in Lizenz gibt.







