Joe Danger – im Klassik-Test (PS3)

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Screenshot von Joe Danger
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Eines der besten exklusiven Xbox-Live-Downloadspiele ist der herausfordernde Motocross-Geschicklichkeitstest Trials HD, auf den PS3-Besitzer bislang neidisch blickten. Mit Joe Danger vom vierköpfigen Indie-Entwickler Hello Games bekommen sie nun einen Zweirad-Titel, der auf seine Art genauso spaßig ausfällt.

Hier wie da schlüpft Ihr in die Rolle eines Motorradfahrers, der Hinderniskurse überstehen soll. Während Trials HD extrem auf präzises und vorsichtiges Vorgehen setzt, gibt sich Joe Danger zugänglicher. So steht nicht alleine im Mittelpunkt, wie schnell Ihr ins Ziel kommt, sondern was Ihr bis dahin alles anstellt. Auf jeder Piste erwarten Euch bis zu acht Herausforderungen: Dazu gehört es z.B., nach waghalsigen Sprüngen in vorgegebenen Zonen zu landen, alle blauen Sterne zu sammeln, keinen Buchstaben des Wortes ”DANGER“ zu verpassen oder eine durchgehende Trickcombo auszuführen. Erfreulicherweise müsst Ihr nicht alles in einem Durchgang erfüllen, sondern könnt die Aufgaben nach und nach angehen – nicht nur in dieser Hinsicht erinnert Joe Danger an frühe Tony Hawk-Episoden.

Die Steuerung ist angenehm simpel: Wheelies und Endos gehen leicht von der Hand, auch Stunts und Turboboosts lassen sich einfach auf Knopfdruck ausführen. So fällt es leichter, sich auf das Erkunden der idealen Linie und das Ausnutzen von waghalsigen Sprüngen zu konzentrieren. Joe Danger wird nie unfair und lässt Euch viel Spielraum, wann Ihr was angeht, wird aber schnell herausfordernd, wenn Ihr alle Ziele erfüllen wollt. Wildes Drauflosrasen bringt meist wenig, Streckenkenntnis ist wichtig und bei einem Sturz wird der Lauf abgebrochen – dank Rücksetzknopf könnt Ihr problemlos und schnell immer wieder starten.

Grafisch setzt Joe Danger auf einen knuffigen Star, der durch bunte Umgebungen saust: Der freundliche Cartoon-Stil grenzt sich angenehm vom heute so modischen grimmigen Düsterlook ab und entlockt Euch durch witzige Animationen ebenso ein Schmunzeln wie die Soundkulisse mit aufgeregtem Stadionsprecher. Perspektivisch lehnt sich Joe Danger an die Wii-Neuauflage von ”Excite Bike“ an, auch hier seht Ihr das Geschehen aus einer leicht schrägen Seitwärtsperspektive.

Dutzende Strecken sorgen für Langzeitmotivation bei Solo-Stuntmen, Splitscreen-Rennen für zwei Spieler fallen durch eine schwächere Bildrate und eine geringe Kurszahl weniger prickelnd aus. Kreative Köpfe freuen sich über den eingebauten Editor (der übrigens auch bei einigen Herausforderungen zum Einsatz kommt), mit dem kinderlicht eigene Pisten samt Looping und Haifischbecken gebastelt und ausprobiert werden können. Schade nur, dass der Tausch der Kreationen nur mit Freunden möglich ist, was übrigens auch bei Trials HD zutrifft – so schließt sich wieder der Kreis…

Vergnügliche Mischung aus ”Trials HD”, ”Tony Hawk” und ”Excite Bike”.

Singleplayer85
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