Grand Theft Auto: Liberty City Stories – im Klassik-Test (PSP)

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Zum europäischen PSP-Start hat es nicht gereicht, aber rechtzeitig vor Weihnachten steht der potenzielle Systemseller in den Regalen – Grand Theft Auto: Liberty City Stories ist da. Erstmals packt Rockstar keine ganz neue Episode auf den ­Datenträger, sondern bedient sich an existierendem Material: Ihr tummelt Euch auf Sonys Handheld in der gleichen Metropole, die 2001 der Schauplatz für die erste polygonale Episode GTA 3 war.

Die Handlung ist im Jahr 1998 ver­ankert, was sich im Erscheinungsbild widerspiegelt: So manches Gebäude stand damals noch nicht, andere ­wurden abgerissen und die Brücken zwischen den drei Stadt­teilen Portland, Staunton Island und Shoreside Vale befinden sich im Bau. Ihr schlüpft in die Rolle einer ehemaligen Nebenfigur: Toni Cipriani kehrt zum Leone-Clan zurück und muss sich erst wieder nach oben arbeiten und seiner ‘Familie‘ den Weg zur Macht ebnen. Serientypisch wird die Story durch das Absolvieren von zahlreichen Missionen voran getrieben: Holt bei auf dem Radar markierten Punkten einen Auftrag ein – eliminiert ­unliebsame Konkurrenten, bedroht widerspenstige Beamte oder sammelt Don Leones Lieblingskarre auf, für Abwechslung ist gesorgt. Weil Ihr den Weg zu Fuß absolvieren müsst, klaut Ihr Euch wie immer das Fahrzeug Eurer Wahl. Im Gegensatz zum GTA 3-Helden kann Toni nicht nur Automobile lenken, sondern hat auch den Motorrad-Führerschein gemacht. Wer zwischendurch einfach entspannen oder legitim Geld scheffeln will, darf sich außerdem zahlreichen ­Nebenbeschäftigungen widmen. Nur an den Strand solltet Ihr Euch nicht wagen, denn schwimmen kann Euer Mafiosi nicht.

Eine einschneidende Neuerung für die GTA-Serie verbirgt sich unscheinbar im Menü: Erstmals gibt es beim bislang hartnäckig als Solo-­Erlebnis firmierenden Ganoven-Epos die Möglichkeit, Multiplayer-Matches zu spielen. Maximal sechs Kriminelle können via WiFi-Verbindung antreten und sich in sieben Spielvarianten messen: Gebt Euch beim traditionellen Deathmatch Saures, verteidigt bei Team-Wettbewerben Eure Basis oder klaut die Nobelkutsche der Gegner, überlebt beim Survival entweder zu Fuß oder mit einem Panzer. Eine Spur friedlicher geht es zu, wenn Wettrennen durch die Stadt anstehen oder Ihr untereinander ausmacht, wer die meisten Karossen klauen kann.

Weil das Mafia-Business in der Regel nicht zimperlich ist, bekam die deutsche Fassung von Liberty City Stories die üblichen USK-bedingten ­Änderungen verpasst: Die gröbsten Gewaltexzesse fehlen ebenso wie Amokläufe, außerdem könnt Ihr keine unschuldigen Fußgänger gewinnbringend meucheln – ein kräftiges Maß Blut und Brutalität gibt’s aber weiterhin.

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HASaldi404
9. Juli 2023 20:57

Aufgrund der Zensur damals ignoriert

Lincoln_Hawk
9. Juli 2023 20:15

Wenn man nur mehr zeit hät

9. Juli 2023 20:06

Ich fand es damals total genial, Liberty City sogar in die Hosentasche stecken zu können.
Vice City später war sogar noch beeindruckender. War damals ne schöne Zeit mit der PSP für mich gewesen, wo ich deutlich mehr Spaß mit hatte, als mit der Konkurrenz von Nintendo. Aber ja, Zeiten ändern sich. 😉