Battlefield-Veteranen laden durch

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Dieser Artikel stammt aus der M! 358 (Juli 2023).

STOCKHOLM • Die 2002 vom schwedischen Studio Digital Illusions Windows-exklusiv gestartete, plattformübergreifend von EA vermarktete Battlefield-Serie gilt für viele als das Nonplusultra ­militärischer Multiplayer-Action. Ursprünglich im Zweiten Weltkrieg angesiedelt, simulieren spätere Teile auch moderne und futuristische Waffen, Fahr- und Flugzeuge in großen, offenen Landschaften und mit Schwerpunkt auf taktischem Teamwork.

2006 wird Digital Illusions übernommen und wächst als EA DICE zu einer weltweit geachteten Entwicklungsfabrik mit über 700 Angestellten. Längst nicht mehr dabei ist Battlefield-Erfinder Johan Persson. Im letzten Herbst verlässt dann auch Lars Gustavsson, der vor 22 Jahren als Battlefield 1942-Grafiker und -Produzent anfängt und die Serie seit 2005 als Lead Designer und Creative Director leitet, DICE und EA. Er nimmt einen Schwung von Battlefield-Profis mit, um Anfang dieses Jahres die Gründung eines unabhängigen Studios anzukündigen. Seit Mai steht die Finanzierung seiner Firma und auch deren Name: Time To Kill Games, kurz TTK, mit Sitz in Stockholm, will die ”Professionalität und Sicherheit einer großen Firma” mit dem ”Spaß eines kleinen, flinken Studios” verbinden, verrät Gustavsson GamesBeat.com, spricht von Flexibilität und einer ”unbeschriebenen Leinwand” und davon, dass er und seine Mitstreiter bei DICE in Führungsrollen endeten, obwohl sie lieber eigenhändig an Spielen gearbeitet hätten: ”Wir wollen etwas von Grund auf entwickeln, ohne uns um Vorhergehendes kümmern zu müssen.”

Zur TTK-Führung gehören neben CEO Gustavsson Technikchef Vidar Nygren, der die Entwicklung der Frostbite-Engine leitete, Senior ­Design Director Daniel Berlin, der nach seiner Arbeit an Far Cry 3 zu DICE stieß, sowie Peter Hoyles, der erst Fahrzeuge und Waffen für DICE gestaltete und dann Art Director von DICE Los Angeles wurde. Weitere Mitarbeiter finden wir durch LinkedIn-Recherche: Unter dem Quartett arbeitet als World Design Director Amo Mostofi, der Produzent der Catalyst-Neuauflage von Mirror’s Edge, als Senior ­Gameplay Engineer Johan Sylwander, dessen Programmiererkarriere 2005 mit Just Cause beim schwedischen Studio Avalanche begann, sowie Ex-Guerrilla-Mann und Horizon: Zero Dawn-Kampf-Designer Adriaan De Ruyter. Einen Publisher-Vertrag schloss TTK noch nicht und verrät zum Debütprojekt lediglich, dass es sich um eine neue IP und eine Online- und Multiplayer-Ballerei handelt.

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