
Seite 1
| Spiel: | Resident Evil Village |
| Publisher: | Capcom |
| Developer: | Capcom |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | Switch 2 |
| Erhältlich für: | PS4, PS5, Switch, Switch 2, XOne, XSX |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 4 / 2026 |
Wer jüngere Ableger der Resident Evil-Serie auf Switch erleben will, musste bis dato auf die fragwürdigen Cloud-Versionen ausweichen, die für eine einigermaßen passable Spielerfahrung eine bombenfeste Internetverbindung voraussetzen – alles andere als optimal. Fand offenbar auch Capcom und legt nun anlässlich des Requiem-Starts die nativen Switch-2-Fassungen von den Teilen 7 und 8 nach.
Village führt die Geschichte um Ethan Winters fort. Diesmal verschlägt es ihn in ein rumänisches Dorf, das sich als waschechter Horror-Themenpark entpuppt. Von hochgewachsenen Vampirdamen über Werwölfe bis hin zu Roboter-Zombies geht es hier allerhand abstrusen Kreaturen wieder deutlich actionbetonter an den Kragen. Wie im Fall von Resident Evil 7 ist die Switch-2-Fassung von Village eine valide Option, den Grusel zu erleben. Im Direktvergleich fallen Einbrüche der Bildrate allerdings häufiger auf.









Ich hatte mit Village meine Spaß gehabt. Wieso in der Hälfte furchtbare krampfhaft Story und den Panik Gefühl wenig herkommt, bleibt ein Rätsel. Außerdem fehlt den ikonische Schauplätze. Resident Evil 8 findet ich eher der schwächste Teil der Serie.
Nachdem ich vor kurzen alle Resi Games nochmal gespielt bzw. nachgeholt habe geht die Bewertung für mich voll in Ordnung. Teil 7 würde von mir Heutzutage noch 75% bekommen. Teil 4 Remake auch nur noch 80%.
Ich sehe keines bei 90 dafür haben se alle ihre Macken.
Wir alle schätzen die Maniac/M-Games, aber bei „Village“ haben sie meiner Überzeugung nach (damals schon aber insbesondere in heutiger Rückschau) tatsächlich klar daneben gelegen. Und den m.E. zweitbesten Teil der Reihe aufgrund einer übertriebenen Gewichtung des etwas sehr gewollten Chris-Cliffhangers und kleinerer Story-Schwächen mit 80 Punkten geradezu „abgestraft“.
Die Floskel „auch 80 Punkte bedeuten ein sehr gutes Spiel“ lasse ich da auch nicht gelten, wir reden hier von einer Reihe, die stets den Anspruch haben muss, eher um die 90 abzuliefern -was „Village“ meiner persönlichen Meinung nach auch ganz locker schafft.
Zum Vergleich: Das Remake von Resident Evil 2 will uns wie sein Original vier Durchgänge bieten und scheitert in Sachen glaubhafter Parallelität kolossal. Hat aber ne 90er-Wertung eingefahren (und wird grundsätzlich im Ganzen völligst overrated wegen der genialen ersten Stunde). Im direkten Vergleich zu Village für mich absolut unverständlich, denn selbst das ’98er-Original von Resi 2 hat bei der Parallelität deutlich sauberer gearbeitet (dazu gern mal anderer Stelle mehr).
Nicht falsch verstehen: Das RE 2-Remake ist schon echt richtig gut, aber alles andere als fehlerfrei. Und trotz aller Qualitäten nie so gut geworden wie es hätte werden können. Und dementgegen war Village soviel schlechter ? Ich meine: No way!
Zurück zu Village: Warum bin ich der Meinung, dass die M-Wertung deutlich zu niedrig ausgefallen ist?
„Village“ vereint alles, was Resident Evil jemals ausgemacht hat und bringt es in eine beinahe perfekte Balance mit starker Atmosphäre und hervorragendem Spielfluss, Dazu sind Setting (Dorf, Burg) und Präsentation der absolute Hammer, der Score/Soundtrack ist vielleicht der Stärkste der gesamten Reihe und das Game macht einfach Spass ohne Ende. Dazu gibt es immer wieder denkwürdige Momente und Zitate („…und dieses Schloss wirkt doch sehr verdächtig, findest Du nicht?“-„Ja…Sie aber auch.“).
Und das Finale als das Märchenbuch zuende gelesen wird, da hatte ich trotz des (positiv gemeint) Trash-Feuerwerks zuvor als Daddy Pipi in den Augen.
Klar darf/muss man beim Inhalt etwas Meckern. So hätte man mit 1-2 Sätzen mehr bei Chris vor dem Heisenberg-Bosskampf mal das mit Rumänien und dem Auftakt-Cliffhanger etwas klarer geradebiegen können, das Setting war ja ursprünglich für einen dritten Revelations-Ableger geplant. Von wegen „Spur des Pilzes nach der Baker-Geschichte zu Miranda verfolgt, kamen an die aber nicht ran weil strange Freaks und gebrainwashtes Dorf, DESHALB haben wir Euch ausgerechnet hierhin verfrachtet, nur ein paar Käffer weiter, das war selbstverständlich KEIN verrückter Zufall, sondern Teil unseres Plans, wir haben Deine Tochter als Köder benutzt, war zwar echt mies, ging aber nicht anders, nichts für ungut Alter“ (😜) und Feierabend.
Ich habe ja in den letzten Wochen alle Teile seit Sieben nochmals durchgezockt und Sieben bleibt das einzige Spiel dass ich noch vor Village ranke. Einfach nur, weil es so der unfassbar kompromisslos-knüppelharte Budenschreck ist der alles anders macht und sich trotzdem bis ins Mark wie Resi 1 anfühlt -nur halt noch zigmal intensiver. Danach kommt bei mir aber sofort und beinahe gleichauf „Village“, denn für mich ist Teil acht auf seine Art ein Meisterwerk.
Oder, um es mit den Worten des Duke zu sagen: „…es sprüht geradezu vor Heisenbergs Esprit“.🤗
P.S.: FETTES Lob an dieser Stelle auch mal für die tolle deutsche Synchro, die ist durch die Bank extrem gut! Insbesondere Rüdiger Schulzki als Duke liefert übertrieben stark ab. Auch Lara Trautmann in den Rollen von Angie und Eveline macht ihre Parts super, allerdings mochte ich nicht so sehr, dass man sie Eveline weniger schrill hat sprechen lassen als in Teil 7, wo sie Eveline perfekt eingefangen hat, diesen Sound habe ich hier vermisst. Michael Che-Koch ist als Chris sowieso eine Bank (er macht btw. auch Terry-Pratchett-Hörbücher) und auch Marc-Oliver Schulze (Ethan), Anne Moll (Lady Dimitrescu) und Martin Sabel (Heisenberg) möchte ich mal lobend erwähnen.
Ist letztlich immer ein frage des persönlichen Geschmacks. Die 90% bei Pragmata ist auch zu hoch.
Bei Resi 8 hingegen ist die 80% schon in Ordnung imo. Am Anfang im Schloss mit lady dimitrescu war das spiel mega, später in der Fabrik wo die Borg ähnlichen roboter zombies kamen hab ich nur noch mit dem Kopf geschüttelt.
Der siebte war ja genial gewesen mit der Baker Familie aber village mit vampiren ? Ne da bin ich froh dass man mit Requiem wieder die kurve bekommen hat.
Genau so ging’s mir damals bei Erscheinen des Spiels auch. 80% sind mMn. zu wenig! Eine hohe 80er Wertung hätte es mindestens verdient.
Das soll jetzt hier aber kein Gemecker sein, ich liebe die M! trotzdem!🙂
80? hätt 90 gegeben.