
Achteinhalb Stunden Warten, fünf Minuten Hochspannung und eine Stunde Theater spielen
Wir fangen da an, wo wir letzte Woche aufgehört haben: Ich bin in Novigrad und muss im Rahmen der Hauptmission “Count Reuven’s Treasure” bis Mitternacht am Eternal Fire auf meine geschätzte, aber oftmals etwas knapp bekleidete Begleiterin Triss warten. Da es gerade 15:31 Uhr ist, habe ich also achteinhalb Stunden was mache ich denn jetzt?
Erstmal renne ich ziellos durch die verwinkelten Gassen des Städchens und rempele Passanten an. Dabei fällt mir auf, dass ich zwar viele verschiedene Leute unsanft schubse, aber fast immer denselben Kommentar höre. Dezente Erinnerungen an Skyrim, wo man schon Ende 2011 für viele verschiedene Leute denselben Sprecher nahm, werden wach (wobei es bei The Witcher III: Wild Hunt natürlich weit weniger auffällig ist, da alle Hauptpersonen unterschiedliche Sprecher spendiert bekamen).
Irgendwann fällt mir auf, wie schick sich mein Schatten den Umgebungen anpasst und schon denke ich, mal wieder, an die “Video Games”. Dort wurde nämlich in einem der ersten Shenmue-Previews (Heft 1/2000) hervorgehoben, wie genial sich Ryos Schatten an den Maschendrahtzäunen von Yokosuka bricht (ja, es war die große Zeit von Regina Zindler). Damals empfand ich das nicht so, aber egal.
Highlight meiner Rumgammeltour war wohl, als ich auf den Dächern herumkraxelte, plötzlich in luftigen Höhen eine geöffnete Tür sah und spontan dachte, dass es vielleicht etwas abzustauben gibt. Ich schlich also herein, nur um sofort von einem Verkäufer angesprochen zu werden, den ich vor Monaten mal bezüglich einer Mission etwas gefragt hatte. Stealth-Mission gescheitert.
Nach weiteren Stunden des Wartens am Eternal Fire war ENDLICH die Geisterstunde gekommen und Triss tauchte auf. Sie hatte die Idee, einen nahegelegenen Palast zu infiltrieren, indem wir ausgeben, dass ich eine Hexe, also sie, gefangen hätte. Gesagt, getan, und die fünf Minuten in dem Palast waren wirklich denkwürdig. Im Nebenraum (Gerald musste gleichzeitig ein wichtiges Gespräch führen) wurde Triss nämlich sehr unsanft “verhört” und man konnte ihre Schreie förmlich am eigenen Körper spüren. Sehr intensiv und wunderbar inszeniert. Am Ende konnte sie die Wachen aber gekonnt täuschen, wir verließen den Palast und steckten ihn in Brand.
Anschließend stand die Mission “The Play’s The Thing” an, mit der ein Mitstreiter gefunden werden musste (besagte Mission war mir übrigens vor zwei Wochen im Kommentarbnereich empfohlen worden vielen Dank an den werten Schreiber). Besagte “Werbeaktion” fand in Form eines Theaterstücks (!) statt, was sich sehr ungewöhnlich anfühlte, aber lustig war.
Danach begann die Mission “A Poet Under Pressure” und mein Ausflug in die Welt von The Witcher III: Wild Hunt war für diese Woche vorbei…









Cool! Gefällt mir! Ist mein lieblings Game – und seit langem wieder ein Game, welches mich absolut in seinen Bann gezogen hat.