Wii Sports Resort – im Klassik-Test (Wii)

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Vor dem ersten Ausflug nach Wuhu Island erklärt das Spiel in einem vierminütigen Video Handhabung und Installation des neuen MotionPlus-Zubehörs und dessen beigelegter Silikonhülle. Akribisch wird zwar jeder Handgriff einzeln vorgeführt, doch zum Mitmachen sausen die Bilder zu schnell vorbei. Im Anschluss springt Euer Mii mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug: So gewöhnt Ihr Euch an die neue Bewegungsfreiheit und -genauigkeit. Gleitet zu einer nahen Gruppe von Freunden aus dem Mii-Channel, haltet Euch an den Händen und bildet eine möglichst große Formation.

Der Einstieg in Wii Sports Resort erweist sich als symptomatisch für den zweischneidigen Charakter des gesamten Spiels. In einigen Punkten brilliert die Fortsetzung zu Wii Sports und wir sind hellauf begeistert, an anderen Stellen schütteln wir enttäuscht über verschenktes Potenzial und unschöne Schlampereien den Kopf.

Auf zwölf Sportarten bringt es Wii Sports Resort, dazu jeweils einige Unterdisziplinen. Die beiden alten Bekannten Bowling und Golf konkurrieren mit den Neuzugängen Bogenschießen, Radeln, Frisbee-Werfen oder Kanufahren. Die meisten Disziplinen sind allein spielbar, vereinzelt kommt das Nunchuk zum Einsatz. Bei einigen Sportarten reicht Ihr den Controller herum, Kanufahren erfordert als einzige jedoch bis zu vier Controller – und damit auch drei weitere Motion­Plus-Einheiten für je 20 Euro.

Wie im Vorgänger sorgen auch in Resort Aha-Erlebnisse für strahlende Augen: Wenn Ihr Euren dick gepolsterten Mii-Freund mit einem farbigen Stock vermöbelt und von einer Plattform ins Wasser schubst, habt Ihr die ­Zukunft des Beat’em-Up-Genres vor Euch.
Und obwohl die Abfrage teils pingelig ist, vermittelt Bogenschießen ein exzellentes Spielgefühl. Haltet den Fernbedienungs-Bogen senkrecht, legt mit der A-Taste den Pfeil auf und zieht mit gedrückter Z-Taste die Nunchuk-Sehne nach hinten. Lasst Ihr den Button los, saust der Pfeil mit einem ­Zischen aus der Remote zur Zielscheibe, die durch Wind und Schwerkraft nicht immer leicht zu treffen ist. Leider zittert der Bogen dabei nicht. Rumble? Fehlanzeige! Als weiteres Highlight erweist sich Tischtennis: Mit gekonnter ­Drehung der Fernbedienung schneidet Ihr Bälle an, schmettert oder überrascht Euer Gegenüber mit einer gemeinen Rückhand. Im spannenden Kampf um sechs Punkte stellen wir mit einem Schmunzeln fest: Das ist nichts anderes als Pong und macht immer noch verdammt viel Spaß.

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genpei tomate
28. September 2025 10:42

Habe es zwar auch, mitsamt Balance Board, aber der Reiz aus der Zeit des Vorgängers war schon ein wenig verflogen. Einige Disziplinen ( Jet Ski, Bogenschießen und Golf sowieso) sind dennoch richtig gelungen.
Am Ende bleibt es eine spaßige Kuriosität, aus einer Zeit, als die Branche nach einer relativ gleichförmigen Gen ( Ps2/XB/GC) sich neu aufgestellt hat und eventuell zum letzen mal so vielfältig war:
Sony protzte mit Technik, Ms zog mit und verfing sich nebenbei in Experimenten ( Kinect) und Nintendo, wie gewohnt, “anders” drauf, anderen Pfaden suchend und mit außergewöhnlichen bis bizarren Konzepten um sich werfend.
Leider oder zurecht ( ? ) blieb nicht so viel von der Motion-Control Ära übrig, außer einigen Standards, die heute in den Controllern schimmern und mit VR, die die Idee des sich beim Videospielen bewegen, noch mehr auf die Spitze trieb/treibt.
Ich mag mich beim Gaming nicht mehr so viel bewegen, wie zu der Zeit, als ich dachte, diese Art des Spielens könne man durchaus dauerhaft integrieren und begrüße heute jede Software, die mir das nicht aufzwingt.