Viacom verkauft Harmonix für 50 Dollar

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Im November hat Viacom sein Entwicklerstudio Harmonix (Rock Band) erstmals zum Verkauf angeboten (wir berichteten). Nun hat sich ein Käufer gefunden: die Wertpapierfirma Columbus Nova. Laut ersten Medienberichten betrug der Verkaufspreis des gesamten Studios gerade mal 50 US-Dollar.

Allerdings beinhaltet der Deal, dass Columbus Nova auch die Kosten für Musiklizenzen sowie die Verantwortung für unverkaufte Rock-Band-Exemplare und -Controller übernimmt. Die Musiklizenzen für die hochkarätigen Rock-Band-Songs alleine sind laut Branchenmagazin Billboard mehrere Millionen US-Dollar wert. Dies sei auch der Hauptgrund, weshalb Viacom mit der vergleichsweise starken Rock-Band-Marke nie wirklich reich geworden sei.

Viacom hatte Harmonix im September 2006 für 175 Millionen US-Dollar gekauft. Dank des spottbilligen Verkaufspreises erhält der Konzert steuerliche Vergünstigungen in Höhe von 50 Millionen US-Dollar (die steuerlichen Vergünstigungen richten sich stets nach dem Verlust, den ein Unternehmen beim Verkauf seines Bestands macht).

Außerdem schuldet Harmonix seinem ehemaligen Besitzer 100 Millionen US-Dollar, die nun ebenfalls auf Columbus Nova abgewälzt wurden. Insgesamt hätte es für Viacom also ein schlechteres Ende nehmen können.

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Celes
7. Januar 2011 17:39

sehr schade, Harmonix war stets innovativ: Als Guitar Hero von der Stange und in kürzerem Rhythmus kam, waren sie ja schon nicht mehr an der Entwicklung beteiligt, Rockband war die logische Weiterentwicklung, RB3 hat es schon ein bisschen übertrieben, dafür ist Dance Central bis heute das einzige Kinect-Spiel, das mich reizt… wirklich schade.

Walldorf
7. Januar 2011 12:09

Amplitude war genial, Sony (hat die ersten beiden Spiele von Harmonix gepublisht) hätte Harmonix einfach kaufen müssen, dann wären Guitar Hero und RockBand Playstation-exklusive Marken geworden.

Triforce-Finder
5. Januar 2011 23:57

Also, ich hab mir damals das erste Guitar Hero für PS2 geholt, und das macht richtig Laune. Inzwischen verstaubt der Karton aber auf dem Schrank und wird eher selten raus gekramt. Der Controller ist einfach sehr sperrig, und das Aus- und vor allem das wieder einpacken hält mich doch meistens vom Spielen ab. Von Tanzspielen lasse ich aber die Finger, ääh, Füße.Hm, irgendwie hab ich jetzt doch noch mal Lust darauf gekriegt. Rock on!

Zocky the First
5. Januar 2011 20:30

Musikspiele haben mir noch nie gefallen, deshalb stimme ich Segabasti und Sorrow zu.

bitt0r
5. Januar 2011 19:24

machen halt einen veräußerungsverlust von 174.999.950 dollars steuerlich geltend. wobei der auch etwas weniger sein kann. kommt halt auf den buchwert des harmonix-firmenwertes zum zeitpunkt der veräußerung an.auch nicht schlecht.

D00M82
5. Januar 2011 19:21

Habt ihr die “”Musikspiele”” denn jemals probiert?Für Leute die gerne Rock hören ist das wie eine kleine Offenbarung.Und mit Guitar Hero und Co. kriege ich sogar meine Freundin vor die Xbox 😉

captain carot
5. Januar 2011 18:58

Harmonix ist faktisch Geschichte.

TheSorrow
5. Januar 2011 18:14

@Segabsti: So seh ich das auch ^^

Segabasti
5. Januar 2011 17:09

Öhm…wer ist Harmonix? Also ich halte die Musikspiele ja für ein vorrübergehendes Phenomän.

belborn
5. Januar 2011 17:01

Wertpapierfirma?bin wirklich mal gespannt was die mit dem Entwickler anfangen.Ein Konzept muß ja dahinterstehen sonst würde man solche Riesensummen nicht investieren.