Ring frei für den Kampf der Publisher-Titanen

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Das Zerwürfnis zwischen Infinity Ward und Activision war im letzten Jahr eines der ganz großen Themen der Videospielbranche. Im März wurde bekannt, dass der Publisher der rekordbrechenden Call of Duty-Reihe die beiden Studiobosse Jason West und Vince Zampella gefeuert hatte und von Sicherheitspersonal aus der Firma eskortieren ließ, woraufhin auch weitere Mitarbeiter Infinity Ward verließen. Gamer-Community und Presse reagierten nicht nur mit harscher Kritik an Activision, sondern auch mit Sorge um den Fortbestand der momentan populärsten Ego-Shooter-Serie. Letztere wurde durch die Wertungen und Verkaufszahlen von Call of Duty: Black Ops fürs Erste entkräftet.

West und Zampella gingen daraufhin gerichtlich gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber vor und beklagten, dass man ihre Entlassung künstlich herbeiführen wollte, um sich 36 Millionen US-Dollar an fälligen Bonuszahlungen für den Erfolg von Call of Duty: Modern Warfare 2 zu sparen. Activision wies diese Vorwürfe zurück und konterte, dass die Infinity-Ward-Bosse in heimlichen Verhandlungen mit Electronic Arts gestanden hätten. Im Dezember 2010 erweiterte Activision daher den Rechtsstreit gegen West und Zampella um eine dritte Partei – Electronic Arts – und man forderte seinerseits Schadensersatz in Höhe von 400 Millionen US-Dollar (wir berichteten).

EA erhob zunächst Einspruch, doch Richter Elihu Berle vom Supreme Court of California urteilte einem Bericht von Bloomberg zufolge nun, dass ausreichender Anfangsverdacht für die Aufnahme der Gerichtsverhandlung bestünde. Man darf auf den Ausgang dieser Angelegenheit gespannt sein. Neben dem finanziellen Schaden, dürfte eine Niederlage vor allem einen empfindlichen Image-Verlust nach sich ziehen.

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bitt0r
28. März 2011 18:14

deswegen spart ea jetzt spieleanleitungen ein.die brauchen rücklagen für den fall, daß sie den prozess verlieren!xD

captain carot
28. März 2011 14:34

@Yagamistyle: Stimmt schon, aber besser als ein halbes Spiel auf Disc und den Rest online oder solche Aktionen wie bei THQ.

Yagamistyle Ryo
28. März 2011 1:53

bis auf den mist mit dem online pass

Ash Rockford
25. März 2011 23:52

Die spinnen doch… 400 Millionen? Also echt… im welchen Verhältnis wird denn sowas gemessen?Activison = Antivision!!! CarotKasnn ich bestätigen und sehe es auch so! EA hat sich in letzter Zeit ziemlich gut verhalten.

Anonymous
Anonymous
25. März 2011 23:08

@rutzelDito, aber so was von…

rutzel
25. März 2011 20:22

Sollen sie sich mal gegenseitig zerfleischen. Für irgendwas wirds gut sein…

captain carot
25. März 2011 18:57

EA steht zumindest bei mir seit zweieinhalb Jahren wieder ganz gut da. Weil zwischen Einheitsbrei immer wieder echte Überraschungen und richtig gute Spiele sind.Davon abgesehen, prima. Noch so ein beschi…. Rechtsstreit. Das hängt mir mittlerweile zum Hals raus.

LittIE
25. März 2011 18:52

Activision gogo!

DerPanda
25. März 2011 17:52

Image-Verlust bei EA oder Activision? Die sind doch schon ganz unten oder ned?^^

25. März 2011 17:20

Da gehts ja ziemlich ab =) Aber 400 Millionen Dollar (WTF ?!) für zwei Entwickler ?