Die NPD-Gruppe, eines der führenden Marktforschungsunternehmen in den USA, veröffentlichte jetzt ihren April-Bericht (via VG247) über die Umsätze des Spiele-Einzelhandels in den USA.
Der Gesamtumsatz der Spielehändler ging demnach – im Vergleich zum April im vergangenen Jahr – um 32% zurück, wofür vor allem die Umsatzflaute bei der Software verantwortlich zeichnet. Bei Spielen für PC und Konsole musste der Handel Umsatzeinbußen von 42% hinnehmen, bei der Hardware verkaufte man insgesamt 32% weniger als noch im April 2011.
Damit setzte sich der Abwärtstrend der letzten Monate fort, woran natürlich auch der Trend zu Download-Spielen seinen Anteil hatte. Die Marktforscher erklärten den Rückgang aber vor allem mit dem Fehlen zugkräftiger Titel: Jeder der Top 7-Titel im April letzten Jahres verkaufte sich besser als der Spitzentitel des Aprils 2012, Prototype 2. Auch das frühere Osterfest kostete laut NPD-Analystin Anita Frazier den Handel etwa 10% an Umsatzeinbußen, weil US-Kunden sich dieses Jahr schon im März “spielerisch” für die Ostertage eindeckten.
Bei der Hardware ist die Xbox 360 mit 236.000 verkauften Einheiten seit 16 Monaten in Folge an der Spitze der Verkaufscharts der USA.
Die 10 meistverkauften Spiele in den USA im April:
- Prototype 2 (360, PS3)
- Kinect Star Wars (360)
- Call of Duty: Modern Warfare 3 (360, PS3, Wii, PC)
- Tiger Woods PGA Tour 13 (360, PS3)
- NBA 2K12 (360, PS3, Wii, PSP, PC, PS2)
- The Witcher 2: Assassin of Kings (360, PC)
- Mario Party 9 (Wii)
- Mass Effect 3 (360, PS3, PC)
- Just Dance 3 (Wii, 360, PS3)
- MLB 12: The Show (PS3, Vita)

















Leider stelle auch ich vollkommen erschreckt fest, dass CoD das beste Spiel der Liste ist, auch wenn es sowohl unter den CoDs als auch unter den Neuerscheinungen der letzten 12 Monate eher zu den schlechteren Spielen gehört.
Die Amis brauchen doch eh nur CoD – müssen doch ständig für ihre Kriege im mittleren Osten trainieren 😉
‘Die NPD-Gruppe verzeichnete einen der stärksten Umsatzrückgänge der letzten Jahre.’Jetzt noch die V-Männer des Verfassungsschutzes abziehen,dann wirds auch was mit dem Verbot ;))
@ Richie 1982Bescheuerte Frage, habe Filme etwas einfacher oder eher nicht? Klar bei den ganzen bombastis Effekte, gibts auch gute Biographie und bei der Oscar Verleihung sieht man Filme, die nicht immer das typische Popcorn Kino haben.
Kein Wunder, dass der Umsatz zurückgeht wenn fast nur Müll erscheint.
Genau wie [b]Richie[/b] ist es bei mir auch so, dass ich mir seit ich meine Xbo 360 habe (Weihnachten 2009), nur ein Spiel direkt zum Vollpreis beim Release gekauft habe. Ich besitze ca. 40-50 Spiele und davon habe ich sicher die Hälfte noch nicht gespielt und viele sind noch sealed. Hinzu kommt, dass ich diverse Retro-Konsolen besitze, wofür ich auch zig Games habe, die ich iwann noch spielen will. Überangebot trifft es daher sehr gut. Und ich bin einfach kein Zocker mehr, der täglich 8-12 Stunden spielt. Genau genommen spiele ich nicht mal mehr täglich…Ich schlage halt bei sehr guten Angeboten zu, wenn das Spiel eine gute Bewertung bekommen hat, bevor es dann ausverkauft ist. Ich kann auch ruhig paar Jahre warten, bis ich das Game zocke. Bei diversen Retrospielen habe ich sogar länger gewartet :PGut, dass die Downloadspiele erwähnt werden. Ich denke ein Problem ist, dass sich viele PC-Spieler verarscht fühlen, weil es für mich keinen qualitativen Unterschied macht, ob ich ein Game legal oder illegal runterlade. Wenn man ein Spiel mit originaler Packung und Datenträger in der Hand hat und das Regal damit befüllen kann, ist es einfach nochmal was anderes. Keiner guckt auf Deine Festplatte oder in Deinen Steam-Account und staunt, wieviel Download-Spiele Du hast. Auf dem PC haben aber originale Games heute den negativen Beigeschmack, dass man viele über Steam aktivieren muss.Ich besitze z.B. Mafia 2 für PC und ärgere mich jedes mal, wenn ich auf die Packung in meinem Regal schaue, weil ich das Gefühl habe, da steht nur wertloses Plastik und es hat nichts mit der Qualität des Spiels zu tun :P. Ich habe das Gefühl, es gehört nicht mir und dass ich um mein Recht beraubt wurde, es zu verkaufen, wann immer ich möchte.
ich weiss nicht mehr, welche spiele es da letztes jahr gab, aber von dieser liste habe ich mir nur witcher2 geholt. die anderen titel interessieren mich nicht, also ist es von meinen standpunkt aus nachvollziehbar, dass die verkäufe nicht überragend waren.
Fakt ist auch, dass sich die Gerüchte um eine neue Konsolengeneration deutlich verdichten. Auch wenn diese wahrscheinlich frühestens Ende nächsten Jahres erscheint, so schreckt das viele dann doch vom Kauf neuer Hardware ab. Ist also wenig verwunderlich. Mich würde es mittlerweile nicht wundern, wenn die nächste Konsolengeneration der letzte (oder auch erste Sargnagel) für das Konsolengaming darstellen könnte.Entwicklungskosten hauptsächlich von Spielen werden weiter in die Höhe schießen, sodass immer weniger Risiken eingegangen werden können und die Innovation immer weiter auf der Streck bleibt.
Ich denke, es liegt vor allem daran, dass jeder und seine Mutter glaubt, sein Spiel im November rausbringen zu müssen. Dark Souls hat es letztes Jahr so was von richtig gemacht und seine Disc 5 Wochen vorher in den Laden gestellt. Da konnte man entspannt in der Ruhe vor dem Sturm zocken.@Richie1982: Stimmt, ich kaufe auch weniger Vollpreistitel als noch vor einem Jahr. Bei mir liegt es aber vor allem daran, dass ich seit einiger Zeit nicht mehr unbedingt alles sofort zocken muss, sondern mich länger gedulden kann.
Tja bleibt die Frage nach den Ursachen für den deutlichen Umsatzrückgang. ;)Mein Kaufverhalten hat sich in den letzten Jahren auch drastisch geändert. Vollpreistitel werden von mir nur noch gekauft, wenn die Spielzeit deutlich über einen Nachmittag hinausgeht bzw. ein hoher Wiederspielwert geboten wird.Das Implementieren von First Day DLC’s und Online Pässen machen mir die Entscheidung zum Verzicht mittlerweile deutlich leichter. Zumal sich immer mehr Spiele in meiner Sammlung befinden, die ich zum Teil noch garnicht angezoggt habe. Im Umkehrschluss also auch Übersättigung und Überangebot. Die Publisher interpretieren das natürlich wieder so, dass der Gebrauchtmarkt alles schuld ist.
die branche ist doomed…