Assassin’s Creed III: Liberation

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“Joa, das sieht gut aus” ist unser erster Gedanke, als die Präsentation der Vita-exklusiven “Assassin’s Creed”-Episode startet. Die Entwickler aus dem bulgarischen Ubisoft-Studio haben Sonys Handheld an einen großen Flachbild-TV gestöpselt, der kleine Grafikmankos aufbläht. So wirken auf dem großen Schirm einige Texturen (gerade in der Ferne) schwammig, auf dem kleinen Vita-Display dürfte dies nicht wirklich auffallen. Hundertprozentig flüssig und frei von Tearing ist das Abenteuer noch nicht. Davon abgesehen, spielt es aber in der bildhübschen Grafikliga von “Uncharted: Golden Abyss”: Große Weitsicht, aufwändige Levelarchitektur und reges NPC-Treiben kennzeichnen das Open-World-Erlebnis. Wirklich fein.Fein auch, dass Heldin Aveline drei Kostümoptionen zur Verfügung stehen, die Euch deutlich abweichende Spielweisen ermöglichen. Im aufsehenerregenden Assassinen-Outfit klettert, peitscht und meuchelt sie sich im ersten Durchgang wie ein Derwisch durch den Demo-Level (Ziel: ein Fort infiltrieren, Zielperson töten, wieder aus dem Fort verschwinden). So weit, so bekannt. Im zweiten Anlauf schlüpft Aveline in die exquisiten Kleider einer Aristokratin: ein wallendes Kostüm und ein Sonnenschirm (der Giftpfeile verschießt) sind ihre sexy Tarnung. Sie flirtet mit den Wachen und erlangt so Einlass ins Fort – ein Soldat folgt ihr sogar auf Schritt und Tritt, weil er sich von der Schönen mehr erhofft. Das lässt sie noch authentischer wirken und für Patrouillen quasi unsichtbar werden. Als Aristokratin kann Aveline nicht mehr klettern, sie muss sich das Opfer im Getümmel des Forts erst mühsam suchen. Dann geht aber alles blitzschnell: Der Schirm wird gefaltet und auf das Opfer gerichtet – ein Giftpfeil erledigt die Zielperson, ihre Armklingen die Wache an ihrer Seite. Zeugen kann sie nicht brauchen. Gemütlich schlendernd verlässt sie das Fort, Mission erfüllt. Im dritten Durchgang mimt Aveline eine Dienerin: In diesem Outfit kann sie sich Unterstützung von Gleichgestellten organisieren und die Fortwachen zum Beispiel in einen Tumult verwickeln. Das Handgemenge nutzt sie, um in das abgesperrte Gebiet zu gelangen. Dort reiht sie sich mit einem Besen in der Hand erst einmal in eine Putzkolonne ein, bis sich das Chaos gelegt hat, um schließlich unbehelligt nach der Zielperson suchen zu können. Nach der tödlichen Attacke stürmt Aveline über die Dächer gen Ausgang, denn im Diener-Outfit darf sie wieder klettern.Ein kleiner Dämpfer kommt noch aus der Soundecke: Während der Demo klangen Orchester-Untermalung und Soundeffekte dumpf und komprimiert aus den Boxen. Ob das der frühen Version geschuldet war, muss sich noch zeigen.

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