Zum Dauerthema “Sind Videospiele erwachsen geworden?” äußerte sich jetzt Warren Spector.
Der Spieleentwickler, der schon an zahlreichen Klassikern wie Ultima IV, der Wing Commander-Reihe und Deus Ex arbeitete und zuletzt Mickey Epic 1 & 2 erdachte, hat seit Kurzem bei GamesIndustry eine monatliche Kolumne. Zum Einstand begann er mit einem Lagebericht in puncto Spieledesign – und dieser fiel ernüchternd aus:
Was seiner Meinung nach der Spielbranche fehlt, sind Vorbilder – er blickte dabei auf die Filmindustrie: hier gibt es jetzt eine Generation von Filmstars, die ebenso unterhaltende Filme drehen können, wie auch in ernsthaften Produktionen überzeugen. Sie bieten ein viel größeres Spektrum an Inhalten als die Spieleindustrie. So fragte er in seiner Kolumne auch: “Wo sind die Vorbilder beim Gaming?”
“Ich sehe mich um, aber abgesehen von den wenigen Indie-Spielen und natürlich der selbsternannten und weitgehend unverkündeten “Serious Games“-Bewegung, sehe ich keinen Mainstream-Entwickler oder Publisher, der diese Art von ernsthaften Spielen anbietet. Überhaupt [keinen]“, beklagte er.
“Als Medium stecken wir fest in Handlungs- und Genre-Konventionen. Selbst das, was im Mainstream-Gaming als ernsthaftes Spiel gilt, scheint Zombies, Serienmörder, Aliens oder Dämonen zu benötigen, um ein Publikum zu gewinnen”, meinte Spector. “Wenn ich vorschlagen würde, ich wolle ein Spiel über die Geisel-Befreiung im Iran machen, ohne Waffen(!) – vorausgesetzt, ich würde herausfinden, wie man ein solches Spiel macht – würde ich auf dem Meeting (her-)ausgelacht werden“.
In Bezug auf die Inhalte bewegen sich Designer heutzutage in einem engen Korsett: “Die Breite des Spektrums an Inhalten, die man Spiele-Entwicklern erlaubt, zu erkunden, ist blamierend gering“, prangerte er an.
Der Designer gab eine Reihe von möglichen Erklärungen für seine Beobachtungen ab, von denen sich einige, wie er meinte, anfühlen, als seien sie entweder offensichtlich falsch oder schlicht fadenscheinige Ausreden: Dass er etwas übersehen habe; dass Spiele nichts anderes bieten können als gewalttätige Action; dass das Gaming noch zu jung ist, um schon mehr als ein Spektakel zu sein; dass Spiele und Spieler in ihrem Innern immer noch Jugendliche sind; dass die geschäftlichen Interessen hinter der Spieleherstellung nicht begeistert sind, etwas außerhalb der traditionellen Action-Kost auszurobieren.
“Wo, frage ich mich, sind die Erwachsenen im Gaming?“, beendete er seine Kolumne.









Vielleicht kann Herr Spector mal verraten, warum er seit 2000 (DEUS EX) kein gutes Spiel mehr produziert hat…
Hm, ja, es ist ja auch nur mein Empfinden. Ich schaue mir weder Charts noch Studien an, ob das wirklich so ist, dass es wirklich weniger ältere als jüngere Zocker gibt und man die eben bedienen muss. Ich bin heilfroh, dass Leute beim zocken bleiben, aber ich denke, es sind schon recht viele, die das nicht mehr machen oder einfach nicht die Zeit dazu haben. Zudem, das stelle ich bei mir selbst fest, ist man auch nicht mehr so leicht zufriedenzustellen. Also, ein simples Worms gefällt mir immer noch bombastisch, aber da weiss ich eben, was ich zu erwarten habe.Wenn heute ein Spiel angekündigt wird, wird es selten den riesigen Erwartungen gerecht, die selbst erzeugt wurden. Oder eben, dass es nicht als so toll empfunden wird. GTA4 wurde z.B. auch von einigen bemängelt. Nix neues, warum keine Flugzeuge, dies und das und jenes… vielleicht eben, weil alles schon mal so da war nur in schlechterer Grafik.Ich habe nichts gegen Moralentscheidungen einzuwenden. Allerdings ist eben alles auf den üblichen Weichspülermist begrenzt. Ich möchte aber dann doch darum bitten, dass immer beide Seiten gerecht wegkommen, und erläutert wird, warum der- oder diejenige tut, was er tut. Zum Beispiel wenn man einen General wie im Film “”the Rock”” spielt, der eigentlich nie vorhat, die Menschen zu töten, und nur das Mittel zur Abschreckung nutzen will, und dann doch in Bedrängnis kommt… was macht man da als Spieler? Allerdings stelle ich mir den restlichen Ablauf des Spiels ziemlich öde vor.Aber ein Rollenspiel etwa, indem man einfach des Aufgang des Bösewichts spielt, mal ohne Mitleid mit den guten zu haben, fände ich schon interessant. Wie gesagt, es muss halt schon einen SInn geben, warum man das macht, nicht einfach nur sagen “”er ist das Böse schlechthin””. Und im zweiten Teil dann die guten spielen und alles wieder niederreissen 😀 War nicht Legacy of Kain so in der art?
Bei Call of Duty gab es diese moralische Szene doch in etwa schon und zwar am Flughafen. Man konnte auf Zivilisten schießen, war in einer Situation gefangen, wo man zu den Bösen gehörte, musste alles über sich ergehen lassen, aber aktives Zivilisten-Töten war nicht gefordert und dieser Ansatz ist sofort überall abgestraft worden. Mit einem kleinen Twist hätte man da viel rausholen können. Wenn man dem Spieler die Möglichkeit gegeben hätte, das Attentat zu vereiteln, das heißt seine Kameraden zu töten, was schon nach einigen Minuten zum Happy End führen würde. Es dann aber die Konsequenzen hätte, dass man den Rest des Spiels nicht spielen kann, weil ja der Aufhänger für die Geschichte fehlt: Eine extreme moralische Zwickmühle. Aber dann würden noch viel mehr Kritiker kommen und sagen, dass man ja das Attentat begehen muss, weil man ansonsten 95% des Spiels nicht sieht und in Deutschland würde es weggeschlossen werden. Aber das wäre eine krasse Entscheidungsmöglichkeit, weil man dann für das Gute wirklich Opfer bringen müsste, nämlich ein Vollpreisspiel nach wenigen Minuten beenden 😀
also zum einen finde ich das Argument: die spiele müssen den jungen nachwuchs zockern gefallen ein bissel seltsam. ich würde gerne mal eine Umfrage zum durschnittsalter der spieler sehen. die leute die damals mit dem nes, snes, master System, grossgeworden sind sind doch heute alle über 30. das heisst da ist ne grosse Zielgruppe die im vergelich zum Klientel der 14-20 jährigen tendenziell aauch noch über richtig kohle verfühgt. einziges manko: dieser Zielgruppe fehlt etwas die zeit aber für 4-5 “”erwachsene spiele”” pro jahr dürfte es reichen. allein die millionensummen die per Kickstarter in sequells von alten marken oder neuen games alter spielelegenden gesteckt werden zeigt doch das da ein markt und kapital ist. denke 85% der leute die dort Geld geben sind über 30. auch die guten verkäufe vom neuen X-com zeigen das es einen markt jenseits vom actionmarkt gibt. das soll jetzt übrigens kein vorwurf oder angriff auf jüngere gamer sein. spiele für diese zeilgruppe haben genauso eine Berechtigung ich kann es nur nicht mehr hören das die ganzen Action/ballergames immer damit “”entschuldigt”” werden das der kunde nur noch solche spiele will!zur Entwicklung der Videospiele im allgemeinen: der grosse Pluspunkt an spielen gegenüber film und buch ist doch die Interaktivität. “”ich”” kann entscheiden wie sich der character verhält und wie die Handlung verläuft. es wird in vielen games, mal mehr mal weniger gut, angedeutet wie sich eine Story anhand von “”guten und bösen”” Entscheidungen in andere Richtungen entwickelt. dieser weg wird aber viel zu zaghaft und ängstlich beschritten obwohl dort soviel potential liegt. in mass effect kann ich z.b. ständig Entscheidungen treffen die am ende dann doch fast zum identischen ende führen. warum das denn? warum nicht mal ein spiel das im game over endet wenn ich mich ständig “”böse entscheide””? oder das mal richtig fiese enden hat? mal ne mordern warfare sezene in der ich mich in Sekunden schnelle entscheiden muss ob das Kind das auf mich zugerannt kommt ne bombe unterm Shirt trägt oder um hilfe sucht. und wenn ich es erschiesse möchte ich einen char spielen der mit seiner Entscheidung fertig weden muss. DAS wären mal emotionale Momente die man ncht vergisst und die spiele weiterbringen würden.
Das stimmt, aber ich befürchte, dass es in erster Linie doch rein ums Geld geht. Ich würde das auch einer Krake und Hiptuermarke wie EA nicht zutrauen, nur als Beispiel. Es müsste sich aber eben einer mal trauen, und dann sehen wie das ankommt.Mir haben die alten Splinter Cells gut gefallen. Ich bin mit einer guten Story schon recht zufrieden, das ist aber eher selten. Ich weiss auch nicht, ob man das imemr so zwangsläufig erwarten kann. Und so ein Spionage- oder Politthriller ist auch nur dann gut, wenn die story passt. Aber es gibt genug gute Bücher, die man als Vorlage nehmen könnte. Vielleicht ist es halt auch einfach so, dass der Videospielemarkt immer noch davon lebt, immer wieder junge Nachwuchszocker dazuzuholen, und da wird man nur mit hippen getue punkten. Ich würde vermuten, dass wenn es ein Publisher schafft, sowas auf die Beine zustellen, davon leben könnte. Aber ich gehe eher davon aus, dass die big player die Finger davon lassen.
Wer sagt denn, dass es das werden muss? Aber z.B. mal ein richtiger Politthriller mit realem Hintergrund. Ein Stasispiel””, in dem es mal nicht um´s Killen geht sondern darum, Menschen als Agent auszuhorchen o.ä.Die alten Splinter Cell Teile kamen dem mal einigermaßen nahe, auch wenn man da etwa reale Hintergründe noch gescheut hat, und haben sich irgendwann auch mal gut verkauft.Und, es müsste nicht zwingend Big Budget sein. Aus Watergate etwa könnte man auch ein Point&Click Adventure machen.Es müsste also nichtmal zwingend eine 100 Millionen Dollar Produktion sein.Ob sich sowas derzeit verkaufen würde kann auch keiner sagen, weil es solche Spiele derzeit nicht gibt.Wichtig wäre halt auch, dass so ein Spiel eben kein Film wird sondern echtes Gameplay bietet. Es wäre z.B. mal sehr interessant zu sehen, was bei einem richtigen Kriegsshooter rauskommen würde, der eben nicht auf CoD-mäßiges Krachbumm setzt.Das größte Problem bei Videospielen ist derzeit was solche Dinge angeht wohl die gewaltige Lücke zwischen kleinen Indietiteln und Big Budget Produktionen. Gerader im Big Budget Bereich trauen sich nur wenige Titel Experimente entweder auf Storyebene oder auf Gameplayebene, nicht aber beides gleichzeitig.Was das angeht waren wir in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern schon mal weiter.
@aKiRaThEmEsSiAhaber natürlich ist springbreakers ein genialer film! und das schöne ist: leuten denen er nicht gefällt kann man unterstellen das sie ihn nicht gecheckt haben weil er eben ein kunstfilm ist! :-)kann dir vom gleichen regiesseur übrigens auch
Wahrscheinlich müsste er aber im Grunde genommen fragen, wieviele Kunden es denn gibt, die solch “”ernste”” Spiele überhaupt kaufen würden? Gibt wohl sicher ein paar, aber kommerziell erfolgreich wäre das sicher nicht. Spiele sind ja in erster Linie Zerstreung und Zeitvertreib. Ich glaube nicht, dass man eine Peter Scholl-Latour Nah-Ost Simulation gerne spielen würde. Naja, vielleicht im Multiplayer-mode 😀
Ich verstehe das Gejammere nicht. Es gibt bedeutend mehr geniale Spiele, als ich Zeit zum Zocken hätte. Und nicht zuletzt dank Retro- und Indiegames ist das Spektrum so breit wie nie zuvor. Ich spiele um Spaß zu haben, nicht um über dem Ernst des Lebens zu brüten. Wie Sauerland schon treffend bemerkt hat, gibt es dafür weitaus bessere Medien als Videospiele. Diese krampfhaften Bemühungen, den Spaß aus dem Spiel herauszunehmen und durch Pseudo-Anspruch zu ersetzen (mehr als das ist es für mich ohnehin nicht) sind krampfhaft bemüht und albern.
@Funatic .. Springbreakers? Wirklich? “” genilaler /Kunst/Party/Gangster/softporn der bei mir noch tage nachgewirkt hat. “” … Habe ich da irgendetwas verpasst? Langweiliger und monotoner Film. Nicht mehr und nicht weniger. Die Filmindustrie … Da gibt es
[quote=Diragon]
So tolle Kritiken hat Micky Epic auch nicht erhalten, wen wundert da noch den Studioschluss
[/quote]Das Problem liegt wohl weniger bei den Kritiken als bei den Verkaufszahlen. Mir haben beide Teile einen Riesenspass gemacht. Sind halt 3D Hüpfer der alten Schule, umfangreich und Charmant dazu. Die Kiddies von heute spielen lieber CoD/Halo oder sonst was.
So tolle Kritiken hat Micky Epic auch nicht erhalten, wen wundert da noch den Studioschluss
Vielleicht leiden wir alle an zuviel Interaktivität. Vor Internet, Smartphone, Tablets und Co. hat das Gros der Leute viel weniger elektronisch interagiert. Videospiele waren was besonderes, PCs noch sehr teuer und nicht so stark verbreitet und mit Strategiespielen und Adventures auch eher auf ein älteres Publikum ausgerichtet.Heute hingegen sind wir ständig involviert in solche Aktivitäten: schreiben SMS, Mails oder kommunizieren über andere Dienste, tauschen uns aus auf SocialMedias, drehen Videos, machen Bilder, die wir augenblicklich mit allen teilen, hören Musik wann und wo wir wollen, spielen Games unterwegs, sehen Filme, die wir direkt über onlineanbindung (Bluray) kommentieren können, etc. Da braucht es uns auch nicht weiter zu verwundern, wenn wir eine Uebersättigung wahrnehmen. So kann uns ein neues Spiel nur noch wirklich dann begeistern wenn es sich frisch anfühlt, aber das wird immer schwieriger, weil der Reiz des Neuen längst obsolet ist. Und wenn man sich die Zeit für die ganzen gestiegenen Beschäftigungsmöglichkeiten auch noch aufteilen muss, dann ist es die logische Konsequenz, dass man auf Bewährtes greift statt zur Innovation, weil man unbewusst den Drang verspürt gleich losspielen zu wollen weil einem die Zeit sonst woanders fehlt, und man nicht erst mühsam Steuerungsschemata verinnerlichen will.Früher kaufte man sich ein Spiel und es dauerte bis man sich an Gameplay und Steuerung gewöhnt hatte. Die Schwierigkeitsgrade waren teilweise deutlich höher. Schaffte man ein Spiel, war das ein tolles Erfolgserlebnis, man hatte schliesslich viel Zeit mit dem Spiel verbracht.Um es auf den Punkt zu bringen, heute wollen wir uns gar nicht mehr die entsprechende Zeit geben, alles muss viel schneller gehen, weil man sonst das Gefühl hat, an anderer Stelle zu kurz zu kommen. Aktuelle Spiele entsprechen genau diesem Muster.In absehbarer Zeit seh ich aber auch keine Chance, dass sich was ändert. Veränderung muss zuerst bei der Person die man täglich im Spiegel sieht beginnen, bestimmt doch unser Konsumverhalten, die Wege, die die Industrie beschreitet.
das Problem mit den filmen/spielen ist doch folgendes:hab vor 4 Wochen “”springbreakers”” im Kino gesehen. genilaler /Kunst/Party/Gangster/softporn der bei mir noch tage nachgewirkt hat. vorgestern hab ich “”the perk of being a wallflower”” gesehen. grossartiger “”growing up”” film der mich heute noch beschäftigt. so gibt es zig Beispiele und es kommen jedes jahr mindestens 10 filme raus die mich wirklich flashen und mir was, abseits des puren konsumierens”” geben. bei spielen war das auch mal der fall: System shock 2, deus ex, star wars the old republic, myst, FF VII, Grim Fandango, Portal 1, Planescape Torment, Fallout,shenmue…ich könnte ne ganze liste an spielen aufzählen die mich ende der 90er bis mitte 2000 durch die Story, Atmosphäre oder das gameplay gefesselt haben und an die ich noch heute bleibende Erinnerungen hab. nun schau ich mir die letzten jahre an: wenn ich indie titel wie z.b. to the moon weglasse bleiben da bioshock, mass effect 1, el shaddai und xenoblade chronicles die bei mir solche “”Magic moments”” ausgelöst haben. ich hatte natürlich noch mit vielen anderen games spass aber die klasse und den Anspruch den spiele mal hatten ist leider verlorengegangen. wenn ich mir heute assasins creed, mordern warfare, gears of war, resident evil und wie die ganzen Serien heissen anschaue komm ich mir als spieler doch etwas verarscht vor. hält mich die Industrie für dumm oder warum gibt es keine guten Geschichten mehr? liegt es nur an mir oder spielen sie die meisten games heute völlig austauschbar? haben die Entwickler keine Fantasy oder warum muss ich ständig durch die gleichen settings latschen? wenn mich filme, als völlig interaktionsfreies und rein erzählendes medium, mehr ansprechen und berühren als Videospiele mit ihrer Interaktivität und dirketen Beeinflussbarkeit der Handlung dann läuft in der Industrie gewaltig was schief! und darum kann ich warren spector nur beipflichten!
Warren Spector = Epic Mickey = Epic Fail Wurde er gezwungen so einen langweiligen Mist wie Mickey zu entwickeln ? Warum wurde denn 2007 sein Laden von Disney übernommen ? mangelnder Erfolg ? Der Mann hat es doch selbst in der Hand gehabt seine Visionen zu verwirklichen… Scheint ja nicht funktioniert zu haben.Solche Leute (hier bitte beliebige”” große Entwickler””, die heute nichts mehr auf die Reihe kriegen einsetzen) kann ich nicht mehr ernst nehmen.
[quote=SxyxS]
Sein Filmvergleich hinkt zudem in einem entscheidenden Detail-die Filmemacher die originelle Filme produzieren wollen tun das in der Regel mit Indie Filmen(dem gegenpart zu Indiespielen) ,dann holen sie sich brav ihre Filmpreise beim Sundance Festival ab u niemand guckt sie.Da sind Indiespiele erfolgreicher u mutiger.
[/quote]Das ist genau der Punkt. Die Beispiele, die der gute Herr Spector nennt, sind alles mehr oder weniger IndieProduktionen. Es will doch wohl keiner behaupten, dass Lincoln, oder ein Haneke, Big Budget Produktionen sind? Lincoln hatte ein Budget von 50 Millionen Dollar, Liebe kam gerade mal auf 7 Millionen. Life of Pi zu nennen, ist auch ein Witz. Mit 120 Millionen geht er gerade noch so als Big Budget durch, ist aber eine astreine Lizenz-Versoftung, oh ich meine natürlich Verfilmung, von einem Weltbestseller. Bei den wirklichen Big Budget Filmen findet man eher solche Perlen wie John Conner oder Fluch der Karibik und da auch nur die Nachfolger. Spiele können da schon mithalten. Shenmue war mit knapp 47 Millionen damals Big Budget, kann noch heute mit dem Budgets Lincolns konkurieren und bietet erheblich mehr Anspruch, als zum Beispiel ein John Connor. Im Mittelklasse-Bereich gibt es Spielerfolge wie Shadow of the Collosus, oder Journey, welches auch ein multi-Millionen Dollar Projekt geworden ist. Und diese Spiele sind nun echt erweiterter Mainstream. Das storytechnisch interessanteste Spiel, das ich je gespielt habe, war übrigens Illbleed. Selten so eine beißende Kritik an unserem Gesellschaftssystem erlebt wie dort und das recht subtil und noch dazu in einer schmackhaften Popcorn-Hülle verpackt.
Beeberman, du hast den Text zumindest wenn dann nicht alleine missverstanden.
Wenn ich mir die Kommentare hier so durchlese, frage ich mich ob einige den Text oben schlicht weg nicht verstanden haben…Er hat ja nie behauptet Spiele sollten mehr wie Filme werden… es geht mehr darum, dass es bei Filmen Vorbilder gibt, die es so aus seiner Sicht in Spielen nicht oder nur bedingt gibt.Spiele sind schon sehr in ihrem eigenen Schema gefangen… fraglich ist nur ob Spiele anders überhaupt funktionieren 😉
[quote=captain carot]
Ganz unrecht hat er nicht. Wirklich ernsthaftes scheint im Mainstream keinen richtigen Platz zu haben. Nehmen wir spaßeshalber mal Assassin´s Creed. das eigentlich ja auch ernsthafte, historische Hintergründe wie die Kreuzzüge oder den Unabhängigkeitskrieg verwurstet, dabei aber alles durch Animus, erste Zivilisation und den ganzen Unfug wieder “”auflockert”” und möglichst unernst und Mainstreamkompatibel verwurstet.
Oder auch Deus Ex Human Revolution. Im Prinzip könnte Deus Ex die Thematik von Filmen wie Blade Runner oder Ghost in the Shell aufgreifen. Letztendlich hängt es sich auf Storyebene aber auch wieder an Verschwörungen, Illuninaten usw. auf.
Auch gameplayseitig bleiben sie unter´m Strich eben doch konventionell.
Klar, Heavy Rain könnte man jetzt vllt. nennen, da sind wir aber beim Serienkiller. Mit Beyond übrigens direkt beim Übernatürlichen und Imposanten und wohl auch Verschwörungen. Gameplayseitig mögen beide vllt. etwas anderes bieten, storyseitig schafft es aber auch Quantic Dreams nicht wirklich, sich von ausgetretenen Pfaden zu befreien.
Die Umkehrfrage könnte natürlich sein, haben Spiele das überhaupt nötig?
[/quote]Also ich finde schon dass spiele das (sehr) nötig haben… ich weiß nicht wie es anderen geht aber ich bemerke bei mir wie ich immer weniger spiele… und ich führe nicht an “”ich habe da keine zeit mehr für”” sondern aus mangel an alternativen…Ich fühle mich so dermaßen übersättigt von der ganzen Industrie… man wird mit scheisse zugemüllt, entweder unspielbarer humbuk oder total lächerliche spielkonzepte… oder shooter halt… im jahr sind es bei mir nicht mehr als sagen wir 3-maximal 5 games wenn überhaupt… Wenn neue ansprechende spielkonzepte erscheinen würden, würde mir mein Hobby auch mal wieder mehr Spaß machen…Und von ausgetreten wegen seitens quanticdream kann man nun wirklich nicht sprechen, haste das überhaupt mal gespielt, captain carot?Wobei ich nicht finde dass spiele es nötig haben “”einen auf Film”” zu machen… sie sollten stets als eigenständiges Medium verstanden werden…Das ist wirklich mal ein spiel welches nachhaltig im Gedächtnis blieb… nicht son gears of call of creed…
Ich finde das Beispiel mit dem Iran-Spiel recht interessant.Denn wenn Videospiele den Statuts eines Kulturguts einhalten möchten, muss auch eine historische Aufbereitung in irgendeiner Form Teil davon sein.
Mich sollen Videospiele, Serien und Filme lediglich unterhalten. Wenn ich meinen Horizont erweitern will, benutze ich ganz andere Medien. Solange ich mit einem Videospiel meinen Spaß habe, ist mir die “”Tiefgründigkeit”” der Story egal.
er sollte sich mit David Cage zusammen tun,oder dem Typ von Last Guardian,oder Tim Schaeffer oder den Journey Machern.Und TLOU scheint auch jenseits des Mainstream zu sein.Zudem gibt es da noch für pece Antichamber.Sein Filmvergleich hinkt zudem in einem entscheidenden Detail-die Filmemacher die originelle Filme produzieren wollen tun das in der Regel mit Indie Filmen(dem gegenpart zu Indiespielen) ,dann holen sie sich brav ihre Filmpreise beim Sundance Festival ab u niemand guckt sie.Da sind Indiespiele erfolgreicher u mutiger.-die Hollywood Blockbuster sind 100% von der Stange u vorhersehbar(die Inspiration des Egoshootenden Übermenschen der im Alleingang Horden von gegnern platt macht ist ja durch Hollywoodgrössen wie Rambo(ausnahme teil1)u co inspiriert ,so dass man mittlerweile 08/15 Ware wie das neue Star Trek lobhudelt,dass ausser bemüht anders zu sein nichts neues bietet.Da darf sich höchstens der Tarantino noch austoben u Christopher Nolan geniesst neben Peter Jackson noch etwas Narrenfreiheit-der rest besteht darin Michael Bays u JJ Abrams schinken zu lobhuddeln wobei zweiterer nur anspuchsvoll erscheint weil der erstere auf dem Gebiet rein gar nichts liefert. Dazu noch ein Bond u Marvel/DC verfilmungen(Hey Lego-ich will einen Lego Bond!!Da gibt es so viel zum verarschen!))-und der Rest an eigenständigkeit eines Films wird durch Testscreens u Nachdrehen von Filmszenen ruiniert wenn die Testzuschauer den Film zu schlecht bewerten u zb ein Happy End wollen.
Also ich finde das Ihr alten Zockerhasen das Videospielen zu wichtig nehmt!Eure Fantasie stumpft ab weil eure Synapsen übersättigt sind.Die Stufe die Ihr anstrebt haben andere schon längst erreicht indem sie selbst Welten erschaffen und sich nicht ständig füttern lassen. Mit Geld kann man sich nur bedingt alles geben der Rest koomt immer von uns selber… Die Erfahrungen die ihr im Leben mit spielen erlangt habt macht die heutige Generation mit heutigen Spielen. Ihr seit einfach übersättigt.Und Mr. Spector lässt nur seinen Frust über den Misserfolg von ME2 freien lauf.Wenn Kinder Kritiken schreiben würden oder überhaupt das Bedürfnis danach hätten bekäme Mr. Spector seine Bestätigung. Aber Mickey Maus ist Vergangenheit!
Lustig dieser Vergleich mit der Filmwelt. Den kann er sich aber an die Backe schmieren. Die Filmwelt hats vorgemacht und die Videospielwelt zieht nach.Hab mal in einem Büro einen interessanten Spruch auf der Pinnwand gelesen, der auf Herrn Spector zutrifft.Jemand der ein Problem erkennt und nichts zu dessen Lösung beiträgt, ist ein Teil des Problems.Ich spiele Videospiele, um mich erwachsen zu fühlen? Ich glaub der hat wirklich ein Rad ab. Interessant ist die Aussage auch deshalb, weil er in Interviews immer so ambitioniert wirkte in Bezug auf Mickey Epic. Herausgekommen ist ein gutes, aber halt kein sehr gutes Spiel, das genauso Mainstream ist, wie ein Haufen anderer auch.Ich wünsche mir, dass Spieldesigner mit einer Unbekümmertheit wie Mr. Myamoto an die Sache rangehen. Der versteht etwas vom Spass am Spielen.Was Warren Spector wahrscheinlich meint, ist, dass man die meisten Probleme in Spielen mit ein bisschen Ballerei wegschaffen kann. Aber beileibe sind nicht alle Spiele so. Sein Schaffen in allen Ehren, aber er ist halt ein weiterer Klugscheisser mit eigenem Blog und fertig.
Wenn ich an früher denke, gott war ich lange an der Spielekonsole gefesselt. Ich kenne in dieser Konsolengeneration nicht mal eine Hand voll Spiele, die ich oft noch einmal spiele. Bei mir ist es nur ME 1 und 2. Ich glaube langsam, die Konsolenwelt muss erst untergehen, bevor es wieder herausfordernde und spannende Spiele gibt
Es geht im wohl weniger um die Art der Geschichtenerzählung als um die manigfaltigkeit des Mediums. während die banale Unterhaltung des beschalen lassens sich in zig unterschiedliche Genres unterteilt. Besteht das Videospielbis im Grunde aus 2 Genres Action und Sport. Alle anderen sind entweder ausgestorben oder sind Kryptiden. Das Korsett das die Branche trägt ist derart eng, dass für Kreativität und neue Spielansätze kein Platz mehr ist. Marktforschung sorgt dafür das dem so bleibt.
Dazu fällt mir momentan nur Bioshock Infinite ein. Für mich gehen hier story und gameplay eine hervorragende Symbiose ein! Für mich ist die Story ganz oben auf meiner alltime-favoritenliste… und zwar mediumübergreifend.
beifall plus Daumen hoch für warren spector! sehe ich genauso und diese Entwicklung sorgt dafür das die letzten jahre meine Begeisterung für das medium Videospiele deutlich gelitten hat.
Ganz unrecht hat er nicht. Wirklich ernsthaftes scheint im Mainstream keinen richtigen Platz zu haben. Nehmen wir spaßeshalber mal Assassin´s Creed. das eigentlich ja auch ernsthafte, historische Hintergründe wie die Kreuzzüge oder den Unabhängigkeitskrieg verwurstet, dabei aber alles durch Animus, erste Zivilisation und den ganzen Unfug wieder “”auflockert”” und möglichst unernst und Mainstreamkompatibel verwurstet.Oder auch Deus Ex Human Revolution. Im Prinzip könnte Deus Ex die Thematik von Filmen wie Blade Runner oder Ghost in the Shell aufgreifen. Letztendlich hängt es sich auf Storyebene aber auch wieder an Verschwörungen, Illuninaten usw. auf.Auch gameplayseitig bleiben sie unter´m Strich eben doch konventionell.Klar, Heavy Rain könnte man jetzt vllt. nennen, da sind wir aber beim Serienkiller. Mit Beyond übrigens direkt beim Übernatürlichen und Imposanten und wohl auch Verschwörungen. Gameplayseitig mögen beide vllt. etwas anderes bieten, storyseitig schafft es aber auch Quantic Dreams nicht wirklich, sich von ausgetretenen Pfaden zu befreien.Die Umkehrfrage könnte natürlich sein, haben Spiele das überhaupt nötig?
Ich bin nicht unbedingt von der Idee begeistert ,Filme als Vorbilder heranzuziehen.Eine cineastische Inszenierung ist ja schön und gut ,nur leidet die Interaktivität zwangsläufig darunter.Am Beispiel Heavy Rain ist sowas ja gut zu sehen. Die Inszenierung mag absolut top sein ,die spielerische Komponente beschränkt sich aber fast ausschließlich auf das Bewältigen von QTEs.Für mich sollten Spiele nunmal vorrangig interaktiv sein. Eine gut erzählte und vor allem erwachsene Story ,muss doch nicht automatisch mit einer Einschränkung der Interaktivität einhergehen ,oder etwa doch? Warum sollte man dem Spieler im Laufe einer Handlung ,die Kontrolle über die Spielfigur entziehen ,wenn der Spieler diese quasi dauerhaft verkörpert? Quasi in sie hineinschlüpft ,um eben diese Figur zu “”werden””. Macht es dann Sinn ,den Handlungsspielraum einzuschränken nur weil einem gerade die Geschichte anhand einer Videosequenz näher gebracht?Viele interaktive Zwischensequenzen beschränken ihre Interäktivität ja oft nur auf das Herumschwenken der Kamera ,oder das Bewätigen diverser QTEs.Hier muss doch auch mehr gehen. Man könnte mit ein bisschen mehr Kreativität und Finesse doch auch gut erzählte Spiele gestalten ,ohne den Spieler in seiner Handlung einzuschränken. Es sollte im eigenen Ermessen des Spielers sein ,ob er der Figur ,die gerade über die Geschichte der Spielwelt schwadroniert , nun aufmerkasam zuhört oder eben nicht. Je nachdem welche Aktionen der Spieler während des Gesprächs durchführt ,müsste die Umwelt anders auf ihn reagieren. Viellecht sollte man mal diesen Denkansatz weiterverfolgen.Videospiele haben nämlich etwas ,was Filmen komplett abgeht. Und zwar die Beeinflussung der Handlung. Und genau das ,sollte auch in Zwischensequenzen möglich sein.