
Was lange währt, wird endlich gut? Um zu ergründen, ob diese Binsenweisheit auf The Legend of Zelda: Breath of the Wild zutrifft, nimmt Euch Matthias mit auf eine aufregende Reise nach Hyrule
Aufgewacht in einer düsteren Kaverne, mal wieder ohne Hemd und Hose. Sekunden später fällt meinem Link ein obskures Tablet in die Hand, der sogenannte Shiekah-Stein. Der kann ‘ne ganze Menge, dazu aber später mehr. Ich will erstmal raus und die Spielwelt bei Licht sehen. Gut, eigentlich habe ich sie schon in zwei Anspiel-Sessions in den letzten Monaten kurz erlebt aber da hat sich grafisch hoffentlich noch was getan. Und tatsächlich: Die Fernsicht ist besser als noch vor wenigen Wochen, auch die Farben wirken etwas kräftiger. Manche Elemente sind richtig hübsch: der comicartige Stil der Figuren, die herumhuschenden Tierchen, sonnenbeschienenes Gras. Doch es gibt auch Schattenseiten, bei denen mein von Horizon: Zero Dawn verwöhntes Zockerauge blinzeln muss: matschige Fels- und Bodentexturen, Detailarmut in der Ferne, generell wirkt vor allem der Anfangsbereich schon ziemlich trist.

Trotzdem stürze ich mich voller Vorfreude auf all das, was noch kommen mag, in die ersten Dialoge. Link ist wie immer so redselig wie ein Stück (Deku-Baum-) Holz und mein erster Gesprächspartner, ein kauziger Clochard, glänzt nur in Zwischensequenzen mit (stimmiger, deutscher) Sprachausgabe; die normalen Gespräche laufen jedoch in Textboxen ab. Hmm, das machen andere Spiele im Jahr 2017 aber besser! Auf Geheiß des Alten erkunde ich die ersten Schreine des Startgebiets erst dann will er mir etwas geben, damit ich das Areal verlassen kann. Diese ersten Schreine sind Mini-Dungeons, die mir die magischen Funktionen meines Shiekah-Steins näherbringen, simple Tutorials könnte man auch sagen. Ich lerne, wie man mit Bomben Dinge auf- bzw. wegsprengt (Yeah, unendlicher Bombenvorrat!) und lenke Metall-Platten mit der eingebauten Magnet-Funktion. Spontaner Selbstversuch: Ja, es fügt Link Schaden zu, wenn man ihm eine Metallkiste aus größer Höhe auf den Kopf fallen lässt. Immerhin wissen wir jetzt, dass wir das auch bei Gegnern machen können
Apropos Gegner: Im ersten Bereich haben wir es vor allem mit diesen roten Knilchen zu tun, den recht harmlosen Bokblins. Für die reichen ein paar Schwerthiebe aus oder wenige Pfeile mit dem Bogen.








