Meinung & Wertung
Martin Gaksch meint: Prächtig animiert gleitet der Jüngling von Plattform zu Plattform und erledigt stilvoll seine Widersacher. Auf großzügigen Extra-Segen muß Nintendos Aladdin ebenso verzichten wie sein Mega-Drive-Alter-Ego, dafür geht er deutlich geruhsamer zu Werk. Von Hektik keine Spur – ein wesentlicher Grund, warum mir diese Adaption besser gefällt. Allerdings hätte Capcom ein paar zusätzliche Levels spendieren dürfen: Allzu schnell sind die sieben Spielstufen erkundet. Traumhaft schön ist die Kombination aus gradlinigem Jump´n´Run und dezenten Rätseleinlagen gelungen. Um bestimmte Objekte zu erhaschen, müßt Ihr Aladdin pixelgenau postieren und gewagte Joypad-Kommandos ausführen. Klare Sache: Schwächere Grafik als bei Virgins Mega-Drive-Version, aber ein ausgefeilteres Spielkonzept. An Magical Quest kommt´s jedoch nicht heran.
Andreas Knauf meint: Im Gegensatz zum Mega-Drive-Märchen hat Capcoms Filmumsetzung spielerisch mehr auf dem Kasten. Während der Hauptdarsteller des Virgin-Gegenstücks hektisch durch die Levels turnt, freut sich Capcoms Aladdin über knifflig Spielsituationen der Marke Prince of Persia – ruhiger, aber spannend. Optisch erreicht die Nintendo-Version nicht die famose Pracht der Mega-Drive-Variante: Aladdin sieht zwar gut aus, ist jedoch eher ein koventionelles Jump’n’Run als ein interaktiver Zeichentrickfilm. Dafür spielt Hektik nicht die Hauptrolle Geschicklichkeit und gutes Timing sind gefordert – draufhauen kann schließlich jeder. Wenn Ihr Mega Drive und Super Nintendo in Eurer Märchenstube habt, müßt Ihr Euch wohl beide Spiele holen. Der Grafik-Oscar geht an Virgin, Capcom bewies ein sicheres Händchen und programmierte ein Spiel mit ruhigem Charakter.
Spannendes Jump’n’Run-Märchen aus 1001 Nacht. Grafisch schlechter als auf dem Mega Drive, dafür spielerisch ausgefeilter.
| Singleplayer | ![]() | 80 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |










