Gerüchte über eine 4K-fähige neue Variante der PlayStation 4 machen schon länger die Runde, zuletzt griff kotaku.com die Geschichte wieder auf. Nun meldet sich eurogamer.net zu dem Thema. Laut der Website ist die als PlayStation 4.5 bekannte Hardware-Revision durchaus Realität, Sonys R&D Abteilung verfüge schon über Devkits.
Das interessante: Die neue PS4-Variante soll nicht stark genug sein, native 4K-Spiele in der gleichen optischen Qualität wie ihre derzeitigen 1080p-Pendants zu liefern. Das heißt im Klartext: 4K-Medien wie Filme können abgespielt werden und natürlich kann die Konsole dann auch mit Techniken wie HDR umgehen, natives 4K in Spielen bleibt aber außen vor.
Eurogamer geht davon aus, dass das neue Modell einen abgewandelten neuen Prozessor enthalten wird und stellt für die Zukunft der PS4.5 drei Thesen auf:
1. Es wird eine deutlich stärkere PS4 geben. Der Sprung vom 28nm-Verfahren, in dem momentan die Chips der PS4 gefertigt werden, zu einem 14- oder 16nm-Verfahren bedeutet, dass auf dem gleichen Platz theoretisch die doppelte Leistungsstärke erzeugt werden kann. Jedoch geht Eurogamer davon aus, dass zwar die GPU (also der Grafikchip) im Vergleich zu heute erheblich leistungsstärker sein dürfte, die CPU (also die Hauptrecheneinheit) aber nicht. Für eine stabile 4K Berechnung bräuchte es aber auch schnelleren und mehr Arbeitsspeicher, zur Darstellung von UHD-Filmen darüber hinaus auch ein neues Laufwerk. Deshalb würde eine neue PS4K recht teuer sein, dafür aber 4K, HDMI 2.0, HDCP 2.2 und HDR unterstützen. Massenhaft native 4K-Spiele sollten wir aber nicht erwarten.
oder
2. Es wird eine nur leicht veränderte PS4 geben, welche die gleichen Spiele abspielt wie die normale Konsole, allerdings optisch aufgebohrt. Mit einer deutlich stärkeren Konsole würde Sony die Spielergemeinde aufsplitten, was nicht in ihrem Sinne sein kann. Deshalb werden nur neuere Versionen der bestehenden Chipreihen genutzt, wodurch ältere Spiele nach Patches etwas besser laufen und volle 4K-Unterstützung für andere Medien gewährleistet ist. Native 4K-Spiele wären damit nicht möglich, aber eine höhere Auflösung als 1080p.
oder
3. Es wird wie in der Vergangenheit eine Hardware-Revision geben, deren Chips mit modernisierten Verfahren gefertigt werden. Damit wäre Kompatibilität mit 4K-Bildschirmen möglich, sowie auch Unterstützung von HDR. Die Auflösung bliebe aber bei 1080p, es gäbe keinerlei Aufspaltung der Spielergemeinde und außer den absoluten Technik-Geeks müsste sich niemand eine neue Konsole kaufen.
Was meint Ihr?