Rechnet man den Koch-Ableger Bon Appetit! mit, ist Deep Crimson der vierte Teil der Reihe, der in Europa erscheint. Erneut tretet Ihr als Ninja-Schülerin an, um Japan vor großer Gefahr zu bewahren.
Neu ist dieses Mal, dass Ihr gelegentlich im Team unterwegs seid: Aus diversen Gründen verbünden sich die Heldinnen nun mit ihren Erzfeinden der Hebijo-Akademie, der Handlung folgt Ihr in ausgiebigen, japanisch vertonten Zwischensequenzen. Ein Ninja wird von der KI gesteuert, der andere von Euch, auf Knopfdruck wechselt Ihr durch. Sonst bleibt sich die Serie treu: Mit einfachen Combos verprügelt Ihr das normale Gegner-Kleinvieh das gestaltet sich oft so simpel, dass Ihr diese Kämpfe durch simples Buttongeklopfe ohne Energieverlust meistert.
Wenn Ihr es mit einer Rivalin zu tun bekommt, wendet sich das Blatt: Die Schwierigkeit steigt exponential und auf einmal bekommt Ihr richtig die Hucke voll. Nur selten dürftet Ihr einen Bosskampf im ersten Anlauf meistern, bei einer Niederlage beginnt die komplette Mission von vorne wenigstens dürft Ihr die verdienten Erfahrungspunkte mitnehmen. Nehmt Ihr Schaden, wird Eure Kleidung zunehmend zerfetzt, die meisten Duelle enden mit zwei Kämpferinnen in knapper Unterwäsche.
Nackte Anime-Haut ist nach wie vor die zentrale Attraktion von Senran Kagura, besiegte bzw. entblößte Kämpferinnen dürfen dank der Gyroskop-Funktionen des 3DS aus allen Winkeln betrachtet werden in die Physik der permanent wogenden Brüste ist wohl mehr Arbeit als in das Kampfsystem geflossen. Manch ein Spieler mag dieser Schwerpunktsetzung zustimmen, dem Spielspaß kommt der Fokus auf Wäsche- und Fleischbeschau aber nicht zugute.
Thomas Nickel meint: Lassen wir die nackte Haut und die wogenden Brüste einmal außen vor, bleibt eine sehr schnelle Prügelei, der man eine spielerische Grundkompetenz nicht in Abrede stellen kann. Die Steuerung geht flott von der Hand, die Grafik läuft meist flüssig und die Bosskämpfe fordern. Gerade deswegen ist es schade, dass dem zweiten Senran Kagura nicht mehr Feinschliff zuteil wurde: Die Schwierigkeit macht wilde Sprünge, die Szenarien wiederholen sich innerhalb einer Mission etwas zu oft und auch der neue Mehrspieler-Modus reißt keine Spielspaß-Bäume aus.
- arg großer Fokus auf nackter Haut
- Modul-Fassung in Deutschland nur bei Amazon erhältlich
Kompetentes wie flottes Ninja-Vermöbeln mit knackigen Bossen, das jenseits der soliden Basis zu viel auf plumpen Fanservice setzt.
| Singleplayer |  | 67 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |