Ein Spiel wie OneeChambara schert sich nicht um Konvention und Glaubwürdigkeit. Es feiert die Absurdität, indem es knapp bekleidete Frauen mit ständig wogenden Brüsten gegen Zombies und anderes Monster-Volk in den Kampf schickt. Splatter und Anzüglichkeiten schließen sich nicht aus, was schon klassische Horrorfilme wie die Freitag der 13.-Reihe beweisen. Mit dieser Verbindung einher geht oft ein gewisser Trash-Faktor hinsichtlich Ausstattung und Inszenierung. Und auch in dieser Hinsicht enttäuscht OneeChambaraZ2: Chaos keinesfalls…
Wir können aufgrund mangelnder Japanisch-Kenntnisse nicht ausschließen, dass die Geschichte des Spiels eine tiefgründige Erklärung für die etwas schlüpfrige Action liefert. Wir wagen dennoch zu behaupten, dass die Story zu vernachlässigen ist. Somit steht allein das Gehacke auf dem Bildschirm im Mittelpunkt. Was geht dabei ab? Jede Menge Arme, Beine und Köpfe, denn die vier Samurai-Kriegerinnen arbeiten sich mit Doppel-Katana, Kettensäge oder Kampfhandschuhen durch Massen von Untoten, Gargoyle-Kreaturen, merkwürdigen Sand-Haien und natürlich fliegenden Biestern dank Zielaufschaltung behaltet Ihr einzelne Feinde im Blick. Jede der vier Ladys greift auf ein bestimmtes Waffenset zurück, das im Spielverlauf ebenso wie die möglichen Moves erweitert werden kann. Zwei Buttons lassen die Damen Angriffe ausführen, die schnell zu langen Schlagfolgen werden, eingesprungene Schläge gehören ebenfalls zum Repertoire.
Mitten in einer Combo wechselt Ihr durch Druck aufs Steuerkreuz zwischen den Figuren und haut pausenlos weiter 100-Hit-Serien sind daher keine Seltenheit, sondern die Regel. Weil das ganze Blut Eure Waffen träge macht, entfernt ein Druck auf L1 den daran klebenden Lebenssaft, denn nur ein sauberes Schwert ist ein starkes Schwert! Abgesehen vom Wechselspiel der Mädels bietet OneeChambaraZ2: Chaos keine spielerischen Besonderheiten. Der Ablauf bleibt immer gleich: In Wüste oder Stadt säubert Eure Kriegerin einen durch Barrieren eingegrenzten Bereich, läuft ein paar Meter, räumt den nächsten leer und so weiter. Auf kleine und große Bosse trefft Ihr am Ende jedes Gebiets: Diese machen Euch in Begleitung normaler Feinde das freizügige Leben schwer. Habt Ihr die Energie der großen Kreaturen dezimiert, wischt Ihr in Quick-Time-Events übers Touchpad des Controllers und gebt dem Pack damit den Rest.
Die spielerische Eintönigkeit steht in Einklang mit der optischen Qualität. OneeChambaraZ2: Chaos schickt Euch durch schwach texturierte Levels in Japan, China oder Amerika Abwechslung innerhalb der Abschnitte gibt es nicht. Animationen oder Charakter-Design sparte Tamsoft ebenfalls ein, sodass die Beschreibung Hochaufgelöster PS2-Durchschnitt auf sämtliche grafischen Aspekte des Spiels passt. Lobenswert ist allein die flüssige Bildrate. Der kraftlose Mix aus Pop- und Rock-Sound versackt im Gemisch aus Kampfgeräuschen und dem Japsen der Mädels, das Ihr bei jedem Schritt zu hören bekommt. Macht das Ganze denn mit einem Freund mehr Spaß? Diese Frage erübrigt sich, denn ein Mehrspieler-Modus existiert nicht.
Sascha Göddenhoff meint: OneeChambaraZ2: Chaos kann man spielen, muss man aber sicher nicht. Wenn ich Action mit einem hohen Anteil abgetrennter Körperteile will, zocke ich irgendein God of War. Möchte meine schmutzige Fantasie weibliche Oberweiten absurd hüpfen sehen, werfe ich ein Dead or Alive ins Laufwerk das spielt sich noch dazu prima! Ein Totalausfall ist OneeChambara nicht, aber hinsichtlich Spielbarkeit und Technik ungefähr im Jahr 2004 stehen geblieben. Das findet sicher seine Fans, doch ich gehöre nicht dazu. Viel langweiliger und anspruchsloser kann ein Actionspiel kaum sein da helfen auch knappe Bikinis nicht weiter.
- vier Zombie-Killerinnen mit unterschiedlichen Ausprägungen
- wechselt im Kampf zwischen den Damen
- pausenloses Metzeln ohne Anspruch
- 8,06 GB Installation
Äußerst eintönige Metzel-Action mit veralteter Technik spielerisch ist OneeChambaraZ2: Chaos ungefähr so limitiert wie die Kleidung der Mädels!
| Singleplayer |  | 52 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |