| Spiel: | Tengami |
| Publisher: | Nyamyam |
| Developer: | Nyamyam |
| Genre: | Denken |
| Getestet für: | Wii U |
| Erhältlich für: | Wii U |
| USK: | |
| Erschienen in: | 1 / 2015 |
Stellt Euch vor, Ihr könntet durch ein aufgeschlagenes Buch laufen, dessen Seiten wie kleine Origami-Papierkunstwerke gestaltet sind. Überall sind hübsche Felsen und Flüsse, kleine Tempel, hier ein Kirschblütenbaum, dort ein mondbeschienener Felsen mit einem heulenden Wolf obendrauf.
Via Point-and-Touch-Mechanik (eine direkte Steuerung per Stick ist nicht möglich) lenkt Ihr ein kleines Männeken durch diese japanische Idylle. An leuchtenden Stellen könnt Ihr mit den Hintergründen interagieren. Wenn Eure Figur an einen solchen Ort gelangt ist, könnt Ihr durch einen Wischer über den Touchscreen des GamePads ein Umblättern oder Falten der Buchseite auslösen: Im simplen Fall gelangt Ihr dann in den nächsten Levelabschnitt, den Keller eines Hauses oder das Innere eines Schiffswracks. Kniffliger wird es, wenn diese Mechanik für kleine Rätsel verwendet wird: Dann ist z.B. der verzweigte Weg auf einen Berg wie in vier Papierfetzen zerrissen. Durch das Hin- und Herschieben dieser Papierbahnen ebnet Ihr Eurer Spielfigur den Weg nach oben.
An anderer Stelle müsst Ihr zum Öffnen einer Tür einen Zeichencode eingeben. Dann sollt Ihr die Umgebung genau untersuchen z.B. wird beim Umklappen eines Raums an einer nur kurz sichtbaren Seitenwand eines der gesuchten Zeichen sichtbar.
Durch das ständig nötige Touchscreen-Tippen müsst Ihr dauernd aufs GamePad blicken die auf dem TV noch hübschere Grafik genießen nur Zuseher im Raum. Kommt Ihr bei einem Rätsel nicht weiter, hilft ein rudimentäres Tipp-System. Eine Hintergrundgeschichte fehlt leider.
Matthias Schmid meint: Boah, was für eine Enttäuschung! Eigentlich mag ich simple Spielchen mit ein bisschen Ich bin Kunst-Attitüde. Deshalb freute ich mich seit dem ersten Tengami-Trailer auf dieses Spiel. Herausgekommen ist jedoch eine 90-minütige Sinfonie der Langeweile, die ich gern schon nach einer Viertelstunde abgeblasen hätte. Euer Papier-Männeken schleicht wie eine Schnecke durch eng begrenzte Areale, die Touch-Steuerung ist ungenau und nervig, die Rätsel mit ein paar Ausnahmen supersimpel. An anderer Stelle wird dann wieder überhaupt nicht gesagt, wo ich hin soll oder ein Item einzusetzen ist. Seine Existenzberechtigung rettet Tengami durch den einzigartigen Look und ein paar pfiffige Schieberätsel.
Gähnend langweiliges Denk-Adventure mit hübscher Optik.
| Singleplayer | ![]() | 5 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |
















