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Als die technischen Daten der PlayStation4 im letzen Jahr erstmals bekannt wurden, waren selbst Experten überrascht: Sony setzte auf kostspieligen GDDR5-RAM, und davon gleich 8GB – ursprünglich sollte die Konsole mit nur 4GB Arbeitspeicher ausgestattet werden.
Das Entwicklerteam des PS4-Start-Titels Knack erklärte nun gegenüber Inside Games (übersetzt von DualShockers), wie es zur Speicherverdopplung kam: Das Hauptproblem bei der Entwicklung war, dass dem Team viele Details der Hardware-Architektur schlicht nicht bekannt waren. Das führte laut Lead Programmer Tsuyoshi Murakami zu langen Diskussionen mit Sony, auf denen das Knack.-Team unter anderem auch erklärte, dass 4GB RAM nicht ausreichend wären – was Sony schließlich dazu bewog, diesen zu verdoppeln. (Ob diese – doch ziemlich gewichtige – Entscheidung tatsächlich “so einfach” getroffen wurde, sei erstmal dahingestellt.)
Im Interview verteidigten die Knack-Entwickler hauptsächlich ihr (bei der Kritik nicht sonderlich gelobtes) Spiel; neben der Hardware-Unkenntnis sei auch der enorme Arbeitsaufwand, den ein Next-Gen-Spiel erfordert, unterschätzt worden, weshalb man viele Aufgaben “outsourcen” musste.
Schon an der diesjährigen E3 konnte Nintendos Präsident Satoru Iwata aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen (wir berichteten hier). Nun kündigte er in einem Brief an, dass er auch auf der alljährlichen Aktionärs-Versammlung fehlen wird, da er sich einer Operation unterziehen musste. In seinem “Gallengang wurde eine Wucherung festgestellt”, erklärte er –“glücklicherweise sehr frühzeitig”, so dass diese behandelt werden konnte:
Recently, as the result of one of my routine physical examinations, an issue was detected. Following a more detailed examination, a growth was found in my bile duct. In general, it is said that a bile duct growth can be difficult-to-treat, partly because of the difficulty of detecting it early. In my case, luckily, it was detected very early and I had no symptoms.”
I was counselled that removal at an early stage would be the desirable medical option. Therefore I had surgery last week, and I came through it well, as predicted. I have already resumed my business by email and by other means, but it is anticipated that a little more time is needed for me to return to my regular work schedule.
As the president of the company, I regret that I cannot attend the meeting. However, I understand that I have to prioritize my medical treatment and to recover as soon as possible so that I will again be able to do my best to help the company to grow. I hope that you understand.
Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung.
Nachdem die Firma, die uns u.a. Mario und Link beschert hat, nach ihrem gelungenen E3-Auftritt wieder auf ein Stimmungshoch zusteuert, wollen wir Ihr doch gleich eine Top 10 widmen: Heute geht es um die besten Nintendo-Levels, die uns immer noch in Erinnerung bleiben, selbst wenn wir das dazugehörige Spiel schon lange nicht mehr gedaddelt haben.
Während Microsoft seine inzwischen monatlichen Firmware-Updates für die Xbox One stets vorab ankündigt und ausführlich vorstellt, genügt sich Sony mit einer schlichteren un unmittelbareren Art der Präsentation:
System software updates coming soon for PS4 (v1.72) and PS3 (v4.60), both will improve system software stability during use of some features
PlayStation (@PlayStation) 24. Juni 2014
Aber okay, wenn “verbesserte Stabilität bei einigen Dingen” die wichtigste Neuerung ist, braucht’s auch nicht wirklich mehr. Das PS4-Update ist bereits erhältlich, für die PS3 dürfte es demnach auch nicht mehr lange dauern.
Vincent Pontbriand, Senior Producer von Assassin’s Creed: Unity, hat jetzt CVG erklärt, warum der Titel nach all den Jahren nun erstmals einen Koop-Modus spendiert bekommt. Pontbriands Meinung nach sei dies lediglich eine logische und überfällige Konsequenz.
Demnach habe man ursprünglich schon drei Teile lang gebraucht, um den bisherigen PvP-Modus zu integrieren, aber als Templar in einem separaten Modus zu spielen, habe sich auch anders angefühlt. Diese Erfahrungen werde man jetzt in den neuen Koop-Modus integrieren, der alle Spielerlebnisse vereinen sollte.
Nachdem diese Entscheidung getroffen wurde, habe es laut Pontbriand Jahre gedauert, um das System von neuem aufzubauen und alles so zu kordinieren, dass es auch online vernünftig zusammen past.
Siliconera schreibt mit Berufung auf die aktuelle Famitsu, dass Agitha aus The Legend of Zelda: Twilight Princess in Hyrule Warriors als spielbarer Charakter anwählbar sein wird. Hierbei handelt es sich um die Königin des Insektenreiches, die Link im Verlauf seines Abenteuers bittet, 25 verschiedene Insektenarten aufzutreiben.
Außerdem ist in dem Bericht von einer weiteren Kämpferin namens Lana die Rede, unter der sich bisher aber niemand so richtig etwas vorstellen kann.
Am vergangenen Wochenende hatte die GameStar in einem Artikel berichtet, Crytek habe kurz vor der Insolvenz gestanden. Verantwortlich für die finanziellen Probleme des Unternehmens seien hauptsächlich schlechte Verkäufe der CryEngine sowie eine “katastrophale” Entwicklung von Ryse: Son of Rome gewesen. Darüberhinaus wäre der hauseigene Free-to-Play-Titel Warface bisher nur in Russland profitabel. GameStar beruft sich in dem Bericht auf Quellen innerhalb der Spieleindustrie.
Crytek hat diese Aussagen nun gegenüber VG24/7 dementiert und als “Gerüchte” eingestuft. In der Stellungnahme heißt es außerdem, man wolle sich weiterhin auf die Entwicklung und den Vertrieb der Spiele Homefront: The Revolution, Hunt: Horrors of the Gilded Age, Arena of Fate und Warface sowie der CryEngine konzentrieren.
| Spiel: | Child of Light |
| Publisher: | Ubisoft |
| Developer: | Ubisoft Montreal |
| Genre: | Rollenspiel |
| Getestet für: | PS3, PS4 |
| Erhältlich für: | PS3, PS4 |
| USK: | 6 |
| Erschienen in: | 6 / 2014 |
Spiele im zweidimensionalen Gewand begegnen uns dieser Tage immer seltener. 3D-Grafik regiert die Gameswelt und lässt der klassisch-flachen Optik scheinbar immer weniger Lebensraum. Das gilt auch für das Genre der Rollenspiele. Child of Light jedoch schert sich nicht um vermeintliche Konventionen, sondern verzaubert auf eine beinahe vergessene Art und Weise: mit zugänglicher Spielbarkeit, sanften Klavier-Klängen und einem grandiosen Grafikstil in 2D.
Child of Light ist ein spielbares Aquarell, eine Malerei in Bewegung. Die Ubi Art Engine zeigte bereits in den letzten beiden Rayman-Spielen ihre Stärken, doch nun vollbringt sie ihr Meisterstück. Die Komposition der Farben ist geradezu kunstvoll, denn warme wie kalte Töne erzeugen hier eine einzigartige bildliche Ästhetik. Hintergründe, Gebäude und Spielfiguren scheinen mit Wasserfarben gemalt und nicht am Computer entstanden zu sein.
Das Königreich Lemuria steckt in der Krise. Die böse Hexe Umbra hat dem Land Sonne, Mond und Sterne gestohlen. Aurora, der jungen Prinzessin von Lemuria, fällt die Aufgabe zu, die Gestirne und damit den Frieden zurückzubringen. Doch Aurora muss nicht alleine kämpfen, denn früh in der Geschichte trifft sie auf den Glühwurm Igniculus. Dieser ist fortan ihr ständiger Begleiter und ein wichtiges Spielelement.
Child of Light steht in der Tradition klassischer japanischer Rollenspiele. Mit Eurer zweiköpfigen Party geht es in rundenbasierten Kämpfen gegen maximal drei Feinde zugleich eine Zeitleiste zeigt an, wann welcher Teilnehmer am Zug ist. Ihr wählt Euer Vorgehen aus physischen Angriffen und Zaubern, mit Items füllt Ihr Magievorrat oder Lebensenergie. Eine besondere Rolle kommt dabei Igniculus zu: Der Glühwurm kann Gegner blenden und somit deren Fortschritt auf der Zeitleiste verlangsamen. Bei geschicktem Einsatz ermöglicht Ihr Eurer Party so, vorher anzugreifen und den Feind auf der Zeitleiste zurückzuwerfen.
Außerdem sammelt Igniculus in und außerhalb der Kämpfe Orbs, die Magie und Energie der Gruppe wieder auffüllen, darüber hinaus kann er die Party heilen. Seine Kräfte sind allerdings begrenzt entsprechende Orbs laden Igniculus Energie ebenso wieder auf wie eine Ruhepause. Gesteuert wird das helle Kerlchen jederzeit frei mittels rechtem Stick, wahlweise nutzt Ihr dafür auf der PS4 das Touchpad. Im Koop-Modus lenkt ein zweiter Spieler die Geschicke des Lichtkegels.
Die visuelle Pracht unterstreicht das Spiel mit sprachlicher Finesse: Alle Dialoge verlaufen in Reimform. Das passt zur verträumten Geschichte, wirkt nur manchmal bemüht. Viel Text erwartet Euch jedoch nicht, obwohl Aurora immer wieder auf Bewohner Lemurias trifft. Einige davon schließen sich Euch an: Zur Party stoßen unter anderem Clown Rubella, der ängstliche Finn sowie Magierin Gen. Jeder Charakter hat seine persönlichen Gründe, Aurora zu begleiten und bringt ganz unterschiedliche Fähigkeiten mit in die Kämpfe. Rubella etwa ist aufs Heilen festgelegt, Finn dagegen nutzt Elementarzauber für den Angriff. Die gewonnenen Erfahrungspunkte investiert Ihr auf Talentbäumen in mehr Lebenspunkte, erhöhte Kraft oder neue Fähigkeiten. Rüstungen oder Waffen findet Ihr dagegen nicht, stattdessen nutzt Ihr verschiedene Edelsteine zur Optimierung von Angriff, Abwehr und Rüstung Eurer Figuren.
Neben der eigentlichen Story erfüllt Ihr Nebenaufträge, die Euch mit allerlei Items belohnen. Weitere Extras warten in den zahlreichen Schatztruhen, die über ganz Lemuria verstreut sind.
Auf Casual fordert das Spiel nicht, Profis wählen direkt Hardcore. Einmaliges Durchspielen schaltet New Game + mit stärkeren Gegnern frei.
Sascha Göddenhoff meint: Das Kind des Lichts bringt mich zum Strahlen, denn schöner konnt man es kaum malen. Alles kommt einem Gemälde gleich, vom weiten Himmel bis zum kleinen Teich. Ich suche hier und schaue dort, gibts in Lemuria doch manchen Ort. Aber wie so oft ist es auch hier: Nebst Optik wartet Kampfgewirr. Das ist ganz klassisch Rollenspiel, mit Tränken, Zaubern und Angriff viel. Mein liebster Kniff in dieser Welt ist aber Igniculus, der kleine Held. Er hat so einige Talente: Er blendet Gegner und fliegt durch Wände. Zusammen mit illustrer Gefolgschaft ward mir die Reise leicht gemacht. Nein, schwer geriet die Bürde nicht, total entspannt blieb mein Gesicht. Dennoch hat Lemuria mich echt berührt, einmal ward fast zur Träne ich gerührt. Drum lautet am Ende das Ergebnis: Das Kind des Lichts war ein Erlebnis!
Thomas Stuchlik meint: Die Reise der kleinen Aurora verzaubert Euch von der ersten Minute an. Auf ihrem Weg offenbart sich eine stimmige Märchenwelt in 2D, die Jung und Alt begeistern sollte. Vor allem der gelungene Zeichenstil und der verträumte Piano-Soundtrack mit Ohrwurmgarantie begleiten Euer Abenteuer und fesseln Euch. Die netten Rundenkämpfe stellen Euch kaum vor Herausforderungen es sei denn, Ihr beginnt gleich auf der hohen Schwierigkeitsstufe. Trotz individueller Fähigkeitenbäume Eurer Mitstreiter wirken die RPG-Elemente recht oberflächlich. Zudem sind die Spielgebiete klein ausgefallen, hier hätte ich mir noch mehr Höhlen, Dörfer und Geheimnisse versprochen. Dennoch bleibt das Gefühl, etwas Einmaliges erlebt zu haben.
Zugängliches, klassisches RPG mit wunderhübscher Inszenierung.
| Singleplayer | ![]() | 9 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |