Das Problem derzeit ist, relativ viele Spiele sind beim Thema Schwierigkeitsgrad Crysis ausgesprochen ähnlich. Das fängt bei Rennspielen an. Fahr ich das Testrennen nicht so gut schlägt mir Forza 4 diverse Fahrhilfen vor. So brauch ich mich aber nicht mehr wirklich mit dem Spiel auseinandersetzen. Das gilt erst recht, wenn ich die Rückspulfunktion ständig nutzen kann.
Ebenso leidig ist das Thema Gears of War. Der indizierte Serien-Erstling? Ein knallharter Shooter, der einem auf normalem Schwierigkeitsgrad schon einiges abverlangt. Teil drei? KI-Kollegen, die vielleicht etwas zu hilfreich sind treffen auf einen deutlich reduzierten Schwierigkeitsgrad. So fühlt sich Gears 3 auf schwer einfacher an als der erste Teil auf normal.
Dadurch geht mir aber das Gefühl ab, auch nur irgendetwas geleistet zu haben. Durch immer mehr Spiele renn ich einfach so durch, ohne nennenswert oder gar ohne überhaupt gefordert zu werden. Es geht auch anders und gerade Rayman beweist mir wieder einmal, wie viel Spaß es machen kann, auch schwierige Passagen zu schaffen und wie motivierend es ist, wenn ich mich mal etwas anstrengen muss.
Wirklich gutes Balancing bedeutet Spielspaß, Spielspaß, den aktuell zu viele große Titel verschenken, aus Angst, irgendwen zu überfordern.
With a little help from my games
Da wäre noch eine andere Sache. Spielhilfen. Durch Gears 3 und meine ausgesprochen fleißige Squad ist das Thema ja eh schon angeschnitten. Richtig integriert können Spielhilfen durchaus eine feine Sache sein, wenn sie Spieler mit Problemen unter die Arme greifen, erfahrenere Zocker dagegen von entsprechenden Hilfen dagegen erst gar nix mitbekommen.
Ausgerechnet Nintendo übertreibt hier bei Super Mario 3D Land maßlos. Die Standardwelten sind ohnehin eher einfach, es gibt Extraleben ohne Ende und Zeitlimits sind so großzügig gesetzt, dass sie eigentlich schon absurd sind. Dazu kommt aber, dass einem SML 3D bei wiederholten Bildschirmtoden unter die Arme greift. Der unverwundbare Tanookisuit ist hier eine Sache, für kleinere Kinder sicher ein nettes Hilfsmittelchen. Gravierender wiegt da schon der Levelwarp bei zu häufigen Bildschirmtoden. So kann man sich durch Mario 3D Land regelrecht hindurchsterben.
Letzten Endes retten den Klempner hier die Spezialwelten, die nicht nur deutlich schwieriger sind sondern vor allem frei von Hilfen. Hier stellt sich aber automatisch die Frage, ob Spieler, denen in der ersten Hälfte so gewaltig unter die Arme gegriffen wurde nicht mit den S-Welten überfordert sind.
Marios erster großer 3DS-Auftritt ist sicher trotz allem ein tolles Spiel und ich hatte durchaus Spaß damit. Das allerdings primär in der zweiten Spielhälfte.