Rayman-Erfinder Michel Ancel entzückt Hüpfspieler mit einem neuen Abenteuer im klassischen 2D-Design, jedoch mit zahlreichen 3D-Effekten: Die verbesserte UbiArt-Engine verwöhnt mit schwungvollen Kamerafahrten durch multiple Bitmap-Ebenen, schummrigen Lichteffekten und dreidimensionalen Obermotzen. So verschmilzt traditionelles Spieldesign mit brandneuen Elementen, künstlerisch gestalteter Umgebung und komplexem Teamplay bis zu fünf Spieler (Wii U) mischen mit!
Während Rayman ein hundertjähriges Nickerchen hält, haben die Traumschurken eine neue Frechheit ausgeheckt: Sie entführen die Kleinlinge in sechs an Literatur und Kultur angelehnte Welten zu je zehn Levels, die Ihr über Gemälde in einem magischen Zelt bereist. Thematisch erwarten Euch etwa ein Tauchgang in Kapitän Nemos Nautilus, ein Besuch beim mexikanischen Fest der Toten und ein Stelldichein mit den lebenden Toten. Wie im Vorgänger werden die einzelnen Abschnitte versetzt freigeschaltet, so dass man immer wieder in frühere Bereiche zurück kehrt: Ihr sucht die bis zu zehn Kleinlinge pro Level, sammelt eine Million Lums und entdeckt mit ihnen 23 Spielfiguren. Neben Rayman, Globox und Barbara lassen sich auch allerlei Varianten sowie Kleinlinge steuern. Per Online-Anbindung ladet Ihr wechselnde Herausforderungen (z.B. Zeitrennen) herunter, mit denen Ihr international wetteifert und vergleicht. Obendrein hat man 40 technisch überarbeitete Levels des Vorgängers Rayman Origins eingebaut, damit lassen sich insgesamt 700 Kleinlinge entdecken!
Im Vergleich zum Vorgänger hat Ubisoft einige neue Elemente eingebaut, die Euch mit Witz und komplexen Taktiken fordern: Die wichtigste Innovation ist Flattermann Murfy, der in einigen Welten zusätzlich zum Helden über den Bildschirm wuselt. Auf PS3 und Xbox 360 fliegt er eigenständig zu interaktiven Elementen, die sich dann per Tastendruck bedienen lassen: So könnt Ihr Levelbauteile wie Plattformen, Aufzüge, Gebläse und Schwungseile aktivieren, ohne dass Rayman dazu einen speziellen Schalter erreichen muss. Hier gilt es also nicht nur, Raymans nahes Umfeld, sondern den kompletten Bildschirm im Auge zu behalten ganz schön knifflig! Dadurch wird das Spiel auch für Solisten anspruchsvoller: Ihr sollt gleichzeitig spríngen oder schweben und dabei Hindernisse aus dem Weg räumen oder einen Kraxelpfad erschaffen.
Des Weiteren gibt es zerstörbares Material wie Kuchen oder Stachelwände, die Murfy aus der Welt schafft: So fallen Euch unerreichbare Schätze in den Schoß, aber auch tödliche Hindernisse vor die Füße. Man muss genau aufpassen, um keine schädlichen Kettenreaktionen auszulösen! An entsprechender Stelle fliegt Murfy dann vorgegebene Routen, nur auf Wii U darf man ihn per Touchscreen direkt steuern so kommt der Fünfspieler-Modus zu Stande. Neu sind auch allerlei drehbare Elemente, z.B. Melonen mit verschlungenen Gängen (siehe Bild rechts oben): Mit dem Wii-U-GamePad dürft Ihr sie per Gyroskopsensor drehen, auf PS3 und Xbox 360 rotieren sie dagegen eigenständig.
Vor allem bei den Schleichaufgaben spielen die neuen Lichteffekte eine entscheidende Rolle. Euch erwarten z.B. allerhand Wächter, die mit Lampen nach Euch suchen. Um sie zu überlisten, haltet Ihr Euch im Schatten des Levelinventars! Die Traumschurken machen Euch zudem so manchen Strich durch die Rechnung, z.B. verwandeln sie die Helden auch mal in ein Hühnchen mit eingeschränkten Fähigkeiten. Einige aus dem Vorgänger bekannte Spielelemente sind ebenfalls vorhanden: Ihr schrumpft die Helden und erkundet Minischächte, taucht durch die Strömungen von Rifflabyrinthen, nutzt Aufwinde und entdeckt Geheimräume mit kniffligen Geschicklichkeits- und Denkaufgaben. Hier kommt auch der neue Fußball ins Spiel, mit dem Ihr Trickschüsse ausführt und sogar ein separates Torschießen gegen Freunde bestreitet (Kick-Boxen).
Zwischendrin sorgen auch musikalische Elemente für pfiffige Abwechslung, Ihr schlagt den Bass, zupft die Gitarrensaiten und hüpft im Takt auf Trommeln. Ubisoft überrascht augenzwinkernd mit bekannten Schauplätzen und Musikstücken, die vor allem die älteren Hüpfspieler wiedererkennen: Etwa Nemos Schiffsbrücke und diverse Film-Soundtracks wurden brilliant in die künstlerische Comic-Umgebung übernommen. Grafisch überholt man Origins mit einer Vielzahl an Spezial- und Zoomeffekten sowie den riesigen, beweglichen Elementen. Natürlich gibt es wieder jede Menge zu lachen, vor allem wenn Ihr mal eine Pause einlegt und die Gegner beobachtet – neben den bekannten Lum-Quälereien erlebt Ihr auch einige Missgeschicke!
Bei der Lokalisierung erwartet Euch eine bunte Mischung aus Englisch und Deutsch: So manche Sprachausgabe (Help me!) sowie grafische Schriftzüge (Levelnamen) wurden nicht übersetzt bzw. nur untertitelt, so bleiben die Original-Wortspiele weitgehend erhalten.
Oliver Ehrle meint: Trotz der vielen künstlerischen, kulturellen und musikalischen Highlights steht das jetzt noch abwechslungsreichere Spielgeschehen im Mittelpunkt: Ubisoft hat sich geniale Überraschungen einfallen lassen und bereits bekannte Elemente mit neuen Eingebungen veredelt. Da spiele ich auch Stellen gerne, die Levels aus dem Vorgänger ähneln z.B. die automatisch scrollenden Sprints und Wettläufe mit den Bösewichten. Dank des pfiffigen Helfers Murfy ist zudem mehr Aufmerksamkeit gefragt, da man selbst im Einspieler-Modus mehrere Bildschirmbereiche im Auge behalten muss bzw. zwei Figuren gleichzeitig bedient: Da hat man oft kaum Zeit, den vielen Humoreinlagen und versteckten Elementen Beachtung zu schenken. Auch weil Ihr manche Kleinlinge beim ersten Versuch erreichen müsst, besitzen die Levels insgesamt einen vorbildlichen Wiederspielwert. Ähnlich dem Vorgänger reizen mich jedoch die alternativen Helden kaum, da Rayman für meinen Geschmack die optimale Mischung aus Agilität sowie Schnelligkeit besitzt und ich mit ihm alle Aufgaben bewältigen kann auch das Fußballspiel lege ich schnell zu den Akten. Wechselnde Online-Herausforderungen halte ich jedoch für eine prima Abwechslung zur Handlung.
Michael Herde meint: Man merkt Rayman Legends deutlich an, dass es ursprünglich für Wii U konzipiert wurde. Murfy übernimmt etliche Aufgaben, um seinen Mitspielern das Leben zu erleichtern bzw. ihr Vorankommen überhaupt erst zu ermöglichen. Dabei werden die Möglichkeiten des GamePads vielfältig und originell genutzt, auf anderen Systemen erledigt das ein schnöder Knopfdruck. Zur Höchstform läuft das Spiel daher auf, wenn fünf Freunde gemeinsam Wii U zocken es gibt für alle ordentlich was zu tun. Klasse finde ich auch, dass es bei weniger Spielern jederzeit möglich ist, per Touchscreen zu Murfy zu wechseln. Generell ist das Spiel der Hammer: Wunderschöne Zeichentrickgrafiken voller witziger Details und der famose, nicht minder ulkige Musikeinsatz runden den enorm abwechslungsreichen Hüpfer ab.
- 60 Levels plus Updates aus Origins
- mehr Murfy-Spielereien auf Wii U
- 23 Helden sowie allerlei Kuscheltiere
- wechselnde Online-Herausforderungen
- musikalische Minispiele
Jetzt noch verzwickter: Doppelhelden, Lichtspiele und die sich sich wandelnde Umgebung fordern Neulinge und Profis gleichermaßen!
| Singleplayer |  | 87 |
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| Grafik |  |
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