Eigentlich sollte sich diese Column um etwas ganz anderes drehen. Ehrlich, die Microsoft Pressekonferenz wollte ich gar nicht kommentieren. Nun, um die amerikazentrische PK geht es auch gar nicht. Ebenso wenig um fehlende Spiele. Auch nicht die Technik, insbesondere die möglichweise etwas lahme GPU ist das Thema. Der TV-Wahn erst recht nicht. Oh, und ein Name, der nur einer völlig überbezahlten Marketingabteilung entstammen kann sowieso nicht.
Nein, das Thema sind die ganzen kleinen Infotröpfchen aus der Aftershow, die manch einem Konsumenten vielleicht den Eindruck geben könnten, der erste Teil des Wortes Aftershow bezöge sich auf eine Körperöffnung.
Aber vielleicht fangen wir erst mal vorne an. So ziemlich jeder vollwertige Nerd hat vergangenen Dienstag Microsofts Enthüllung der Xbox One als Livestream gesehen, einen Newsticker gelesen oder eine nachträgliche Zusammenfassung. Eine Stunde Fernsehprogramm mit drei Werbeunterbrechungen mit Spielen. So könnte die Zusammenfassung der kompletten Show aussehen, dafür müsste man nicht mal besonders böswillig sein. Vielleicht nicht sehr clever, aber Rundum-Entertainment ist im Kernmarkt Nordamerika mittlerweile extrem wichtig für Microsoft, außerdem eilt mit der E³ die wichtigste Videospielmesse der Welt mit Riesenschritten heran. Mag sein, dass die Redmonder schlicht und ergreifend das Pulver für die große Messeschlacht trocken halten wollten, um dort volle Breitseiten gegen Hauptkonkurrent Sony feuern zu können.
Eigentlich wäre die komplette, weitgehend von positiven Überraschungen befreite Veranstaltung damit auch schon abgehakt, wären da nicht ein paar Kleinigkeiten, die vielen Spielern teilweise extrem sauer aufstoßen.