Eine verregnete Nacht. In einem kleinen Ruderboot werde ich von zwei Personen zu einem Landungssteg gebracht. Bringen Sie uns die Kleine, und tilgen Sie die Schuld, lautet meine Aufgabe. Ich heiße Booker DeWitt. Nur mit einer Handfeuerwaffe ausgestattet nähere ich mich einem alten Leuchtturm. Mir ist unwohl, aber nachdem ich den Zugang geöffnet habe, steige ich in eine Art Behandlungssessel. Als ich plötzlich an diesen gefesselt werde und ein Countdown beginnt, wird mir mulmig. Start, wie eine Rakete schieße ich nach oben. Die Gedanken rasen ebenfalls: wohin, warum, wieso, weshalb? Ich soll doch nur das Mädchen finden und abliefern. Aber alle Bedenken zerstereuen sich, als ich zum ersten Mal Columbia sehe. Nur durch das kleine Bullauge der Rakete erblicke ich die fliegende Stadt. Es sind nur Teile von ihr, doch in meinem Inneren weiß ich bereits: sie hat Großes mit mir vor. Die fliegenden Gebäude strahlen in hellen Pastelltönen, die Sonne lacht, Wolken verirren sich inmitten der schwebenden Häuserschluchten. Als ich aussteige, bin ich fasziniert und verängstigt zugleich. Ich befinde mich inmitten einer Kirche, und zu choralen Klängen mache ich mich auf, den Ausgang zu finden. Draußen angekommen, werde ich eingeladen, an einer Art Taufe teilzunehmen. Was solls, denke ich, es muss sein, will ich in die Stadt. Der Priester drückt mich unter Wasser. Moment später komme ich in einem Garten zu mir. Die Taufe war wohl etwas zu lang. Ich rappele mich hoch, laufe vorbei an scheinbar Gläubigen und höre überall etwas vom Propheten. Verrückte gibt es überall. In der Stadt angekommen, weicht meine Skepsis. Ich laufe umher, blicke hinter jede Mülltonne und in jeden Abgrund. Columbia ist einfach atemberaubend. Doch ich bin nicht zum Spaß hier. Ein Jahrmarkt soll auf der Suche nach der jungen Frau mein erster Anhaltspunkt sein. Bizarr, aber zugleich Faszinierendes wird dort präsentiert. So etwa ein mechanischer Mann, ein Koloss. Handyman nennt sich diese Erfindung von Columbias Wissenschaftlern. Der Jahrmarkt scheint perfekt für ihn zu sein. Er ist eine Attraktion. Ich blicke umher, sehe Familien, spielende Kinder und Erwachsene, die flanieren. Ich mag diese Stadt.
Weniger Meter weiter wird mir klar: Der Schein trügt. Columbias grässliche Fratze offenbart sich mir bei einer Tombola. Aber ich wurde ja vorgewarnt, nicht teilzunehmen und schon gar nicht das Los mit der 77 zu ziehen. Doch genau das passiert. Ich gewinne. Momente später umgeben mich Leichen. Warum? Weil ich eine Entscheidung treffen musste. Doch diese Entscheidung war die falsche, zumindest für Columbia. Schwarz und Weiß sind hier nicht nur Gegensätze, es sind Welten. Nun ist auch mir klar, dass meine Aufgabe alles andere als ein Erholungsurlaub in den Wolken wird. Das Mädchen. Ich muss das Mädchen holen. Ich erfahre ihren Aufenthaltsort: ein riesiger Turm in Form eines Engels. Dorthin schlage ich mich durch. Columbias Wissenschaftler haben jedoch nicht nur mechnische Männer geschaffen, sondern auch seltsame Tinkturen. Diese Gebräue verleihen ihrem Konsumenten erstaunliche Kräfte. Ich schlucke schwer, als ich die farbige Flüssigkeit zu mir nehme. Warum ich das tue? Weil ich spüre, dass ich bei meinem Auftrag jede Hilfe brauchen kann. Sekunden später bin ich in der Lage, herumstehende Automatik-Geschütze für meine Zwecke einzusetzen, sogar Feinde kann ich damit umpolen und für mich kämpfen lassen. Es soll nicht die letzte Fähigkeit sein, welche ich mir einflöße. Aber es hilft ja.