Sony ist finanziell immer noch schwer angeschlagen: Zwar dürfte die PlayStation 3 in diesem Jahr mutmaßlich endlich in die Gewinnzone kommen (wir berichteten hier), doch die Vita-Verkäufe sind weiterhin mehr als bescheiden – und der Konzern als Ganzes macht immer noch Verluste: 15,5 Milliarden Yen (149 Millionen Euro) waren es im letzte Quartal (wir berichteten hier), das siebte Quartal in Folge mit Verlusten.
Infolgedessen stufte jetzt die Rating-Agentur Fitch den japanischen Konzern in seiner Kreditwürdigkeit stark herab – quasi auf “Ramsch”-Niveau. Wie die Financial Times und VG247 berichten, erklärte Fitch den Schritt damit, dass Sony ihre Bonität eingebüßt habe aufgrund des “Verlusts der Technologieführerschaft bei wichtigen Produkten” in der Unterhaltungselektronik. Auch Sonys “mangelnden Einfluss auf den Technologie-Markt und den Mangel an starken Produkten” kritisierte Fitch. “Der starke Yen und starke Konkurrenz durch Apple und Samsung” führten ebenfalls zu Verlusten. Hinzu kam die Übernahme des Cloud-Gaming-Services Gaikai, die Sony auch verkraften musste. Auch Konkurrent Panasonic wurde empfindlich herabgestuft.
Masahi Oda von der Sumitomo Mitsui Trust Bank erklärte gegenüber Reuters, dass Fitch Sony zu negativ eingstuft habe. Doch Sonys Aktien fielen am Donnerstag in Frankfurt um 4,4% auf 834 Yen, nahe an die 793 Yen vom 15. November – den tiefsten Wert seit 32 Jahren. Steve Durose von Fitch erklärte, “ohne eine radikale Änderung der Struktur ihrer Geschäfte” würde es Sony nicht gelingen, wieder positive Ratings zu erlangen.









