| Spiel: | Devil May Cry HD Collection |
| Publisher: | Capcom |
| Developer: | Capcom, Japan |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: |
Warum präsentiert sich Dämonenjäger Dante so frech und lässig? Weil er es sich leisten kann: Als Halbblut vereint er die Vorzüge von Mensch und Dämon in einer Person!
In Devil May Cry HD Collection erlebt Ihr die ersten drei Abenteuer von Dante in grafisch überarbeiteter Fassung: Im Erstling zieht Dante auf eigene Faust aus, um die Menschheit zu retten. In Teil 2 dürft Ihr alternativ das akrobatisch begabte Ninjagirl Lucia steuern, die in 13 separaten Missionen die Handlung ergänzt seinerzeit erschien dieser Spin-off auf einer zweiten DVD, deshalb wählt Ihr schon vor dem Titelbild zwischen Dante und Lucia. Devil May Cry 3 liegt schließlich als Special Edition vor, in der man auch Dantes Zwillingsbruder Vergil spielen und diverse Spezialmodi (Turbo und Blood Palace) einsetzen darf. Alle drei Abenteuer folgen grundsätzlich demselben Ablauf: Die Höllenbrut macht Dante das Leben schwer, also zieht Ihr aus und besucht die Wurzel allen Übels in ihren Festungen. Ihr bekämpft mehrköpfige Höllenhunde, gigantische Skorpione, Dämonenkrieger und allerlei andere Ausgeburten der Finsternis. Dabei kombiniert Ihr immer zwei Waffensysteme: Im Nahkampf fuchtelt Ihr mit Schwert, Doppelklinge und dreiteiligem Stock, auf Distanz eröffnet Ihr dagegen mit Doppelcolt, Shotgun und sogar Wurfmessern das Feuer. Dabei werden besonders coole Angriffs-Combos belohnt: Schleudert z.B. Eure Gegner mit einem Uppercut in die Luft und durchlöchert sie, während sie zu Boden fallen dann kassiert Ihr Stilbonus! Dieser wird in Seelen bemessen, mit denen Ihr neue Manöver, Heilitems und Waffenupgrades kauft.
Die HD-Überarbeitung der PS2-Klassiker ist oberflächlicher ausgefallen, als dies etwa in der Splinter Cell Trilogy der Fall ist: Die Texturen wirken speziell beim Erstling extrem verwaschen und bei den vielen Zwischenbildern (z.B. wenn Ihr das Menü aufruft oder ein Item findet) erwartet Euch eine klotzige 4:3-Optik mit dicken Balken und teilweise sogar hässlichen JPEG-Fragmenten in der Hintergrundgrafik. So richtig genießbar ist deshalb nur der dritte Teil, in dem die Grafik mehr Details bietet und auch Zwischenfilme im Breitbild erscheinen.
Alle drei Episoden kämpfen mit Mängeln, die vor allem auf die automatische Kameraführung zurückzuführen sind: Bei jedem Perspektivenwechsel dreht sich auch die Steuerung das kann bei Kämpfen ganz schön verwirren. Außerdem müsst Ihr oft mit Feinden rangeln, die sich außerhalb des Bildausschnitts befinden: Dank der Fokusfunktion könnt Ihr sie aber meist auch blind effektiv bekämpfen.
- 3 höllische Action-Klassiker
- zahlreiche Waffen und coole Stil-Combos
- gigantische Obermotze
- insgesamt schwache HD-Anpassung
- hässliche Menüs und Zwischenbilder
Oliver Ehrle meint: Besonders viel Mühe hat man sich mit der Neuauflage nicht gegeben: Speziell die stets präsenten Zwischenbilder im 4:3-Format und mit Riesenblockschrift sind eine Beleidigung fürs Auge. Das alte Kameraproblem kann ich dagegen verschmerzen, da Capcom seinerzeit in den toten Winkeln der Umgebung auch allerlei Geheimnisse versteckt hat. Das gilt auch für den Easy-Modus, der Neulinge angesichts der Macken entzücken dürfte: Wer jeweils im ersten Level öfters stirbt, entdeckt anschließend die einfache Schwierigkeitsstufe. Die taktischen Obermotzkämpfe, Arenaschlachten, Such- und Schalterspiele sind dagegen noch so spannend wie am ersten Abend: Mit dem stilvollen Combosystem macht es richtig Spaß, die Monsterhorden wie ein schamloser Angeber aufzumischen. Die Zugaben (Galerie und Musikspieler) sind zu flach, etwas mehr Backgroundinfos bitte!
Dante jagt die Höllenbrut: brauchbare, aber keineswegs einladende HD-Neuauflage der PS2-Trilogie.
| Singleplayer | ![]() | 70 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |















