Machen wir es kurz: Microsoft präsentierte vor wenigen Stunden NICHT den Xbox-360-Nachfolger und erwähnte ihn auch mit keiner Silbe. Unmittelbar davor hatte Gamespot übrigens noch spekuliert, dass dieser eventuell via Tablet-Controller, ähnlich wie beim Wii U, gesteuert werden könnte. Stattdessen wurde der Fokus jedoch auf die aktuellen Produkte gelegt, die (natürlich) alles einfacher, bequemer und komfortabler machen sollen:
Eines von zwei großen Themen war Metro, also das Interface, das durch das neue Dashboard-Update unter die Leute gebracht wurde. “Metro wird einen Hauch von Magie für die User bringen”, erklärten Steve Ballmer und American-Idol-Moderator Ryan Seacrest, die durch die Präsentation führten. Wie diese “magischen Erfahrungen” allerdings konkret aussehen wurde nicht gesagt.
Außerdem wurde der Fokus (wenig überraschend) auf Windows 8 gelegt, mit dem man Apple Paroli bieten will, indem man eine Steuerung per Touchscreen und einen App Store bietet. “Es ist weit mehr als ein simples Update, es sorgt dafür, dass man den eigenen PC mit anderen Augen sieht”, ergänzte Windows-Chef Tami Reller während der ausführlichen Vorstellung des Produkts.
Kinect wurde natürlich auch nicht vergessen. Hier möchte man verstärkt auf Interaktion zwischen dem TV-Programm und dem Rezipienten setzen. Zu sehen war in diesem Zusammenhang eine Episode der auch hierzulande beliebten Sesamstraße, in der das Krümmelmonster dafür sorgte, dass die anderen Figuren über ein Skateboard stolperten. Kinect für Windows wird am 1. Februar veröffentlicht.
Zum Abschluss noch ein paar Zahlen: Microsoft gab bekannt, dass inzwischen 66 Millionen Xbox 360-Konsolen und 18 Millionen Kinect-Einheiten abgesetzt wurden – stolze Zahlen für den Games-Konzern.
Übrigens war das laut dem Konzern die letzte solche Konferenz von Microsoft auf einer CES – angesichts der Nicht-Existenz von videospiel-relevanten Neuheiten ist das für uns nicht unbedingt ein großer Verlust.