Bei Electronic Arts geht es derzeit rund, was Casual- und Mobilbelange angeht: Erst wird für eine horrende Summe PopCap aufgekauft (siehe hier), dann sickert durch, dass man ein Branchen-Urgestein ausgerechnet an einen Social-Gaming-Rivalen verliert.
Mark Turmell, der Schöpfer der NBA Jam-Serie, hängt nach nicht mal 18 Monaten seinen Posten als Creative Director bei EA Tiburon an den Nagel und zieht es vor, in Zukunft für Zynga (Macher diverser Facebook-Seuchen wie Farmville) neue Sachen zu basteln.
Electronic Arts wünscht ihm für die Zukunft natürlich alles Gute, mehr war bisher nicht zu hören. Die Gerüchte, Turmell würde auch die leider seit langem verschollene American-Football-Gaudi NFL Blitz wieder bei EA beleben, sind damit wohl endgültig als falsch bewiesen.
Eigentlich finden wir, dass sich der Verlust für EA durchaus in Grenzen hält, schließlich war die Neuauflage von NBA Jam (den Test für PS3 und Xbox 360 findet Ihr hier, die Wii-Fassung wurde hier besprochen) nicht unbedingt das, was die Welt einhellig in Verzückung versetzt hat. Nachdenklich stimmt uns aber die Tatsache, dass ein Mann, der für flotte Arcade-Unterhaltung steht, sich jetzt einem Unternehmen anschließt, dass sich damit brüstet, seine Projekte nach streng analytischen Gesichtspunkten zu entwickeln, bei denen Herzblut kaum eine Rolle spielt – also genau die Methode, von der man bei EA die letzten Jahre weitgehend abrückte.
Bleibt noch die Frage, was macht Turmell jetzt? Jamville?