Das Jahr hätte für Activision nicht besser beginnen können. Der Publisher verzeichnete im ersten Quartal einen Nettogewinn von 503 Millionen US-Dollar. Das sind 76 Prozent mehr, als im Vorjahresquartal (381 Millionen). Die Einnahmen lagen bei insgesamt 1,31 Milliarden Dollar, im Vergleich zu 1,45 Milliarden in Q1 des vergangenen Jahres.
50 Prozent der Einnahmen wurden mit digitalen Inhalten erzielt. Laut Activision-Boss Bobby Kotick hätte man in Sachen Downloads dennoch erst “an der Oberfläche gekratzt”. Digitale Distribution sei das am schnellsten wachsende Feld innerhalb der Spielebranche.
Call of Duty: Black Ops hatte natürlich entscheidenden Anteil am Erfolg von Activision. Der Shooter sprengte nicht nur nach Release sämtliche Verkaufsrekorde (wir berichteten), sondern war auch im ersten Quartal 2011 der Bestseller in den USA und Europa.
Das Escalation-Kartenpaket, das am 3. Mai zum Download bereitstand, wurde in den ersten 24 Stunden 1,4 Millionen Mal heruntergeladen. Insgesamt lagen die Verkäufe 20 Prozent über denen des Stimulus-Pakets, das im Vergleichszeitraum des Vorjahres für Modern Warfare 2 erschien.

Doch Activision will mehr: Im November soll das neue Call of Duty erscheinen, aller Wahrscheinlichkeit nach Modern Warfare 3. Es wird der erste Ableger der Serie, seit Jason West und Vincent Zampella im März Infinity Ward verlassen mussten (wir berichteten). Erste Gerüchte besagen, dass es sich bei Modern Warfare 3 um ein Prequel zum ersten Teil der Serie handeln soll. Laut eurogamer.net hat das neue CoD den Untertitel Project Collossus und wird am 8. November veröffentlicht.
Wie auch immer: Laut Bobby Kotick soll das nächste Call of Duty von der größten Marketing-Kampagne begleitet werden, die Activision bislang ins Leben gerufen hat.
Außerdem: Beachhead, das mysteriöse Studio von Activision, soll sich um das Mehrspieler-Erlebnis im nächsten Call of Duty kümmern. Das neue Online-System werde Konsolen- und PC-Erfahrung zusammenbringen und die Spielergemeinde “wie nie zuvor vereinen”. Ob das bedeutet, dass schon bald Konsoleros gegen PC-Spieler antreten werden, bleibt abzuwarten.
Ganz nebenbei plant der Publisher die Veröffentlichung eines Micro-Transaction-Ablegers von Call of Duty ausschließlich auf dem asiatischen Markt, wo die Spieler für ein solches Geschäftsmodell offen seien. Details hierzu gab Kotick nicht preis.
Und sonst? Im dritten Quartal soll die Beta zu Diablo III erscheinen. Allerdings werde es in 2011 kein Blizzard-Game zur Verkaufsreife bringen, dafür “mindestens” zwei im nächsten Jahr.

Activision bestätige zudem einen neues James-Bond-Spiel, für das höchstwahrscheinlich Raven Software verantwortlich zeichnet. Blood Stone, der letzte Ableger der 007-Marke, wurde von Bizarre entwickelt – das letzte Game des Studios, das im Februar 2011 geschlossen wurde (wir berichteten).
Weitere Veröffentlichungen: ein neues X-Men– und Spider-Man-Spiel, ein Game zur Spielzeug-Sensation Bakugan sowie ein neue Jagd-Simulation der Cabela’s-Hunter-Marke – inklusive neuer Peripherie und Kinect-Unterstützung.




maniac.de: Die Retro-Börse scheint aus allen Nähten zu platzen. In den ersten Stunden war in den engen Gängen des Falkenheims (Name des Veranstaltungsortes) kaum ein Durchkommen möglich. Dazu gesellte sich dann recht schnell eine stickige, von Männerschweiß durchzogene Luft. Wird es nicht langsam Zeit, den Veranstaltungsort zu wechseln?



