George Francis Hotz, in Hackerkreisen besser bekannt als Geohot, hat sich laut einem von Sony eingereichten Dokument nach Südamerika abgesetzt.
Weiter ist dem Schriftstück zu entnehmen, dass Geohot nicht den Auflagen des Gerichts nachkam, seine PS3 zur Spurensicherung herauszugeben. Zwar bekam das Gericht die Konsole, jedoch ohne Festplatte. Diese entfernte Geohot und übergab sie an einen neutralen Dritten, bevor er in Südamerika abtauchte.
Auch die Angaben zu seinem PlayStation Network-Account entsprachen wohl nicht der Wahrheit.
Dem besagtem Dokument ist zu entnehmen, dass Geohot seine PlayStation 3 am 25. Februar 2010 in einem GameStop-Shop gekauft hatte, der nur wenige Kilometer von seinem Zuhause entfernt lag.
Auf dieser PS3 legte Geohot am 10. März einen Account mit dem Namen blickmanic an. Die mit der Registration verbundene IP-Adresse wurde in Glen Rock, New Jersey lokalisiert, dem Heimatort von Geohot.
Doch schon vor den aktuellen Ereignissen wurde die Luft für Geohot dünn: Das Gericht gestattete Sony die Einsicht auf sein PayPal-Konto im Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis Februar 2011. Auch Twitter, Blogger.com und YouTube mussten Sony Einsicht auf Nutzerdaten und IP-Adressen gewähren, die im Zusammenhang mit Geohot standen.
Bürgerrechtsorganisationen haben die Gerichtsentscheidung über diese Auskunftspflichten als massiv unangemessen bezeichnet und wollen juristisch dagegen vorgehen.
Geohot selbst bat gleichzeitig Medien und Privatleute um Unterstützung in Form von Spenden. Und obwohl er zwischenzeitlich auf seiner Webseite verkündete, dass er dank der zahlreichen Spenden in der Lage sei, seine Prozesskosten zu zahlen, wurde ihm das ganze wohl doch zu viel, anders lässt sich seine Flucht wohl nicht erklären.