Gesinnungswandel: Noch kurz nach der weltweiten Veröffentlichung von Kinect hatte Microsoft sämtlichen Hackern mit Strafverfolgung gedroht. Nun gab der Konzern bekannt, man begrüße Hobby-Tüftler und wolle ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Laut Aussagen von Microsoft-Manager Alex Kipman habe man sogar bewusst auf verschiedene Schutzmechanismen verzichtet, wie etwa beim Zugriff auf das Kamerasystem per USB-Anschluss. Auch Kipmans Kollegin Shannon Loftis, Managerin der Microsoft Game Studios, betonte, man habe kein Problem damit, dass Hacker das System zweckentfremden. Es sei schön, dass Kinect die Menschen so begeistere.
Hier einige Beispiele für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Kinect – das technische Know-how vorausgesetzt:
Theodore Watson und Emily Gobeille entwickelten eine Software, die über die Kinect-Kamera erkennt, wie sich Schulter, Ellbogen, Handgelenk und Finger einer Person im Raum bewegen.
Interactive Puppet Prototype with Xbox Kinect from Theo Watson on Vimeo.
Philipp Robbel, ein Doktorand vom MIT, hat einen Roboter mit dem Kinect-Kamerasystem ausgestattet und das Ganze mit einer Kartierungs-Software verbunden. Während der Roboter durch den Raum fährt, erstellt er eine dreidimensionale Abbildung seiner Umwelt und überträgt sie kabellos an einen Computer, der in Echtzeit eine Karte berechnet. Außerdem ist es möglich, dem Roboter per Hand die Richtung anzuzeigen, in die er sich bewegen soll.
Dem Künstler James Patten ist es gelungen, Projektionen auf Oberflächen mithilfe von Kinect berührungsempfindlich zu machen.
Der YouTube-User Yankeyan hat Kinect beigebracht, unterschiedliche Gegenstände zu erkennen.
Zu guter Letzt ein Video von Mehmet S. Akten. Der Gestalter hat einen Prototypen entwickelt, mit dem dreidimensionale Objekte gemalt werden können. Eine Hand wird als Pinsel benutzt, mit zwei Händen lässt sich die Figur drehen und durch die Gegend schieben.
ofxKinect 3D draw 001 from Memo Akten on Vimeo.




Goichi Suda von Grasshopper Manufacture sieht in Kinect einen Schritt hin zum “freien Spielen” und zu mehr “Freiheit für den Spieler”. Grasshopper arbeitet an einem Action-Spiel namens Codename D, das 2011 erscheinen soll. Der Spieler muss sich durch einen Vergnügungspark kämpfen, in dem es von gefährlichen Kreaturen wimmelt. Es soll aber weder ein Spiel mit Schusswaffen noch mit Stichwerkzeugen werden. “Du wirst selber zum Controller”, deutet Suda kryptisch an.
Panzer Dragoon-Game-Director Yukio Futatsugi arbeitet an der Flug-Action Draco, die ebenfalls 2011 erscheinen wird. Wie der Name und das Portfolio des Machers erahnen lassen, zieht der Spieler mit einem virtuellem Drachen in ausladende Himmelsschlachten. Aber auch die Kommunikation mit dem fliegenden Reittier soll eine wesentliche Rolle spielen. Futatsugi ist wichtig, dass die Bewegungsteuerung nicht zu Müdigkeitserscheinungen bei den Spielern führt und will so zeigen, dass sich auch komplexe Spielkonzepte mit Kinect umsetzen lassen.
Masaya Matsura, Schöpfer von Parappa the Rapper, werkelt an einem Spiel mit “Horror-Touch”. In




