Am 28. Mai ist es soweit – dann steht Apples iPad auch bei uns in den (Online-)Läden. Seit heute kann man das Gerät vorbestellen. Ganz Ungeduldige importieren sich die neue Apple-Hardware aus den USA, dort ist der schicke Tablet-Computer schon seit dem 3. April erhältlich.
Eigentlich sollte diese Ankündigung bei Apple-Fans und allen anderen iPad-Interessenten hierzulande für Freudensprünge sorgen, doch waren die ersten Reaktionen auf die letzten Freitag veröffentlichten Deutschland-Preise für alles andere als positiv. So sollte das Einstiegsgerät zunächst deutlich mehr kosten als in den USA, nämlich 514 Euro (USA: 499 US-Dollar).
Auf die Behauptung Apples, dass die Preise für das iPad in Deutschland wegen der GEMA und anderen Verwertungsgesellschaften europaweit am höchsten sein müssten, folgte Widerspruch vom angeblichen Sündenbock. Dr. Urban Pappi, bei der GEMA zuständig für Lizenzverhandlungen in den Bereichen Broadcasting und Online, bestritt die Aussage Apples. Laut Pappi hätten weder die GEMA noch die in diesem Fall zuständige Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) zuvor Forderungen an Apple gerichtet, auch Verhandlungen um einen gesonderten Tarif für das iPad habe es nicht gegeben.
Apples Reaktion: ein Eingeständnis in Form einer Preissenkung für Deutschland, die heute bekannt gegeben wurde. Laut Apple-Boss Steve Jobs will der Konzern letztes Wochenende erfahren haben, dass das iPad nicht der deutschen Urhebersteuer unterliegt, wie von Apple zuerst angenommen. Diese Steuer ist bei Geräten ohne Brenner erst ab einer Speicherkapazität von 40 GB fällig, weshalb die Preisanpassung auch nur bei den 16 und 32 GB iPads greift. So liegt etwa der Preis des 64-GB-Geräts immer noch bei den ursprünglich genannten 814 Euro, die zwei kleineren iPad-Versionen wurden um 15 Euro nach unten korrigiert.
Noch eine Berichtigung zu den 3G-Modellen des iPads: Glaubt man dem Apple Store, so stehen für Deutschland bisher nur die Anbieter O2 und Vodafone fest. Aber: Auch die Telekom, Apples langjähriger iPhone-Vertriebspartner, ist mit an Bord. Warum dies im Apple Store nicht berücksichtigt ist, ist auch der Telekom schleierhaft. Laut Apple soll dieser Fehler aber “in den nächsten Tagen” berichtigt werden.
Dass der flinke UMTS-Mobilfunkstandard sein Geld kostet, ist selbstredend. Mit bis zu 30 Euro im Monat ist dieser Service aber alles andere als günstig. Immerhin gibt es beim iPad im Gegensatz zum iPhone keine Tarifbindung, die erstmals vom iPad verwendete Micro-Sim-Karte wird direkt auf dem Gerät aktiviert und man wählt dort den gewünschten Tarif aus. Mit Simyo und Fonic stehen auch schon die ersten Mobilfunk-Discounter in den Startlöchern.
Alle iPads haben ein 9,7 Zoll Hochglanz-Breitbild-Display und sind mit einer 1 GHz CPU ausgestattet. Der Unterschied bei den Geräten liegt im Speicher und ihren unterstützten Mobilfunkstandards. So kommt das iPad in drei Wi-Fi- sowie in drei 3G-Varianten auf den Markt, und das mit entweder 16, 32 oder 64 GB Flash-Speicher. Die “größere” 3G-Ausgabe unterstützt im Gegensatz zum kleinen Bruder außer dem Wi-Fi-Standard noch die Mobilfunkstandards UMTS und GSM mit ihren entsprechenden Datenübertragungsverfahren HSDPA bzw. EDGE.
Die Preise für Deutschland:
- iPad 16 GB Wi-Fi 499 Euro (USA: 499 US-Dollar)
- iPad 32 GB Wi-Fi 599 Euro (USA: 599 US-Dollar)
- iPad 64 GB Wi-Fi 714 Euro (USA: 699 US-Dollar)
- iPad 16 GB Wi-Fi + 3G 599 Euro (USA: 629 US-Dollar)
- iPad 32 GB Wi-Fi + 3G 699 Euro (USA: 729 US-Dollar)
- iPad 64 GB Wi-Fi + 3G 814 Euro (USA: 829 US-Dollar)
Mehr Details inklusive Vorbestellmöglichkeit findet Ihr hier im Apple Store. Achtung: Apple hat aufgrund der erwartet großen Anfrage das Bestelllimit auf zwei iPads pro Kunde begrenzt.