Mit über 22.000 Begriffen in seiner Datenbank ist es fast nur eine Frage der Zeit gewesen, bis jemand an einem der Wörter in Scribblenauts etwas auszusetzen hatte. So ist es jetzt auch geschehen, dass den Entwicklern des Spiels “rassistische Äußerungen” vorgeworfen werden.
In der englischen Version von Scribblenauts findet sich der Begriff “Sambo”, der früher abwertend für Farbige benutzt wurde. Dummerweise zaubert er in dem Spiel eine Wassermelone herbei – eine Frucht, klassisch als Lieblingsessen vieler Schwarzer angesehen.
Laut Entwickler 5th Cell ist dieser rassistisch anmutende Zusammenhang unabsichtlich entstanden. Creative Director Jeremiah Slaczka sagte, “Sambo” sei der ecuadorianische Name für einen Feigenblatt-Kürbis. Im Spiel sehe der Kürbis aus wie eine Wassermelone, weil 5th Cell dieselben Grafiken für verschiedene Gegenstände benutzt. “Feigenblatt-Kürbisse sehen Melonen sehr ähnlich”, so Slaczka. “Es ist nur ein anderer Name dafür in einer Liste von mehreren zehntausend Namen.”
Slaczka fügte hinzu, dass 5th Cell natürlich keine rassistischen Anspielungen in Scribblenauts unterbringen wolle und dies alles ein großes Missverständnis sei. Immerhin seien die anderen 21.999 Begriffe neutral. Im letzten Spiel des Entwicklers, Lock’s Quest, sei sogar ein Charakter schwarz gewesen. “Wir wussten nicht einmal, dass ‘Sambo’ auch eine rassistische Bedeutung hat.”








