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Revolution und Evolution

(N64) Revolution mit 20 fps: ”Ocarina of Time” bringt die Reihe erfolgreich in die dritte Dimension und prägt das Action-Adventure-Genre bis heute.

Damit ist der Grundstein für eine der bis ­heute erfolgreichsten und bekanntesten Spieleserien gelegt. Links Debüt-Abenteuer folgt ein experimenteller und umstrittener, aber dennoch guter zweiter Teil, mit der 16-Bit-Episode ”A Link to the Past” findet die Reihe schließlich ihre Identität. Dieses Ausnahme-Abenteuer bietet die strukturelle Basis für die ­kommenden Jahre. Wie viele seiner Nachfolger beginnt auch ”A Link to the Past” eher ­linear: Auf dem Weg durch die ersten Laby­rinthe bekommt Link neue Werkzeuge, die meist mehrere Funktionen haben, und löst damit die Rätsel in Dungeons und besiegt die jeweiligen Bosse.

(Wii U) Als ”The Wind Waker” auf GameCube erschien, veranstalteten erboste ”Fans” einen Zwergenaufstand, heute wird das Spiel für seinen Look gefeiert. Hier seht Ihr das HD-Remake.

Irgendwann öffnet sich das Spiel weiter und offenbart seinen wahren Umfang, dann wird man auch etwas mehr von der Leine gelassen und mehr Freiheiten werden ermöglicht. Ein durchaus zeitloses Rezept, das wenige Jahre später fast exakt auf das 3D-Debüt ”Ocarina of Time” übertragen wird – ein Titel, der seinerseits wiederum das Action-Adventure-Genre mit seinen Innovationen in Sachen Kampf und Steuerung bis heute beeinflusst.

(Wii) Mit ”Twilight Princess” wollte Nintendo nach dem bunt-cartoonigen ”The Wind Waker” gegensteuern und schoss teilweise übers Ziel hinaus.

Insbesondere gilt das für nahezu jeden Nachfolger, der in den kommenden Jahren für die diversen Nintendo-Systeme erscheint. ”The Wind Waker” oder ”Twilight Princess” mögen in Sachen Präsentation völlig unterschiedliche Wege gehen, aber die spielerische Nähe zu ”Ocarina of Time” kann kaum ein ”Zelda” verbergen. Tatsächlich führt das schließlich sogar zu einer gewissen Ermüdung: Um 2010 herum experimentiert die Reihe zwar auch mit Bewegungssteuerung oder Touchscreen-Kontrollen und auch an cleveren Ideen mangelt es nicht, aber dennoch fühlen sich die Spiele etwas ­routiniert an.

Zurück zum Anfang

(3DS) Experiment geglückt: Mit ”A Link Between Worlds” wollte Nintendo herausfinden, ob die Fans mehr Freiheiten annehmen.

Der Befreiungsschlag gelingt schließlich mit dem auf den ersten Blick so unscheinbaren 3DS-Ableger ”A Link Between Worlds”. ­Nintendo nutzt den gleichen Trick wie schon 1998 bei ”Ocarina of Time”: Erneut bezieht man sich auf die designtechnisch so zentrale SNES-Episode, doch dieses Mal übernimmt man nicht deren Struktur, sondern die vertraute Welt. Von der entfernt Nintendo das über die Jahre immer straffer gewordene Design-Korsett und erlaubt fast unerhört viel Freiheit – die Tool-Progression der letzten mehr als 20 Jahre wird über Bord geworfen.

(SWI) Mit ”Breath of the Wild” besinnt sich Nintendo auf traditionelle Ansätze und lässt Link die überzeugendste offene Welt der bisherigen Spielegeschichte bereisen.

Das Prinzip der neuen Freiheit kommt an und bestärkt das Team um Eiji Aonumua in seinen Plänen mit dem ursprünglich für die glücklose Wii U geplanten ”Breath of the Wild”: Früh im Spiel erhält Link bereits alle zentralen Werkzeuge, die er für sein Abenteuer benötigt – und dann lässt man ihn auf die große, weite Welt los. Und da schließt sich dann auch der ”Zelda”-Kreis: Wie keine Episode zuvor besinnt sich das famose ”Breath of the Wild” wieder zurück auf das erste 8-Bit-Abenteuer aus dem Jahr 1986 – auf die Freiheiten, auf die subtile, niemals zu aufdringliche Spielerführung, auf den Forschergeist. Und auf einmal ist ”The Legend of Zelda” wieder ein Trendsetter wie damals in den 1980ern. Und den wollen wir Euch hier abschließend ans Herz legen. Ihr könnt das erste ”Zelda” auf 3DS, Wii U, Switch, dem NES Mini und so manchem anderen System spielen – probiert es einmal aus. Lasst Euch auf das offene, kreative Abenteuer ein. Erforscht Hyrule auf eigene Faust, zerbombt Wände, zündet Büsche an und Ihr werdet feststellen, dass ”The Legend of Zelda” auch nach 35 Jahren noch ein Ausnahmetitel ist.

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Gast

Zelda I, II , OoT & TP sind meine liebsten.., gefolgt von A Link to the Past & WW (beide “feel good” Zeldas..)

mag Botw & TotK.., aber zu Sandkasten (Baukasten)-mässig, anstatt open world “Organisch”, mit zu vielen “fühlt sich nach Arbeit an” Momente (ständig Waffen organisieren, kochen, x-tem Pferde Stall frei schalten etc..)

Gast

Zelda II ist der Dark Souls der Serie (mit beinahe Street Fighter-level action), .
der missverstandene Zelda (immerhin hats 83-85% von Power Play Martin G. erhalten, us. wegen der hohen Schwierigkeitsgrad (ansonsten wohl höher.., persönlich fand ichs damals schwer, aber nicht zu schwer)

Heisenberg
I, MANIAC
Heisenberg

Ich besitze noch 5 Zelda Spiele, allerdings bin ich wohl nicht der größte Fan, da kaum durchgespielt. Will ich aber ändern.

Also mein Platz 1 ist windwaker, dann OoT, und dann TP.

OoT hab ich damals 75 Prozent durchgespielt und kam nicht weiter.
WW und TP hab ich durch.

Für die Wiiu liegen noch drei Zeldas herum die ich spielen will.

Daddler
I, MANIAC
Daddler

Eine großartige Spieleserie! Interessant, wie unterschiedlich hier auch die Geschmäcker sind. So sind für mich die Highlights dieser Serie; Twilight Princess, WindWaker, Ocarino of Time, A Link to the Past und Legend of Zelda. Breath of the Wild ist für mich! definitiv nicht das beste Zelda, da es mit einem wesenlichen Merkmal der Serie bricht; den Dungeons. Zudem empfinde ich den Waffenverschleiss als absolut nervig und überflüssig.

Seppatoni
I, MANIAC
Seppatoni

Ich bin damals auf dem NES in die grosse, weite Welt der Zelda-Spiele eingestiegen. Gerade der zweite Teil hatte es mir damals angetan. Er gehört nach wie vor zu meinen liebsten Serienteilen und wird immer mal wieder durchgespielt. AlttP lernte ich erst später kennen und hatte mir mich nie denselben Stellenwert wie für viele andere. Ähnlich geht es mir mit Majoras Mask oder A Link between Worlds. Alles sehr gute Spiele, aber in meiner Zelda-Rangliste eher im hinteren Mittelfeld anzusiedeln. Dafür war Ocarina of Time damals natürlich eine echte Revolution und packte mich wochenlang. Wand Waker war für mich damals erst Liebe auf den zweiten Blick auf der WiiU, TP und Skyward Sword hingegen konnten mich direkt begeistern. Die Handheldableger konnten mich mit Ausnahme von Links Awakening nie dermassen packen wie die Heimkonsolen-Titel. Und am Ende war da noch BotW – ein zweifellos grossartiger Titel, der sich bei mir hinter den genannten Favoriten einreihen muss.

Aber auf jeden Fall: Happy Birthday, liebe Zelda-Serie, und danke für dieses Special. ^^

RYU
I, MANIAC
RYU

@jss Recht haste. 🙂
Is ja dennoch ein toller Artikel von T. Nickel, und sollte man als Online-Ausgabe nicht für selbstverständlich nehmen.

Ocarina>ALttP>Rest ^^

T3qUiLLa
I, MANIAC
T3qUiLLa

ja twillight princess übertreibst mit seinem dungeonsettings etwas zu sehr find ich. passt nichtmehr ganz in die hyrule welt. aber fand ihn dennoch sehr gut,
meine nr eins ist aber ocarina und dann breath of the wild. einfach ein wunderbares franchise das mich die gleiche magie kosten lässt wie bei ghibli filmen, die liebe für charaktäre und ihre schicksale ist so herzhaft designt das ich bei zelda spielen immer nah am wasser gebaut bin.
und das kann auch nur die zelda serie…einzigartig, freu mich wie ein schnitzel auf botw 2 und die noch hhoffentlich kommenden alten wii u hd ableger

captain carot
I, MANIAC
captain carot

Best Zeldas:
1. Fans werden angepisst sein, zehn Gründe warum Breath of the Wild der beste Serienteil ist (klicken Sie nicht hier) kurz und knapp, in vielen Punkten hat mich BotW das erleben lassen, was ich fast 24 Jahre zuvor erlebt hatte, dabei aber sehr viel mehr Freiheiten gelassen, als irgendein ZElda zuvor. Meine Tochter ist bei Jotwerde z.B. auf die großartige Idee gekommen, erst Ausrüstung auf die Insel zu werfen, die dann auch brav liegen blieb und die Prüfung sehr viel einfacher machte. Aber allein die Möglichkeiten auf der kleinen Insel…, und ja, die Welt ist nach der Verhehrung halbwegs menschenleer, aber keineswegs leer.

2. A Link to the Past: Vermutlich genauso genrebildend wie der erste Teil. Wie doof ich mit 13 die alberne Grafik fand und wie schnell mich dann das Spiel gepackt hat, wie gut der Soundtrack seinerzeit war und wie das Spiel mit minimalen Mitteln genau so viel erzählt, dass man sich in einer epischen Story wähnt ist einfach herausragend. Eigentlich müsste das ja mit Nostalgiebonus auf Platz 1. Aber nö.

3. Ocarina of Time: In vielen Punkten herausragend. Lock On Kampfsystem? Ist heute nicht zuletzt bei Soulslikes Standard, aber die Funktionalität gibt es tatsächlich das erste Mal hier, samt Ausweichmanöver (hier ein Sprung), Timing als wichtiger Komponente bei vielen Gegnern, zu seiner Zeit herausragend guter Steuerung, die übrigens immer noch gut funktioniert und zu seiner Zeit recht komplexer Spielwelt. Von dem kleinen Detail, dass es ein Konzeot nicht nur unbeschadet von 2D in 3D überführt sondern sinnvoll erweitert mal ganz zu schweigen.

Diese Liste ist natürlich zu 100% objektiv, völlig korrekt und wurde von einer göttlichen Entität auf einer Steintafel an mich überliefert.

HIMitsu
I, MANIAC
HIMitsu

Schöner Rückblick! Aber Twilight Princess “schoss übers Ziel hinaus”?! Inwiefern? Der Teil hatte mich am meisten rundum glücklich gemacht (zugegeben, ich lechzte damals sehr nach einem ernsterem Zelda).

JSS
Admin

Hört doch mal auf zu nörgeln weil dies das Nintendo etcpp… was für wundervolle Spiele – und ein tolles Feature von Nickel.
PS. Windwaker bestes Zelda ever @captain-carot

captain carot
I, MANIAC
captain carot

Wind Waker sieht immer nich kacke aus. Aber das eigentliche Problem ist, dass es einfach langweilig ist. :-p

Nintendo könnte einiges auf die Switch bringen, das ich tatsächlich kaufen würde. F-Zero GX, ein Samus Returns HD oder gerne auch ne Zelda Collection mit Link Between Worlds und anderen Titeln? Why not?

Aber wenn überhaupt, dann kommen am Ende doch nur maximal die üblichen Verdächtigen.

Gast

Weil das für mich ein schönes Spielzeug ist, mit dem ich ne Menge Spaß haben werde.

Illstar
I, MANIAC
Illstar

@tabby really? But why? ?

Gast

Auf den neuen Game & Watch, der Ende des Jahres erscheint, bin ich schon ein bisschen heiß.

RYU
I, MANIAC
RYU

Zum Anlaß des BDays hätte ich gedacht das Nintendo A Link to the Past oder Ocarina ma ein Remake spendiert. Tja, vielleicht in nochma 15 Jahren dann zum 50’ten…

Remo
I, MANIAC
Remo

@nipponichi
ist das mittlerweile nicht bei allen langlebigen Serien der Fall? Egal ob z.B. Zelda, Super Mario, Resident Evil oder Sonic. Irgendwie kommen nur noch so 08/15 Veröffentlichungen raus. Wenn ich da z.B. noch an die Biohazard 5th Anniversary Edition mit dem fetten Metallkoffer denke…

Supermario6819
I, MANIAC
Supermario6819

@illstar
Das wäre auch mein Wunsch und sicher traumhaft.Unmöglich ist es sicher nicht.Ich würde aber auch Wind Waker und Twilight Princess auf der Switch begrüßen.

Gast

… und Nintendo so …
“Zelda? Ist das nicht diese Serie, die ganz viele Fans hat und die uns ganz viel Geld einbringt?”
*überlegt*
“Lasst uns mal wieder eine Mario Compilation machen!”

Illstar
I, MANIAC
Illstar

Ich hätte ja mal bock auf mein favourite: „A link to the past“ das aufgemacht wir „link‘s awakening“ wäre schon schick

Nipponichi
I, MANIAC
Nipponichi

35 Jahre Zelda und man bekommt nicht einmal eine coole Collection, wo mal alle Teile der Hauptreihe bis einschließlich Twilight Princess mit an Bord sind. Dazu natürlich noch das Original-Link’s Awakening und vielleicht noch Minish Cap. Ansonsten wäre auch mal ein Remaster von A Link between Worlds für die Switch ziemlich cool.