Die Arbeit ruft! – Faszination Arbeitssimulation

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Flugverkehr

Flugsimulationen besitzen eine lange Geschichte, die bis in die 1970er zurückreicht: 1979 veröffentlicht Entwickler-Neuling Sublogic die erste Version seines Flight Simulator für Apple-II-Geräte. Dieser simuliert Flüge mit einer Sopwith ­Camel über eine Drahtgitterkulisse, die gerade einmal 150 Linien pro Sekunde generiert. Teil 2 kam 1983 für C64, Apple II und Atari 800 – diesmal mit Farbgrafik, aber gleichermaßen unterirdischer Bildrate. Damalige Rechner waren mit 3D-Polygon-Aussichten schlicht überfordert. Wohl deshalb pfeift das missionsbasierte Flight Path 737 (1984) auf 3D-Optik, schreibt aber Start- und Landeprozeduren ­genau vor. Auf Kunstflug setzen dagegen Acrojet von 1985 oder Chuck Yeager’s Advanced Flight Trainer von 1987.

In der Zwischenzeit sichert sich Microsoft 1981 die Lizenz, den Flight Simulator für IBM-PCs zu produzieren. Der Rest ist Geschichte: Bis 2006 erscheinen zehn Hauptversionen für die Plattform, die dank wachsender Rechenpower immer mehr Realismus aufbieten. Doch nach dem mittelmäßigen Ableger Microsoft Flight von 2012 stoppen die Redmonder jegliche Bemühungen. Dennoch erfreut sich der Flight Simulator bis heute dank regelmäßig erscheinender Add-ons einer aktiven Community – ebenso wie PC-Konkurrent X-Plane.
Ab 1987 lassen sich Flugsimulationen in der fernöstlichen Spielhalle blicken: Midnight Landing bildet den Auftakt der Landing-Serie, die Euch Starts und Landungen unter realistischen Bedingungen absolvieren lässt. Per Joystick steuert Ihr in Punktgrafik die Landebahn an. Später führt Taito die ­Serie auf Konsole unter dem Titel ”Jet De Go!” ­weiter. Zwischenzeitlich bringt Sega 1999 den Spielautomaten Airline Pilots heraus, der Flugsituationen nachahmt. Die hohe Schwierigkeit frustriert Spieler wie Betreiber, die die ­Arcade-Hardware lieber zu Sega Striker ­Fighter ­umbauen.

In der Welt des Luftverkehrs agiert Ihr nicht nur als Pilot, sondern auch als Fluglotse. Aus der 8-Bit-Zeit stammen viele Vertreter, der ­interessanteste ist wohl Kennedy ­Approach (1986) für den C64. Aus der Draufsicht gebt Ihr Richtung und Höhe für startende und landende Ziviljets vor. Das bewährte Spielsystem feierte 2009 mit Flight Control auf Handheld und iOS ein Revival. Per Fingersteuerung gebt Ihr den geschwungenen Flugkurs der Maschinen vor. Ab 2006 finden japanische PSP-Fluglotsen beim mehrteiligen Boku wa Koukuu ­Kanseikan (”Air Traffic Controller”) und dessen niedlicher 3D-Optik Beschäftigung. Auf DS folgt 2009 mit Air Traffic Chaos ein simplerer Genrevertreter in Pixel-Optik.

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ghostdog83
5. Mai 2019 12:14

warum muss es auf 12 Seiten verteilt sein? – Die Arbeit ruft!

ChrisKong
4. Mai 2019 10:17

Stetes Posten höhlt den Stein, oder so. 🙂

Doomguy
4. Mai 2019 2:23

Stimmt, angeschaut habe ich mir den Artikel auch nicht, aus genau dem Grund. Aber wie oft soll man sowas sagen…?

ChrisKong
4. Mai 2019 1:55

Sry, ich finde das Thema zwar interessant, aber auch hier, warum muss es auf 12 Seiten verteilt sein? Das solltet ihr wirklich mal überdenken, ist ja schade um die ganze Mühe.

Doomguy
4. Mai 2019 1:47

Wenn sich irgendwann damit Geld verdienen lässt, simuliere ich auch die Arbeit am PC oder der Konsole!

Lofwyr
4. Mai 2019 1:26

Guter Artikel und das Euro Truck Simulator für die Konsole überfällig ist unterschreibe ich direkt.