David Cage

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David Cage, Macher von Titeln wie Heavy Rain oder Fahrenheit, hielt gestern auf der DICE 2013 einen Vortrag mit dem Titel “The Peter Pan Syndrome: The Industry That Refused to Grow Up” (also “Das Peter-Pan-Syndrom: Die Industrie, die sich weigert, erwachsen zu werden”). Darin zeigte er neun Wege zu neuen Spieleideen auf – unten haben wir die (teils etwas schwülstigen) Stichpunkte aufgelistet, wer sich im Detail dazu einlesen will, kann das via Kotaku und Gamasutra.

Laut Cage sind diese neun Grundsätze dabei wichtig:

  1. Macht Spiele für alle Altersgruppen und Schichten.
  2. Ändert Eure Denkmuster.
  3. Die Wichtigkeit der Bedeutung.
  4. Werdet zugänglich.
  5. Bringt anderes Talent mit an Bord.
  6. Etabliert neue Beziehungen zu Hollywood.
  7. Ändert Euer Verhältnis zur Zensur.
  8. Die Rolle der Presse.
  9. Die Wichtigkeit des Spielers.

In letzterem Abschnitt erklärte er etwa, dass jeder Spieler quasi ein Wähler sei, der mit dem Kauf eines bestimmten Titels eine Stimme abgebe. Wer schlechte Spiele kauft, würde dadurch quasi ausdrücken, dass er mehr davon wolle. Man könne dadurch also den Weg der Industrie bestimmen.

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Equipo
10. Februar 2013 11:39

Wer nicht weiß, was Cage damit meint, sollte vielleicht mal auf den beiden verlinkten Webseiten nachschauen.^^Und natürlich darf jeder ne eigene Meinung haben, dies rechtfertigt aber auch nicht alles.

Siekard
9. Februar 2013 17:00

Ich glaube, wenn man den Punkt: “”Macht Spiele für alle Altersgruppen und Schichten”” berücksichtigt, hat keiner durch seine Aussage ein Leiden, immerhin würden die aktuellen Spieler ja auch eine Altersgruppe und Schicht darstellen.Der Grund, warum viele nicht jeder Aussage von ihm zustimmen ist wahrscheinlich, das er diese Annäherung an Hollywood wünscht, obgleich das vielleicht nur ein Beispiel für Kooperationen dar stellt. Denn Hollywood wäre ein ganzes Thema für sich, was er jetzt genau damit meint.Die Rolle der Presse ist auch doppeldeutig: Meint er, sie mehr einzubeziehen um Missverständnisse gegenüber Menschen mit Videospielerfahrung entgegen zu wirken, oder um mehr Werbung zu machen und so viele blinde Konsumenten zu erschaffen.Und wir sind nicht nur tolle Gamer, wir sind auch Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Berufen die durchaus auch eine Meinung haben dürfen, immerhin geht es ja auch um uns als Konsumenten ;)Ich verstehe aber dich da. Wir haben nur einen Bruchteil von Einsicht (im Sinne von was wir sehen), wie die Industrie wirklich funktioniert und was da alles hinter steckt, ähnlich wie Politik, aber darüber reden ja auch alle. 🙂

Equipo
9. Februar 2013 16:46

Ich stimme ihm zu, auch wenn man die Punkte nicht immer, und vor allem nicht alle auf einmal berücksichtigen kann & sollte. :)Manche hier sollten vielleicht einfach mal kurz darüber nachdenken, was Cage sich dabei gedacht hat. Ne ne, hier hat weder ein Cage noch ein Pachter eine Ahnung, nur wir tollen Gamer wissen wies funktioniert.

Siekard
9. Februar 2013 16:37

@EquipoSinn und Unsinn sind, wie Wert und wertlos, subjektiv, aber wenn du wegen dem Hauptthema etwas einbringen möchtes, rudere doch einfach zurück mit: Um noch einmal auf das Ursprungsthema zurück zu kommen…

Equipo
9. Februar 2013 16:14

So viel Unsinn in den Kommentaren, da kann man gar nicht mehr drauf eingehen…

Wichtgestalt
9. Februar 2013 2:07

[quote=Bastian 1984]

Möchte nochmal darauf hinweiesen, dass unter anderem Jade Raymond, Chefin von Ubisoft Toronto, jüngst etwas ähnliches forderte. IGN hat verschiedene Statements von Leuten aus der Branche in einem Artikel zusammengefasst:
http://de.ign.com/feature/15821/Zeit-erwachsen-zu-werden

[/quote]Das PR-Gewäsch ist vom Juli, unter “”jüngst”” verstehe ich etwas anderes. Und zu behaupten, dass Django Unchained den damaligen Alltag besser darstellt als Lincoln ist ungefähr so abwegig wie zu behaupten, dass Breaking Bad den heutigen Alltag besser wiedergibt als z.B. The West Wing.

Ravingrabbid
9. Februar 2013 0:18

@LunaticJa mag sein ,aber Suzuki hat auch das VF Kampfsystem nahtlos in Shenmue implementiert. Also sei’s ihm verziehen 😉

Siekard
8. Februar 2013 21:34

Das ist leider wahr. Aber er gab doch nur eine hilflose, gute neue Idee in die Spielewelt. Er ist wie ein Wisschenschaftler aus dessen unschuldigen Pläne einer interaktiven Zwischensequenz eine mobile Atombombenabschussanlage gebaut wurde!Aber im Ernst, mal Quicktimes ok, bei Heavy Raine wusste ich worauf ich mich einlies, also fand ich das spiel auch dementsprechend super, aber das ich mich mittlerweile bei keiner Curscene mehr zurücklehnen und zum Popcorn greifen kann, finde ich schon etwas ansträngend.

Lunatic
8. Februar 2013 21:28

[quote=Valis]

Ich sage nur “”Quick Time Events””. Danke David Cage… 🙁

[/quote]Eigentlich musst du dich dafür bei Y? Suzuki bedanken. Er hat doch damals mit Shenmue den Stein ins rollen gebracht… 😉

Valis
8. Februar 2013 18:21

Ich sage nur “”Quick Time Events””. Danke David Cage… 🙁

Sakaro
8. Februar 2013 17:07

Die Branche ist doch schon lange erwachsen, die meisten Blockbuster-Filme haben genau so einen Tiefgang wie COD. Die Filme, die die Innovationen bringen sind immer die Indys wie bei den Spielen auch. Unter den großen Titeln muss man das Spezielle schon suchen, Heavy Rain und Shenmue beispielsweise, die dann aber auch vom Verkauf nicht an die richtig großen Titel rankommen. Bei den Filmen sieht es aber ähnlich aus. Blockbustern ist das, was Comicverfilmungen machen, nur gibt es bei den Filmen renommierte Preise, die die Indys in das Licht der Weltöffentlichkeit rücken. Das fehlt bei den Games.

Tapir_Erich
8. Februar 2013 14:53

Die zwei wichtigsten Punkte hat er völlig vergessen:10. Hört auf mit pseudo-intellektuellem und PR-Gelaber.11. Denkt nicht immer nur ans Geldscheffeln.Die Branche hatte schon lange genug Zeit, um erwachsen zu werden. Wenn sie es nicht geschafft hat, wird das seine Gründe haben…

WNxKraid
7. Februar 2013 21:09

Sorry, aber wenn das von dem kommt dann weckt das bei mir den Eindruck das er nur Werbung für seine Spiele machen will.

Quackie
7. Februar 2013 17:08

Punkt 1: Ich bin erwachsen, also will ich auch erwachsene Spiele!Punkt 2: Ich will Spiele die Spass machen!!!Punkt 3: Ich bin keine Melkkuh der Industrie, und als Versuchskannichen will ich auch nicht missbraucht werden!!!Punkt 4: Es ist kein hoher Gewaltfaktor von Nöten, aber Sex wäre auch nicht schlecht!Ansonsten ist hier schon alles gesagt worden….

mog
mog
7. Februar 2013 16:29

Abstaktes Denken ist bestimmt kein Fehler… Da werden ausgetretene Wege wieder und wieder gegangen. (Schema F) Und seien wir doch mal Ehrlich: Vielfältigkeit begründet u.a. unser Hobby, oder nicht? Folglich sollte man auch Denkweisen umstrukturien. Der Mann will doch nur aufrütteln…

Bastian 1984
7. Februar 2013 16:26

Hier ein paar Beispiele für Spiele, die ernste Themen zur Unterhaltung machen. Leider “”nur”” Flashgames, aber gute Ideen. Ich mochte besonders das McDonalds Game, “”Every Day the same Dream”” und den “”Orgasm Simulator””. Aus den ersten beiden könnte man “”richtige”” Spiele machen, das letzte in irgend ein satirisch-kritisches Spiel als Minigame einbauen.http://www.molleindustria.org/@GwydionNaja. Bei “”ernstahften”” Filmen geht es auch selten um Steuererklärungen.

Gwydion
7. Februar 2013 16:16

: Du sagst es, genau die Dinge, mit denen ein Erwachsener sich im richtigen leben beschäftigen muss, will man in einem Spiel doch gar nicht haben. Soll ich demnächst virtuell die Bettpfanne meiner bettlägerigen Mutter halten? Wäre sicher eine In

Bastian 1984
7. Februar 2013 16:15

Möchte nochmal darauf hinweiesen, dass unter anderem Jade Raymond, Chefin von Ubisoft Toronto, jüngst etwas ähnliches forderte. IGN hat verschiedene Statements von Leuten aus der Branche in einem Artikel zusammengefasst:http://de.ign.com/feature/15821/Zeit-erwachsen-zu-werdenWas ist eigentlich aus der Insanityleiste bei Eternal Darkness geworden? (Ja, ich weiß, Nintendo hat ein Patent und lässt es vergammeln)Neben dem geforderten “”mehr Hirn weniger Mucki”” Figuren würde ich auch gern mehr Protagonisten sehen, die zerbrechlich sind. Da gibt es Spiele, da fliegen der Hauptfigur die ganze Zeit Fleischfetzen um die Ohren und der bleibt dabei besonnen wie eh und je…Könnt man nicht ein (“”Anti-Kriegs””)Spiel machen, mit einem Protagonisten, der langsam mehr und mehr durchdreht?[quote=Siekard]

Ein paar mehr Spiele wo ich nicht alles mit einer Kugel oder Faust im Kopf meines Gegners oder im Cartoon-look löse

[/quote]Zum “”normalen”” Umgang mit Sex gebe ich dir recht.Tarantino macht gerade im Kino vor, dass auch solche Spiele (in gewisser Hinsicht) ernsthaft sein könnten. Bis auf die Ballereien dürften weite Teile seines Films die Realität und den damaligen Alltag in vielerlei Hinsicht realitätsnäher darstellen als der parralell laufende “”ernsthafte”” Film über Lincoln. (Und selbst bei den Ballereien dürfte zumindest die blutige Darstellung mit fliegenden Fleischfetzen in Anbetracht der damals üblichen Waffen nicht unrealistischer sein, als Filme die in der Beziehung untertreiben)Solche Spiele könnten diese Themen streifen, in die Story einbauen und somit nicht nur “”lehrreich”” sein, sondern auch durch eine größere Identifikation den Unterhaltungswert/Spielspaß erhöhen.Will sagen, die meisten Actionspiele dümpeln auf dem Niveau von Rambo und Co., dabei spricht nichts dagegen sie auf das Niveau von Apocalypse Now oder Django Unchained zu heben.

SxyxS
7. Februar 2013 16:15

Wenn man so mal guckt was für ein scheiss mit erfolg von 11 -20uhr mit Erfolg bei den privaten im TV läuft lässt sich daraus schliessen das vorsätzliche geplante Verdummung in vollem gange ist-eine Erwachsenengruppe wie Cage sie deffiniert vermutlich immer kleiner wird.Das ist aus Unternehmerischer Sicht auch sehr nützlich-die ewigen die ewig rummeckern an Hardware,Handlung u Technik sind echt nervig u schwer zufriedenzustellen u extrem störend um bei minimalem Aufwand maximalen Gewinn zu erzielen.Der unkritische eventboy ist gefragt der produkte jenseits von preis/leistung kauft(apple) und nur weil sie gerade in sind u alles fressen wie man es ihm vorsetzt(so leute sind auch leichter zu regieren zumal sie ihren letzten rest an kritikvermögen der politic correctness unterordnen)Eine grössere Nähe zu Hollywood wäre in technischer Hinsicht durchaus empfehlenswert weil viele Spiele inszenatorische Mängel haben,die zwischensequenzen mies geschnitten sind u die Story schlecht transportieren.In Sachen Logik u Realismus u kreativität sollte man aber einen grossen Bogen um hollywood machen.

Walldorf
7. Februar 2013 16:02

Klingt ganz schön überheblich. Die Story von Heavy Rain war ziemlich seicht und unlogisch, unter erwachsenen Spielen verstehe ich etwas anderes.http://www.polyneux.de/archiv/375-heavy-rain.html

Konsolfan
7. Februar 2013 15:59

nicht alles was erwachsen ist ist gut…. wenn ich erwachsen sein will kümmere ich mich um den Steuerausgleich… und punkt… 🙂 so einfach ist das!!!

Gwydion
7. Februar 2013 15:45

Ich unterstütze Konsolfans 9-Punkte Liste voll und würde sie auch auf eine 100 oder 1000-Punkte-Liste erweitern. “”Die Branche muss erwachsen werden”” ist eine absolut hohle Phrase, da dieses “”erwachsen”” jeder anders definiert. “”Erwachsen”” im Sinne von “”brutal”” ist nur eine davon und auch nicht wesentlich dämlicher als “”erwachsen”” im Sinne von “”interaktiver Hollywood-Film””.Gerade im Film sind Dinge wie Kameraperspektiven, Dramaturgie, Dialoge und der ganze Kram natürlich exakt und unveränderlich vorgegeben. Ein gutes Spiel hat einfach zu viele Freiheiten, als das ich so etwas genau vorgeben kann. Wenn ich gerade Lust habe, im Spiel in irgendeiner herumstehenden Kiste zu wühlen, dann tue ich das, egal ob das die ganze Dramaturgie ruiniert. Alleine eine verstellbare Kamera kann die Atmosphäre völlig verändern, aber deswegen möchte ich doch nicht darauf verzichten.

Pariah
7. Februar 2013 14:52

Grade in Sachen Storytelling könnten viele Entwickler von (qualifizierten) Filmschaffenden natürlich profitieren. Dabei muss es ja nicht gleich um Interactive Movies gehen, wie QD sie produziert. Denke da eher an Kameraperspektiven, Dramaturgie, Dialoge.

Ravingrabbid
7. Februar 2013 14:52

Würde man alle neun Punkte berücksichtigen ,würden echte Hardcoregamer zwangsläufig auf der Strecke bleiben. Allein die Erhöhung der Zugänglichkeit und die Etablierung von Hollywoodelementen würden wohl eher einen interaktiven Film ,als ein richtiges Spiel ergeben.Und die Entwicklung für alle Zielgruppen stell ich mir auch problematisch vor. Wenn ein Entwickler jetzt mehrere Spiele entwickelt ,wo für jeden was dabei ,ok könnte klappen.Will man aber jetzt ein Spiel entwickeln das möglichst viele Zielgruppen anspricht ,entwickelt man zwangsläufig an der einen oder anderen Zielgruppe vorbei ,da man ja versuchen will der anderen zu gefallen…Spiele sollten schon versuchen erwachsener zu werden ,aber mit den von Cage genannten Punkten alleine ,ist das wohl kaum zu erreichen.Dafür ist die ganze Thematik viel zu komplex.

Lunatic
7. Februar 2013 14:49

Wie lange spricht die Industrie jetzt eigentlich schon davon erwachsen werden zu wollen? Sicher schon seit der PSone-Ära als Videospiele plötzlich auch von anderen Medien als Massenphänomen wahrgenommen wurden. Doch getan hat sich seitdem rein gar nichts. Als erwachsen gelten immer noch die Spiele in denen man möglichst viel ballert und/oder die rote Suppe möglichst weitflächig herumspritzt. Und von wem werden diese Spiele zuhauf gespielt? Oft von Jugendlichen die gerne erwachsen wären. Ich habe jedenfalls keine Hoffnung das sich an diesem Teufelskreislauf je etwas ändern wird. Das sich gerade David Cage dazu zu Wort meldet stimmt mich allerdings in Verbindung mit seinen Stichpunkten auch nicht gerade optimistisch. Klingt für mich danach als ob er in Zukunft von jedem Spiele sehen möchte die eher nach einem interaktiven Film aussehen als nach einem traditionellen Videospiel.

Konsolfan
7. Februar 2013 14:48

Ich hab auch 9 Punkte :1.) Macht Spiele die Spaß machen2.) Macht Spiele die Spaß machen3.) Macht Spiele die Spaß machen4.) Macht Spiele die Spaß machen5. )Macht Spiele die Spaß machen6.) Macht Spiele die Spaß machen7.) Macht Spiele die Spaß machen8.) Macht Spiele die Spaß machen9.) Macht Spiele die Spaß machenganz einfach… ………

captain carot
7. Februar 2013 14:34

[quote]Etabliert neue Beziehungen zu Hollywood.[/quote]Ganz persönliche Meinung, nein, danke. Ich will Videospiele, keine Videofilme.

Siekard
7. Februar 2013 14:30

Ein paar mehr Spiele wo ich nicht alles mit einer Kugel oder Faust im Kopf meines Gegners oder im Cartoon-look löse, sowie ein normaler Umgang mit dem Thema Sex wären schon mal nicht schlecht, Und nein, Point and Click ist nicht der Weisheit letzter Schluss. xD